Dominique Baudis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dominique Baudis (2009)

Dominique Baudis (* 14. April 1947 in Paris; † 10. April 2014 ebenda) war ein französischer Journalist und Politiker der Union pour un mouvement populaire (UMP).

Leben[Bearbeiten]

Nach seiner Schulzeit studierte Baudis Politikwissenschaften. Ab 1971 war er als Journalist im Libanon tätig. Als Auslandskorrespondent für ORTF und für den französischen Fernsehsender TF1 berichtete er aus dem Nahen Osten. Als Nachrichtensprecher auf TF1 arbeitete er von 1977 bis 1980 und von 1980 bis 1982 auf FR3.

Baudis war am Anfang seiner politischen Laufbahn Mitglied der christdemokratischen Partei Centre des démocrates sociaux und wechselte dann zur UMP. Er wurde 1983 als Nachfolger seines Vaters Pierre Baudis Bürgermeister von Toulouse und blieb in diesem Amt bis 2001. 2003 wehrte er sich im Rahmen der Affäre um den Serienmörder Patrice Alègre gegen Anschuldigungen, die im Zusammenhang mit seiner Amtszeit als Bürgermeister erhoben wurden.

Von 1986 bis 2001 war Baudis Abgeordneter in der Nationalversammlung. Von Mai 2000 bis Januar 2001 leitete er das Comité editorial von Le Figaro und war anschließend bis 2007 Präsident der Behörde Conseil supérieur de l’audiovisuel, wofür er sein Abgeordnetenmandat ablegen musste. Im Februar 2007 wechselte er in die Leitung des Institut du monde arabe. Baudis war von 1984 bis 1989 und von 2009 bis Juni 2011 Abgeordneter im Europäischen Parlament. Seit dem 22. Juni 2011 war er nach Ernennung „Défenseur des Droits“ von Frankreich.

Baudis erlag wenige Tage vor seinem 67. Geburtstag in dem Pariser Krankenhaus Val-de-Grâce einem Krebsleiden. Er hinterließ seine zweite Ehefrau sowie drei Kinder.[1]

Ehrungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Le Défenseur des droits et ancien maire de Toulouse Dominique Baudis est mort, abgerufen am 12. April 2014 (französisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dominique Baudis – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien