Midi-Pyrénées

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Midi-Pyrénées
Ehemalige französische Region (bis 2015)
Flagge der früheren fRegion Midi-Pyrénées Wappen der früheren Region Midi-Pyrénées
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Über dieses Bild
Basisdaten
Heute Teil von Languedoc-Roussillon-Midi-Pyrénées
Verwaltungssitz Toulouse
Bevölkerung

 – gesamt 1. Januar 2013
 – Dichte

2.954.157 Einwohner
65,1 Einwohner je km²

Fläche

 – gesamt
 – Anteil an Frankreich:

45.348 km²
7,1 %

Départements 8
Arrondissements 22
Kantone 293
Gemeinden 3.020
Früherer ISO 3166-2-Code FR-N

Midi-Pyrénées [midipireˈne] war eine Region im Südwesten Frankreichs, die aus den Départements Ariège, Aveyron, Haute-Garonne, Gers, Lot, Hautes-Pyrénées, Tarn und Tarn-et-Garonne bestand. Sie hatte eine Fläche von 45.348 km² und 2.954.157 Einwohner (Stand 1. Januar 2013). Hauptstadt der Region war Toulouse.

Der Name der Region ist eine Neuschöpfung, die sich aus Midi (französisch für Mittag, Süden, auch als allgemeine Bezeichnung für Südfrankreich gebräuchlich) und dem französischen Namen der Pyrenäen (Pyrénées) zusammensetzt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region Midi-Pyrénées grenzt im Süden an Spanien und Andorra, im Westen an die Region Aquitanien, im Osten an Languedoc-Roussillon und im Norden an die Auvergne und das Limousin.

Die Region lässt sich in drei Landschaftszonen einteilen: Der Süden wird vom Hochgebirgszug der Pyrenäen geprägt. Der Nordosten und äußerste Norden gehören zum Mittelgebirge des Zentralmassivs. Der zentrale und nordwestliche Teil der Region ist hingegen eben. Er wird vom Flusslauf der Garonne und ihren Nebenflüssen geprägt, die den größten Teil der Region zum Atlantik hin entwässern.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Rot ein goldenes Tolosanerkreuz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Region ist eine Neuschöpfung, die sich aus Teilen verschiedener historischer Territorien zusammensetzt. Sie entstand 1960 mit der Einrichtung der Regionen in Frankreich. 1972 erhielt die Region den Status eines Établissements public unter Leitung eines Regionalpräfekten. Durch die Dezentralisierungsgesetze von 1982 erhielten die Regionen den Status von Collectivités territoriales (Gebietskörperschaften), wie ihn bis dahin nur die Gemeinden und die Départements besessen hatten. Im Jahre 1986 wurden die Regionalräte erstmals direkt gewählt. Seitdem wurden die Befugnisse der Region gegenüber der Zentralregierung in Paris schrittweise erweitert.

Bis 1789 gehörte der nördliche Teil der Region zur historischen Provinz Guyenne (Aquitanien), der Südwesten zur Gascogne, der Südosten (einschließlich der Stadt Toulouse) größtenteils zum Languedoc, der äußerste Südosten bildete die Grafschaft Foix (Comté de Foix).

Die Grafen von Toulouse waren im 12. Jahrhundert die mächtigsten Herrscher Südfrankreichs, bis sie in den Albigenserkriegen besiegt wurden. Die Katharer oder Albigenser hatten in dieser Gegend ihren Hauptsitz.

Am 1. Januar 2016 fusionierte die Region Midi-Pyrénées mit der benachbarten Region Languedoc-Roussillon zur Region Languedoc-Roussillon-Midi-Pyrénées.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerungsverteilung der Region ist stark auf die Hauptstadt Toulouse ausgerichtet, in deren Agglomeration ein Drittel der Bevölkerung lebt. Die übrige Region ist vorwiegend kleinstädtisch und ländlich geprägt.

Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bevölkerungsreichsten Städte der Region Midi-Pyrénées sind:

Stadt Einwohner (Jahr) Département
Toulouse 458.298 (2013) Haute-Garonne
Montauban 57.921 (2013) Tarn-et-Garonne
Albi 49.342 (2013) Tarn
Tarbes 41.062 (2013) Hautes-Pyrénées
Castres 41.636 (2013) Tarn
Colomiers 38.302 (2013) Haute-Garonne
Tournefeuille 26.206 (2013) Haute-Garonne
Muret 24.725 (2013) Haute-Garonne
Rodez 23.741 (2013) Aveyron
Blagnac 22.969 (2013) Haute-Garonne

Politische Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region Midi-Pyrénées ist in acht Départements untergliedert:

Département Präfektur ISO 3166-2 Arrondissements Kantone Gemeinden Einwohner (Jahr) Fläche
(km²)
Dichte
(Einw./km²)
Ariège Foix FR-09 3 22 332
000000000152684.0000000000152.684 (2013)
000000000004890.00000000004.890 000000000000031.200000000031,2
Aveyron Rodez FR-12 3 46 304
000000000277740.0000000000277.740 (2013)
000000000008735.00000000008.735 000000000000031.800000000031,8
Haute-Garonne Toulouse FR-31 3 53 589
000000001298562.00000000001.298.562 (2013)
000000000006309.00000000006.309 000000000000205.8000000000205,8
Gers Auch FR-32 3 31 463
000000000190276.0000000000190.276 (2013)
000000000006257.00000000006.257 000000000000030.400000000030,4
Lot Cahors FR-46 3 31 340
000000000173758.0000000000173.758 (2013)
000000000005217.00000000005.217 000000000000033.300000000033,3
Hautes-Pyrénées Tarbes FR-65 3 34 474
000000000228868.0000000000228.868 (2013)
000000000004464.00000000004.464 000000000000051.300000000051,3
Tarn Albi FR-81 2 46 323
000000000381927.0000000000381.927 (2013)
000000000005758.00000000005.758 000000000000066.300000000066,3
Tarn-et-Garonne Montauban FR-82 2 30 195
000000000250342.0000000000250.342 (2013)
000000000003718.00000000003.718 000000000000067.300000000067,3

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht die Region einen Index von 100.2 (EU-27:100) (2004). Damit steht sie an 11. Stelle der 26 französischen Regionen.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Regionales BIP je Einwohner in der EU25, Eurostat News Release 63/2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Midi-Pyrénées – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 44° N, 2° O