Dirk C. Fleck

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Dirk C. Fleck (* 1943 in Hamburg) ist freier deutscher Journalist und Autor von Romanen sowie eines Sachbuchs.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur und einer Buchhändlerlehre absolvierte Fleck seinen zivilen Ersatzdienst in München. Anschließend studierte er an der Deutschen Journalistenschule in München. Er volontierte beim Spandauer Volksblatt in Berlin, war Lokalchef der Hamburger Morgenpost, Reporter bei Tempo sowie Redakteur bei Merian und Die Woche. Er arbeitete als Kolumnist für Die Welt und die Berliner Morgenpost, für die er über 200 Biografien bundesdeutscher Persönlichkeiten geschrieben hat. Er war freier Autor für die Magazine stern, GEO und Der Spiegel. Fleck lebt in Hamburg.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dirk C. Flecks journalistisches Augenmerk gilt vor allem dem Thema Ökologie. So verfasste er bereits Mitte der achtziger Jahre die erste deutsche Umweltschutzserie in der Hamburger Morgenpost: Fluß ohne Wiederkehr – Rettet die Elbe.

Auch in seinen Romanen wird sein umweltpolitisches Engagement deutlich. Die taz nannte ihn nach Erscheinen des Buches Palmers Krieg (1992 – Thema Ökoterrorismus) den „Vater des deutschen Ökothrillers“.[1] Im Jahr 1993 legte er mit dem Roman GO! – Die Ökodiktatur eine beklemmende Zukunftsvision vor. Das Buch wurde 1994 mit dem Deutschen Science Fiction Preis ausgezeichnet.[2] Nach einem langen Briefwechsel mit Rudolf Bahro (enthalten in GO! – Die Ökodiktatur)[3] entschied Fleck, sich aus der umweltpolitischen Debatte künftig herauszuhalten, solange sie nicht die Bereitschaft zur Radikalität erkennen lasse. 2009 wurde das Buch als Hörspiel/Hörbuch umgesetzt.[4]

Zur Überraschung seiner Leser erschien dann im Jahre 2008 im Pendo-Verlag Das Tahiti-Projekt, die erste positive Öko-Utopie auf Grundlage des Equilibrismus. UN-Menschenrechtskommissar und Bestsellerautor Jean Ziegler (Das Imperium der Schande) nannte den Roman euphorisch ein „Buch der Hoffnung“. Im Juni 2009 wurde Dirk C. Fleck dafür erneut mit dem Deutschen Science Fiction Preis ausgezeichnet.[5] Im Februar 2013 ist Flecks Roman Das Tahiti-Projekt auf Spanisch erschienen. Der kubanische Verlag Arte y Literatura präsentierte das Buch mit dem Titel El Proyecto Tahiti auf der Internationalen Buchmesse von Havanna.[6]

Flecks schriftstellerische Karriere begann 1969, als er einen viel beachteten Beitrag in der Pop-Anthologie Supergarde (Droste-Verlag) veröffentlichte. 1985 folgte der Roman La Triviata, den er 1985 im Eigenverlag herausbrachte. Im Oktober 2009 ist sein Roman Hurensohn - Eine Geschichte von Sucht und Sehnsucht als E-Book erschienen. 2010 beteiligte er sich an dem von Karla Schmidt herausgegebenen literarischen Experiment Hinterland, einer Anthologie im Wurdack-Verlag, für die 20 Autoren Science-Fiction-Erzählungen nach Musik von David Bowie schrieben.

Der 2011 erschienene Roman Maeva! (als Taschenbuch Das Südsee-Virus)[7] schließt an den Roman Das Tahiti-Projekt an. Fleck will die Reihe mit einem dritten Teil im Jahr 2014 abschließen.[8]

Im August 2012 erschien Flecks Buch Die vierte Macht bei Hoffmann und Campe, das Interviews mit 25 deutschen Spitzenjournalisten enthält, die zu ihrer Verantwortung in einer Welt, die sich scheinbar gewissenlos selbst zerstört, befragt wurden.[9]

Im Januar 2014 legte der p.machinery Verlag in Murnau „GO! Die Ökodiktatur“ wieder auf.

Im September 2015 erschien mit dem Roman „Feuer am Fuß“ der dritte Band von Flecks Maeva-Trilogie.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Supergarde, Droste Verlag, Düsseldorf 1969. Prosa der Beat- und Pop-Generation
  • La Triviata. Eigenverlag, 1985.
  • Palmers Krieg. Thriller. Rasch und Röhring, Hamburg 1992, ISBN 3-89136-457-1.
  • GO! – Die Ökodiktatur. Roman. Rasch und Röhring, Hamburg 1993, ISBN 3-89136-459-8. (Überarbeitete Neuauflage mit aktuellem Anhang (erschienen als Book on Demand) mit dem Untertitel Erst die Erde, dann der Mensch. BoD, 2006, ISBN 3-8334-4808-3. Hörbuch/Hörspiel von Ansgar Machalický und Robert Gummlich, Köln 2009)
  • Das Tahiti-Projekt. Roman. Pendo Verlag, München 2008, ISBN 978-3-86612-155-3. (Spanische Ausgabe mit dem Titel El Proyecto Tahiti, Verlag Arte y Literatura, Havanna 2013)
  • Hurensohn – Eine Geschichte von Sucht und Sehnsucht. Roman. 2009. (erschienen bei AndersSeitig.de als E-Book)
  • V2-Schneider. In: Karla Schmidt (Hrsg.): Hinterland. 20 Erzählungen, inspiriert von der Musik David Bowies. Wurdack-Verlag, 2010, ISBN 978-3-938065-69-3.
  • Maeva! Roman. Greifenverlag, Rudolstadt/ Berlin 2011, ISBN 978-3-86939-009-3. (Taschenbuchausgabe im Piper-Verlag, München 2012, unter dem Titel Das Südsee-Virus. ISBN 978-3-492-30067-4)
  • Die vierte Macht - Spitzenjournalisten zu ihrer Verantwortung in Krisenzeiten. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2012, ISBN 978-3-455-50259-6.
  • Feuer am Fuß. Maeva-Trilogie Teil 3. p.machinery Verlag, Murnau 2015, ISBN 978-3-9576503-7-5.
  • Palmers Krieg. Neuausgabe. Ökothriller. p.machinery Verlag, Murnau 2016, ISBN 978-3-9576506-4-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. taz-Artikel zu: "Die Vierte Macht" vom 2. Januar 2013. Abgerufen am 10. Juli 2013.
  2. Laudatio zum Literaturpreis 1984 des Deutschen Science Fiction Clubs von Jutta Haitel. Abgerufen am 10. Juni 2009.
  3. Details zu den verschiedenen Ausgaben von GO! – Die Ökodiktatur. Abgerufen am 10. Juli 2013.
  4. Blogeintrag zur Audio-Ausgabe mit Hörproben. Abgerufen am 10. Juli 2013.
  5. Laudatio zum Deutschen Science Fiction Preis 2009. Abgerufen am 13. September 2012.
  6. Blogeintrag zur Veröffentlichung von El Proyecto Tahiti in Kuba. Abgerufen am 10. Juli 2013.
  7. Internetseite des Piper-Verlags zum Buch (Memento vom 10. Juli 2013 im Webarchiv archive.is)
  8. Interview mit Dirk C. Fleck vom 26. Juni 2013. Abgerufen am 10. Juli 2013.
  9. Internetseite von Hoffmann und Campe zum Buch (Memento vom 15. Oktober 2012 im Internet Archive)