Diskussion:Traute Lafrenz

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Ansprache von Dr. Traute Lafrenz-Page[Quelltext bearbeiten]

Ansprache von Dr. Traute Lafrenz-Page (wegen Krankheit kurzfristig abgesagt) zur Ausstellungseröffnung an der DenkStätte Weisse Rose München am 26. November 2007

Verehrte Anwesende, liebe Freunde,

nur ein paar Worte hier an dieser Stätte, wo das Andenken an die Menschen gepflegt und bewahrt wird, die ihr Leben eingesetzt haben, und in einer Zeit unbeschreiblicher Tyrannei und Unterdrückung jeglicher Menschenwürde es wagten, für das zu stehen, was sie als das Wahre, das Gute und Gerechte erkannten. Selbstverständlich bin ich froh und stolz, zu solchen Menschengruppen gehört zu haben, die sich auf keiner Ebene von dem NS-Regime blenden ließen. Rückblickend verdankt man so eine Zugehörigkeit dann wohl auch seiner Erziehung. Hier möchte ich meine Lehrerin Erna Stahl erwähnen. Eine hochbegabte Frau und begeisterte Pädagogin, die viel daran setzte ihre Schüler zu selbstständig denkenden Menschen zu erziehen. Aber auch meinem Elternhaus schulde ich Dank, wo deutsches und europäisches Geistesgut in hohen Ehren stand. Lessing, Schiller, Goethe, Fichte wurden mit Begeisterung gelesen und vorgetragen. Solche Menschengruppen – und es gab viele – waren Vertreter eines „anderen Deutschland“. Ein anderes Deutschland, das dann allerdings den politischen Machenschaften und Auswüchsen des Dritten Reiches in keiner Weise gewachsen waren. Aber solche Gruppen gleichgesinnter Menschen fanden sich überall zusammen und auf ganz natürliche Weise, sei es in Hamburg, in Berlin, in Wien oder in München – wo immer man sich begegnete. Noch während meiner Schulzeit spürte man dann diese entsetzliche Einengung und den Verlust der freien Beweglichkeit. Der Rassenwahn, jüdische Schüler, Freunde, mussten die Schule verlassen, geschätzte Lehrer wurden entlassen oder versetzt. Man erfuhr von Verhaftungen, geliebte Schriftsteller wurden verboten, verehrte Künstler wurden als „entartete Kunst“ lächerlich gemacht – also immer enger spann sich das Netzt und immer offensichtlicher wurden die Lügen´, die Ungerechtigkeiten und Gewalttaten des NS Regimes. Und es wuchs unter diesen Menschengruppen, die eigentlich ein „anderes Deutschland“ vertreten wollten eine tiefe moralische Empörung immer begleitet von dem lähmenden Gefühl „man kann ja nichts tun“. Was konnte man denn auch tun? Aber die Empörung wurde immer stärker und die Begeisterung für das, was gut und wahr ist, wuchs auch. Brennendes Verlangen nach Menschenwürde und Menschenrechten, die jeder Staat seinen Bürgern gewähren sollte, wurden immer lauter. Und so wurde der Zusammenstoß mit den regierenden Mächten unvermeidlich. Aber dieses Streben und die Begeisterung für Menschenwürde und Freiheit muss immer weiter leben, darf niemals vergessen werden. Und so möchte ich am Ende die Namen derer aussprechen, die ihr Leben gegeben haben für so hohe Ideale, für die Würde und Freiheit des Menschen. Mögen auch die Namen dieser jungen Menschen nie vergessen werden!

Willi Graf Kurt Huber Christl Probst Alexander Schmorell Sofie Scholl Hans Scholl --Veremundus 08:21, 16. Mär. 2008 (CET)

Duty and 'euthanasia'[Quelltext bearbeiten]

Nurs Ethics. 2007 Nov ;14 (6):781-94 17901188 (P,S,E,B) Duty and 'euthanasia': the nurses of meseritz-obrawalde.

Susan Benedict, Arthur Caplan, Traute Lafrenz Page

This article examines the actions and testimonies of 14 nurses who killed psychiatric patients at the state hospital of Meseritz-Obrawalde in the Nazi 'euthanasia' program. The nurses provided various reasons for their decisions to participate in the killings. An ethical analysis of the testimonies demonstrates that a belief in the relief of suffering, the notion that the patients would 'benefit' from death, their selection by physicians for the 'treatment' of 'euthanasia', and a perceived duty to obey unquestioningly the orders of physicians were the primary ethical reasons that were stated for their behavior. However, 20 years had elapsed between the killings and the trial, thus giving ample opportunity for the defendants to develop comfortable rationales for their actions and for their attorneys to have observed successful defenses of others accused of euthanasia. --217.238.50.137 08:36, 16. Mär. 2008 (CET)

Streng genommen gehörte Margaretha Rothe nicht dazu...[Quelltext bearbeiten]

Traute Lafrenz, Heinz Kucharski und Margaretha Rothe gehörten zur Klasse der Studienrätin Erna Stahl. Streng genommen gehörte Margaretha Rothe nicht dazu, da sie erst seit Ende 1936 in der LS war, Erna Stahl ja aber Ostern 1935 versetzt worden war.

Traute Lafrenz brachte das dritte Flugblatt nach Hamburg und gab es ihrem früheren Schulkameraden Heinz Kucharski, der es weiterverbreitete.--217.238.41.158 20:08, 30. Mär. 2008 (CEST)

Doppelname[Quelltext bearbeiten]

Müsste der Artikel nicht "Traute Lafrenz-Page" heissen? Immerhin scheint dies ihr aktueller Name zu sein...--Wordfreak 10:34, 22. Okt. 2010 (CEST) -- Privat und "amtlich" nennt sie sich "Page", insbesondere in den USA. Der Doppelname "Lafrenz-Page" stammt (zur Identifikation) von deutscher Seite. 91.20.245.76 09:27, 16. Jun. 2011 (CEST)

der Beitrag in dem US-amerikanischen Fachblatt trägt ihren Doppelnamen. NCBI --Goesseln (Diskussion) 01:18, 20. Feb. 2013 (CET)
o.k. - dies ist dann auch der amerikanischen Öffentlichkeit geschuldet, in der T.L.'s Verbindung zur Weißen Rose erst in jüngerer Zeit Beachtung fand, aber - soweit bekannt - nichts an ihrem privat und amtlich verwendeten Namen "Page" ändert. Übrigens wurde früher zur Kennzeichnung ihrer Identität in Deutschland der Name "Lafrenz" gelegentlich nachgestellt,also: "Traute Page-Lafrenz".(Vgl.z.B.: Die Lichtwarkschule. Idee und Gestalt. Hrsg. Arbeitskreis Lichtwarkschule. Hamburg 1979, S.186)--91.38.67.240 07:51, 20. Feb. 2013 (CET)

Urteil?[Quelltext bearbeiten]

Gibt es ein Urteil in Hamburg? Ich habe verstanden, dass sie nach Ihrer Verhaftung in mehreren Gefängnissen bis zum Kriegsende war. War das mit - oder ohne Urteil? --Flo Sorg (Diskussion) 18:26, 19. Okt. 2013 (CEST)

Zwar haben in Hamburg noch Prozesse gegen die weiblichen Mithäftlinge von Traute Lafrenz stattgefunden, aber diese waren bereits in Bayreuth befreit worden. Gegen Traute Lafrenz selbst wurde keine erneute Anklage erhoben. 91.38.6.205 11:35, 1. Apr. 2014 (CEST)