Diskussion:Rassismus

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Einleitung fehlerhaft![Quelltext bearbeiten]

Die englische Wikipedia ist hier richtig im Gegensatz zur politisch überkorrekten deutschen Seite. "Racism is the belief in the superiority of one race over another, which often results in discrimination and prejudice towards people based on their race or ethnicity." Allein die Unterscheidung von Menschengruppen in Rassen oder Ethnien ist noch kein Rassismus. Rassismus trifft dann zu, wenn ich Menschenrassen hierarchisiere, ihnen eine unterschiedliche Wertung beimesse und z.B. kollektive Charaktereigenschaften.

Steffen 7.2.2018

der Begriff "Rasse" wird im Deutschen anders verwendet als im Englischen. Im Artikel Rassentheorie steht es ausführlicher. Ich halte die Einleitung an dieser Stelle im Artikel Rassismus für korrekt und aufschlussreich. --X2liro (Diskussion) 15:57, 23. Apr. 2018 (CEST)

Weitere relevante Belege[Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Altmann: Gebrauchsanleitung für die Welt. (2012) 8. Auflage, Piper, München 2016, ISBN 978-3-492-27608-5, S. 125: "Die Fratze des Rassismus hat tausend Masken".
  • Mo Asumang: Mo und die Arier: Allein unter Rassisten und Neonazis. Fischer, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-596-03443-7
  • Lydia Heller, Azadê Peşmen:
Rassendenken Teil 1: Über die rassistischen Wurzeln von Wissenschaft. deutschlandfunk.de, Wissenschaft im Brennpunkt, 25. Dezember 2018
Rassendenken Teil 2: Weiße Flecken auf der wissenschaftlichen Landkarte. A.a.O., 26. Dezember 2018

Die Einleitung bedarf eine Überarbeitung[Quelltext bearbeiten]

Die einfache Unterscheidung von Menschen anhand von physikalischen Eigenschaften ist wertneutral.

Erst eine Benachteiligung eines Menschen anhand dieser Eigenschaften ist ethisch nicht korrekt.

Die aktuelle Einleitung ist dahingegend Fehlerhaft, da sie jemanden der alleine die Festestellung einer Eigenschaft macht (beispielsweise: Die Hautfarbe ist X) zu einem Rassisten deklarisert der "alle Menschen, die ihren eigenen Merkmalen möglichst ähnlich sind, grundsätzlich als höherwertig [sind]". Nach dieser (falschen) Definition würde ein Arzt, der pauschal allen Menschen mit heller Hautfarbe empfiehlt, in Tropischen Breitengraden einen Sonnenschutzfaktor aufzutragen, zu einem Rassisten machen.(nicht signierter Beitrag von 2a02:908:106a:6e80:dcac:3d32:3b30:7800 (Diskussion) 11:48, 17. Jan. 2019 (CET))

Diese Kritik kommt regelmäßig, was sie nicht richtiger macht. Das objektivierbare Kriterium, nach dem Menschen eingeteilt werden können, ist im Beispielfall Hautfarbe. Daraus kann man Gruppen bilden wie etwa die Hauttypen. Nenne ich die Hellhäutigen oder die Dunkelhäutigen eine "Rasse", ordne ich sie in eine wesensmäßige Kategorie ein, wonach sie auch in anderer Hinsicht als der Hautfarbe eine natürliche Gruppe bilden würden, also danach klassifizierbar wären. Da die moderne, genetisch arbeitende Anthropologie alle diese Konzepte (wie etwa die Großrassen) als nicht mit den Fakten vereinbar verworfen hat, ist die Weiterverwendung des Konzepts der Rasse problematisch und in sich nicht wertneutral.--Meloe (Diskussion) 12:01, 17. Jan. 2019 (CET)
(BK) Du schreibst von einem fiktiven Artikel Unterscheidung von Menschen anhand von physikalischen Eigenschaften, hier wird aber Rassismus als eine wertende und beurteilende Ideologie beschrieben. Die Einleitung ist unmissverständlich. Rassistisch wäre es, hellhäutige Menschen als minderwertig zu beurteilen. --Logo 12:04, 17. Jan. 2019 (CET)
Das Wort "grundsätzlich" macht mich trotzdem stutzig. Der wichtige Aspekt beim Rasissmus ist natürlich das Wertende, und dies wird sich meistens gegen eine externe Gruppe richten. Nur halte ich die Einbeziehung der Richtung dieser negativen Wirkung in der Definition von Rassismus für unangemessen. Also, der Rassismus könnte sich prinzipiell auch gegen die eigene Gruppenzugehörigkeit richten, auch wenn dies selten der Fall sein dürfte. Eine einfache Lösung könnte hier z.B. sein das Wort "grundsätzlich" in "zumeist" zu ändern. (nicht signierter Beitrag von 2001:16B8:2656:15F0:0:0:0:381 (Diskussion) 18:14, 6. Jan. 2020 (CET))

1 fehlt, 1 passt nicht[Quelltext bearbeiten]

Die Kategorie der Selbstrassifizierung[*] fehlt. Kein Wunder, die für eine Auseinandersetzung mit Rassismus notwendige Kritik der Identität (und eben der eigenen) muss vom bürgerlichen Subjekt systematisch abgespalten und verdrängt werden (deshalb kommen Kripo-Ermittler bei den NSU-Morden erst gar nicht auf die Idee eines rassistischen Motivs)

[*] Selbstzuschreibung eigener Überlegenheit und Homogenisierung von nicht homogenen Subjekten, z.B. zur 'Volksgemeinschaft'. Im konkreten Beispiel: Rassismus? Wir doch nicht! Das 'nicht-sehen-wollen' kann wohl kaum noch übersehen werden.


Mal wieder ... wird Antisemitismus unter Rassismus gefasst - das ist substantiell falsch. Die Ablehnung des Fremden, dem Minderwertigkeit zugeschrieben wird, unterscheidet sich substantiell von der Ablehnung dessen[**] (besser: Furcht vor dem bzw. NEID auf das) was als Höherwertig/Übermächtig gemutmaßt wird;

(**) der jüdische Nachbar ist (war) in keinster Weise "fremd", nur dem (NS-) Antisemiten gilt (galt) er als 'wurzellos' 'volksfremd' 'zersetzerisch' und wie antisemitischen die Stereotype so gehen. Zuschreibung? ja, auch, nur eben ist das Objekt der Zuschreibung beim Antisemiten eben nicht: weit weg, fremd, unbekannt und vor allem nicht als minderwertig verachtet, sondern als überlegen gefürchtet. Das ist das genaue Gegenteil. Daher ist Antisemitismus eben KEIN Rassismus. Nur die Kritische Theorie gibt auf das Wahnhafte hierin eine hinreichende Antwort, das in der Negativen Dialektik beschriebene Umschlagen von Aufklärung in Mythos. Und damit im Übrigen auch den in der Aufklärung bereits enthaltenen Rassismus, in Form der Überlegenheit des aufgeklärten Bürgers.

Ich werde aus Deinem Diskussionsbeitrag nicht recht schlau. Evtl helfen Dir die Artikel Ethnisierung und Ethnomanagement weiter.--Meloe (Diskussion) 08:04, 12. Mär. 2019 (CET)

unvollständiger Inhalt: 1 Unterkapitel über Rassismus im Fußball, praktisch nichts über Stämme[Quelltext bearbeiten]

Eine Anregung. Im Text gibt es zwar ein Kapitel 4 über Rassismus in der Neuzeit, hier werden Amerika, Imperialismus, Japan,Osmanisches Reich, Deutschland und Österreich genannt, weiterhin Kapitel 5 zum Thema Allgemeine gegenwärtige Erscheinungen -> Rassismus im Fußball. Das Ganze ist wohl etwas eurozentrisch (abgesehen von Japan). Weltweit dürften doch die meisten Menschen doch unter anderen Formen des Rassismus leiden. Z.B. dürften in der Gegenwart jeweils über 1 Milliarde Inder von dem Kastenwesen (wird immerhin in Historie genannt)und über 1 Milliarde Afrikaner von Stammessystemen betroffen sein. Wären Infos hierrüber nicht wichtig. Hier sind wohl mehr Menschen betroffen als im Fußball, zudem sind die Auswirkungen für Betroffene wohl kritischer. Bernd 10.4.2019 --Bernd1551 (Diskussion) 22:33, 10. Apr. 2019 (CEST)

Was haben im Sinne der Fragestellung „1 Milliarde Afrikaner“ und „Stammessysteme“ mit Rassismus zu tun? Welche Infos sind gemeint?--Lysippos (Diskussion) 20:30, 11. Mai 2019 (CEST)

Geschichtliche Erscheinungen[Quelltext bearbeiten]

Ziemlich eurozentrisch geschrieben. Aus diversen Hindu-Texten geht hervor, dass sich die hochkastigen Brahmanen in Indien sicher waren, weit über sämtlichen „unreinen Fremden“ zu stehen. Dazu zählten sowohl die Araber, genannt „Mlecchas“, als auch die oft auffällig dunkelhäutigen Ureinwohner Südindiens (Dravidas). In Japan wiederum galt schon vor vielen Jahrhunderten die Doktrin von der göttlichen Herkunft der sogenannten „Yamato-Rasse“, welche den ersten japanischen Kaiser Jimmu hervorgebracht habe, der wiederum der Urururenkel der Sonnengöttin Amaterasu-o-mi-kami gewesen sei. Hieraus resultierte eine extrem überhebliche Einstellung gegenüber allen anderen asiatischen Völkern sowie dann später auch den Weißen. Über deren angeblich „affenartige Natur“ erschienen in Japan während des Zweiten Weltkriegs sogar „wissenschaftliche“ Abhandlungen. Ebenso alte Wurzeln hat der Rassismus der Chinesen. Im „Reich der Mitte“ glaubte man sich stets allen anderen Völkern im Erdenrund überlegen – und viele davon galten als „unzivilisierte Barbaren“, zu denen am besten jeder Kontakt zu unterbleiben habe. Dazu zählten insbesondere andere „gelbe“ asiatische Ethnien wie die Japaner, welche von den Chinesen als „hässliche Zwerge“ betitelt wurden, und sämtliche Menschen schwarzer Hautfarbe. Die Bezeichnung für die selbigen lautete „Heigui“, was wörtlich übersetzt „Schwarzer Teufel“ oder „Schwarzer Dämon“ heißt. In China erlebt diese Denk- und Sprechweise eine Renaissance, über den neuen Trend berichten zunehmend Korrespondenten westlicher Blätter aus den verschiedensten Ecken Chinas. --2001:16B8:106B:EB00:A486:ACBA:D853:3C16 17:42, 28. Jun. 2019 (CEST)

Ich fände es auch gut, wenn solch außereuropäischer Rassismus in den Artikel käme. Ich vermute, dass trifft noch auf viel mehr Ethnien zu, wenn man allein bedenkt, wie die Nachbarvölker häufig mit abwertenden Bezeichnungen belegt wurden. Also: Mit guten Quellen rein damit. --Fährtenleser (Diskussion) 19:10, 28. Jun. 2019 (CEST)
Ist im Moment leider mit schlechten oder gar keinen Quellen und (zumindest was Japan betrifft) sachlich falsch drin, siehe ein paar Abschnitte weiter unten. Die „Überlegenheit“ der Yamato als „Rasse“ wurde erst durch europäischen Rassismus inspiriert (vorher waren Yamato schlicht alle, die dem Kaiser folgten). --77.6.45.93 22:27, 29. Nov. 2019 (CET)

Einleitung - Kultur[Quelltext bearbeiten]

Was haben "kulturelle Merkmale wie Kleidung oder Bräuche" mit Rassismus zu tun? --2003:C3:B703:3400:601A:431A:C0F0:C996 12:01, 11. Jul. 2019 (CEST)

Sie zählen zu den „äußerlichen Merkmalen, die eine bestimmte Abstammung vermuten lassen“. Was genau an dieser Formulierung in der Einleitung fandest du jetzt schwer zu verstehen? --Φ (Diskussion) 12:48, 11. Jul. 2019 (CEST)
In den klassischen Rassentheorien wurden Verhaltensmerkmale oder Charaktereigenschaften regelmäßig in die Definitionen der Rassen mit aufgenommen. Kleidung und Bräuche fallen mehr in den Kontext der klassischen "Völkerkunde". Problem ist hier die unscharfe Definition des Begriffs Rassismus selbst, der von etlichen Wissenschaftlern so weit definiert wird, dass er über klassische Körpermerkmale wie Hautfarbe, Schädelform etc. weit hinausreicht und sich einer allgemeinen Fremdenfeindlichkeit annähert. Das ist im Artikel ausführlich beschrieben.--Meloe (Diskussion) 12:52, 11. Jul. 2019 (CEST)

"Unabhängig von seiner Herkunft kann Rassismus jeden Menschen betreffen."[Quelltext bearbeiten]

nicht korrekt (nicht signierter Beitrag von 92.195.113.110 (Diskussion) 13:12, 26. Jul. 2019 (CEST))

Was wäre denn korekt?--KarlV 13:14, 26. Jul. 2019 (CEST)
Nicht korrekt nach derzeit im angloamerikanisch-progressiven Raum vorherrschender Interpretation, nach der Rassismus nur systemisch Benachteiligte erfahren können. Korrekt nach so ziemlich allen anderen. --Kraligor (Diskussion) 00:34, 22. Okt. 2019 (CEST)

Japan[Quelltext bearbeiten]

Der Abschnitt „Altertümliches Indien, China und Japan“ liest sich recht merkwürdig: „Formen rassistischer Diskriminierung, die […] ohne Rassenbegriff funktionierten“, das kann ich noch verstehen, weil man Menschen aufgrund ihres Hautfarbe, Körpergröße, Sprache etc. (siehe Einleitung) auch ablehnen und für minderwertig halten kann, ohne sie explizit nach diesen Merkmalen in Gruppen („Rassen“) einzuteilen. Für den Abschnitt über China ist das auch noch nachvollziehbar, wenn dort steht, dass sie „kulturalistische Vorstellungen von Barbaren“ entwickelt hätten. Beim Abschnitt über Indien bin ich mir nicht so sicher, was genau er aussagen soll, außer, dass die Briten nach Kolonialisierung Indiens den Indern rassistische Vorurteile eintrichterten, und kann insbesondere dem Text nicht entnehmen, ob die vorher existierende Diskriminierung nach sozialer Kaste aufgrund irgendwelcher unabhängiger äußerer Merkmale stattfand oder (was ich eher vermuten würde) aufgrund der Kastenzugehörigkeit.

Im Abschnitt über Japan (vor der Anwendung europäischer Rassetheorien) wirkt mir der Fokus auf die Buraku deplatziert. Sozial begründete Kastendifferenzen allein machen eine Diskriminierung ja noch nicht zum Rassismus, sonst wäre jede Form der Diskriminierung Rassismus. Die Buraku wurden zweifellos diskriminiert, aber wohl kaum aufgrund ihrer „Rasse“ (egal, ob die Japaner dafür eine Begriffsbildung hatten) – sie dürften weitestgehend ethnische Japaner gewesen sein –, sondern aufgrund ihrer sozialen Stellung. Der Artikel Buraku sagt sogar, dass sie „weder im Aussehen noch durch Religion oder Sitten von den übrigen Japanern zu unterscheiden“ gewesen seien. Zum Vergleich: Könnte hierzulande ein christlicher ethnisch deutscher, sagen wir, Pornodarsteller, der außerhalb seines tabuisierten Berufs ein „völlig normales Leben“ führt, wegen seiner sozialen Stellung (Beruf in diesem Fall) in bestimmten Ortschaften nicht leben, seine Kinder keine normale Schule besuchen, nicht in normale Kirchen gehen, die Häuser von „Normalbürgern“ nicht betreten usw., wäre das dann Rassismus? Intuitiv würde ich sagen, Diskriminierung ja, Rassismus nein.

Die Ainu dagegen, wo der Rassismusvorwurf schon plausibler ist, werden mit nur einem einzigen Satz als „ferner liefen“ abgetan. Dabei ist deren Fall gerade interessant, denn es gibt auch Darstellungen, nach denen die Ainu nicht aufgrund ihrer Ethnie oder Kultur diskriminiert wurden, sondern aus „politischen Gründen“, weil sie sich nämlich nicht dem Kaiserhaus unterordnen wollten (siehe auch Emishi).

Ich würde vorschlagen, die Buraku aus dem Absatz zu streichen und den Satz über die Ainu umzuformulieren. Auf die Buraku wird ohnehin später (Abschnitt „Yamato-Rasse in Japan“) noch einmal eingegangen, ein Verlust für den Artikel wäre es also nicht mal. (Wobei ich bezüglich des genannten Abschnitts auch noch Anmerkungen habe, dazu mache ich aber gleich einen eigenen Abschnitt hier auf.)

Die Konklusio des Abschnitts, „In allen Fällen wird deutlich, dass Rassismus ohne Rassen funktioniert und im Kern kulturalistisch bestimmt ist“, finde ich auch nicht gelungen. Ich würde ihn auch einfach weglassen, zumal bereits im Einleitungssatz des Abschnitts Entsprechendes erwähnt wird.

Im Übrigen finde ich gar nicht, dass die Beispiele des Abschnitts sich so sehr von dem unterscheiden, was man bei den Römern oder Griechen gefunden hat – im Fall der Chinesen wird der Vergleich zu den Römern und Griechen sogar explizit gezogen. Bei denen (Römer und Griechen) steht aber gerade: „Die Frage, ob es im alten Griechenland und im alten Rom Rassismus gegeben habe, wird unterschiedlich beantwortet.“ Wenn man diesen Vergleich zieht, stellt sich doch die Frage, warum die Auffassungen von Menschen als „Barbaren“ in China (Nicht-Chinesen) oder Japan (Ainu) eindeutig Rassismus („ohne Rassenbegriff“) gewesen sein soll, während Entsprechendes bei den Römern nicht so eindeutig sei. --77.6.45.93 22:04, 29. Nov. 2019 (CET)


Yamato-Rasse[Quelltext bearbeiten]

Ich fände es schön, wenn im Abschnitt „Yamato-Rasse in Japan“ deutlicher herausgestellt würde, dass der gesamte japanische Rassismus seit der Meiji-Restauration auf einer Imitation des europäischen Rassismus und seiner Übertragung auf imperialistische japanische Interessen beruht (die sich ebenfalls aus Imitation des europäischen Imperialismus speisten).

Dann:

„Bis heute werden – so Jared Diamond – in Japan Untersuchungen, nach denen mit gewisser Wahrscheinlichkeit die Japaner selber hauptsächlich von koreanischen Einwanderern abstammen, nicht ohne Widerstände zur Kenntnis genommen.“

Da fehlt ein Beleg, und ich halte diese Aussage auch für tendenziös. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Japaner noch immer nicht gerne hören, sie stammten von Koreanern ab. Die Crux ist nur: Das müssen sie gar nicht. Denn zwar ist davon auszugehen, dass die Yayoi-Population weitestgehend über die koreanische Halbinsel nach Japan einwanderte, genetische Untersuchungen (diese zum Beispiel oder andere, die hier erwähnt werden) stellen aber fest, dass sie vermutlich mehrheitlich nicht von dort stammen, sondern aus (dem mittleren?) China. Tatsächlich sind heutige Japaner genetisch näher mit den Han-Chinesen verwandt als mit den Koreanern (weisen allerdings allen festlandasiatischen Ethnien gegenüber eine genetische Abweichung auf, die sich durch die Vermischung mit den über Sibirien nach Japan eingewanderten Jōmon-Menschen erklärt).

Ich würde die Passage daher umformulieren, etwa so: „Bis heute werden – so Jared Diamond – in Japan einige Theorien, denen zufolge die Japaner selber hauptsächlich von koreanischen Einwanderern abstammen sollen, nicht ohne Widerstände zur Kenntnis genommen.“

Das ist keine große Änderung und ich hoffe, sie findet Zustimmung.

Dann die Buraku noch mal. „Historisch gesehen gab es in Japan stets eine Diskriminierung der Buraku“ durchaus, aber (siehe Abschnitt oben) es ist fraglich, ob das eine rassistische Diskriminierung war. Hier wird die steile These „… galten sie als eigene Rasse“ (die übrigens komplett unbelegt ist) damit zu untermauern versucht, dass 非人 hinin „Nicht-Mensch“ bedeute. Wadoku übersetzt das eher mit „Unmensch“, „Bettler“, „Verbrecher“, was auch zu der Erläuterung im Artikel Buraku passt, dass die als hinin bezeichneten Buraku (das waren nicht alle!) Verbrecher/Sünder gewesen seien („Hinin hingegen bezieht sich auf jene, die wegen eines Verbrechens oder sonstigen Verfehlungen aus der Gesellschaft ausgeschlossen wurden“). Daraus abzuleiten, sie seien als eigene „Rasse“ im Sinne des vom hiesigen Artikel beschriebenen Rassismus aufgefasst worden, halte ich für vermessen.

Ich würde den Buraku-Absatz radikal kürzen und nur erwähnen, dass der aus Europa importierte Rassenbegriff in der Meiji-Zeit auch auf die Buraku (und natürlich Ainu, Koreaner und andere von den Japanern verschiedene Ethnien) angewendet wurde. --77.6.45.93 22:25, 29. Nov. 2019 (CET)

Definition[Quelltext bearbeiten]

Rassismus ist eindeutig definiert, nicht mehr und nicht weniger. Gebräuche oder Kleidung schließt diese natürlich keineswegs mit ein. Eine Kategorisierung nach letzteren Kriterien ist möglicherweise diskriminierend oder fremdenfeindlich, rassistisch ist sie per definitionem nicht! Bohemien1 (Diskussion) 20:05, 10. Dez. 2019 (CET)

Es wäre schön, wenn es denn so eindeutig wäre; vgl. den theoretischen Ansatz des Rassismus ohne Rassen.--Meloe (Diskussion) 08:24, 11. Dez. 2019 (CET)

Bloß weil aus verschiedenen politischen Lagern heraus eine interresengeleitete Umdefinition angestrengt wird, ist es ja nicht richtig. Der Kampf um die Definitionsmacht spiegelt die sozio-politischen Macht und Kräfteverhältnisse auch und v.a. im akademischen Feld. Rassismus bezieht sich etymologisch auf das Wort Rasse. Dieser Begriff ist natürlich selbst ein Konstrukt, doch schließt er kulturelle Gepflogenheiten usw. nicht mit ein. Rassismus rekurriert immer und ausschließlich auf den Begriff Rasse und jene die mit diesem (nicht haltbaren) Begriff operieren oder anders, ohne den Begriff "Rasse" kann es per definitionem auch keinen Rassismus geben, da der Bezugsrahmen fehlte was im Unkehrschluß heißt, Rassismus bezieht sich immer nur auf den Begriff bzw. das Konzept der Rasse (auch wenn das aus heutiger Sicht wissenschaftlich nicht). haltbar ist. Alle anderen Formen von Ausgrenzung ist Diskriminierung aber kein Rassismus! Bohemien1 (Diskussion) 12:25, 11. Dez. 2019 (CET) "Rassismus ohne Rassen" existiert nicht, sondern ist Diskriminierung. Bohemien1 (Diskussion) 12:44, 11. Dez. 2019 (CET)

Wir können und dürfen hier nicht entscheiden "was richtig ist". Der Kampf um die Definitionsmacht ist real, und der Diskurs dazu ist offen. Unsere Aufgabe hier ist nicht, den Streit zu entscheiden, sondern ihn angemessen abzubilden. Wenn erwiesen wäre, dass der Standpunkt nicht existiert oder vollkommen unbedeutend wäre, könnte es raus. Aber auch das wäre anhand von Quellen nachzuweisen. Ohne Quellen geht hier schlicht garnichts.--Meloe (Diskussion) 13:50, 11. Dez. 2019 (CET)
+1 Bitte gewünschte Änderungen mit Belegen begründen.--KarlV 14:26, 11. Dez. 2019 (CET)
Es gibt keine Menschenrassen. Nach Bohemien1s Argummentation dürfte es mithin auch keinen Rassismus geben. Gibt es aber leider doch, insofern das Kriterium, das das erwünschte Wir von den unerwünschten Anderen untescheidet, immer ein soziales Konstrukt ist. Dabei ist es egal, ob es mit Genen, Hautfarben, Schuhgrößen oder Kleidungsvorlieben argumentiert. Siehe dazu z.B. Anne Broden und Paul Mecheril: Rassismus bildet. Einleitende Bemerkungen. In: dieselben (Hrsg.): Rassismus bildet. Bildungswissenschaftliche Beiträge zu Normalisierung und Subjektivierung in der Migrationsgesellschaft. transcript, Bielefeld 2014, S. 14 f., mit weiteren Literaturangaben. Gute Nacht. --Φ (Diskussion) 22:43, 11. Dez. 2019 (CET)

"Kleidungsvorlieben" sind natürlich keine Bezugsgröße für Rassismus. Eine Zitatstelle aus einer "transcript" Publikation ist auch nicht besonders aussagekräftig, da bei transcript ein bestimmter Tenor vorherrscht. Außerdem gibt es im akademischen Bereich eine Minderheitsfraktion, die den Begriff definitorisch ausweiten möchten. Dabei ist das Essentielle an Rassismus ja gerade der Fehlschluss von unterschiedlichen biologischen Merkmalen auf charakterliche Eigenschaften einhergehend mit einer Hierarchisierung und Abwertung. Kulturelle Gepflogenheiten sind kein Gegenstand von Rassismus allenfalls von Diskriminierung. Vielleicht ist es besser mit dem obig aufgeführten Begriff rassische Diskriminierung zu operieren, das sollte dann auch den Ideologen einleuchten.-- Bohemien1 (Diskussion) 01:11, 12. Dez. 2019 (CET)

Das behauptest du mal einfach so. Ohne Beleg ist das alles nur deine eigene Theoriefindundung, und die ist nach WP:TF für die Artikelgestaltung irrelevant. Mfg--Φ (Diskussion) 05:18, 12. Dez. 2019 (CET)
Michael, Michael - immer wieder neue Sockenpuppen? Wird das nicht irgendwann mal langweilig?--KarlV 13:10, 12. Dez. 2019 (CET)

Sagt mal, Leute: Weiter hinten im Artikel gibt es einen, äußerst umfangreichen, Abschnitt, genannt "Begriff", mit Rassismusdefinitionen im Dutzend. Hat jemand bis dahin weitergelesen? Sicher gäb´s auch daran was zu verbesserrn, aber bis dahin gilt: Die Einleitung soll den Artikelinhalt prägnant zusammenfassen. Nicht etwa, eigene steile Thesen entwickeln oder andere Schwerpunkte setzten als dort. Bevor vorn was inhaltlich geändert wird, bitte hinten anpassen, oder es bleiben lassen. Ich bin geneigt, bis dahin konsequent schlicht alles zurückzusetzen.--Meloe (Diskussion) 16:47, 12. Dez. 2019 (CET)

Die Einleitung würde ja schon mehrfach von Verschiedenen Diskussionsteilnehmern kritisiert, zu Recht, da unwissenschaftlich und biased. Quellen gibts zuhauf (s.o.) hier z.B. die Definition vom Duden: https://www.duden.de/rechtschreibung/Rassismus

Bohemien1 (Diskussion) 17:11, 12. Dez. 2019 (CET)