Dora Riparia

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Dora Riparia
Doire Ripaire.png
Daten
Gewässerkennzahl FRY6800520
Lage Frankreich, Region Provence-Alpes-Côte d’Azur und Italien, Region Piemont
Flusssystem Po
Abfluss über Po → Adria
Quelle Frankreich, im Gemeindegebiet von Montgenèvre
44° 54′ 49″ N, 6° 44′ 27″ O
Quellhöhe ca. 2300 m
Mündung Italien, bei Turin in den PoKoordinaten: 45° 4′ 42″ N, 7° 43′ 29″ O
45° 4′ 42″ N, 7° 43′ 29″ O
Mündungshöhe ca. 240 m s.l.m.
Höhenunterschied ca. 2060 m
Sohlgefälle ca. 16 ‰
Länge 125 km
Einzugsgebiet 1231 km²
Dora Riparia kurz vor Turin

Dora Riparia kurz vor Turin

Die Dora Riparia ist ein 125 km langer linker Nebenfluss des Po in der italienischen Region Piemont. Er hat ein Einzugsgebiet von 1.231 km².

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fluss entspringt als Doire im französischen Teil der Cottischen Alpen, südöstlich des Col de Montgenèvre, im Gemeindegebiet von Montgenèvre, Département Hautes-Alpes. Auf italienischem Staatsgebiet nimmt er den Namen Piccola Dora an und wird nach dem Zusammenfluss mit den Gebirgsbächen Ripa della valle Argentera und Thuras di Busson nahe dem Ort Cesana zur Dora Riparia. Nach Durchfließen des Susatals und Aufnahme seines größten Nebenflusses, der Dora di Bardonecchia bei Oulx, sowie der Gebirgsbäche Galambra und Cenischia kurz vor Susa ergießt er sich in die Po-Ebene.

Weitere kleine Nebenflüsse und -bäche auf dem Weg durch die Gebiete der Gemeinden Avigliana, Alpignano, Pianezza und Collegno sind der Gravio di Condove, der Sessi di Caprie und der Messa di Almese von links, sowie der Scaglione di Meana und der Gravio di Villarfocchiard von rechts. Schließlich mündet die Dora Riparia bei Turin als linker Nebenfluss in den Po.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Stelle der Einmündung in den Po entstand in römischer Zeit die Stadt Turin. Der Fluss wird bereits seit dem Mittelalter zur Energieerzeugung genutzt, sein Wasser wurde durch Kanäle, so genannte duriae, geleitet und unter anderem zum Betrieb von Mühlen eingesetzt.

Im Zuge der industriellen Revolution, insbesondere im 20. Jahrhundert, hat sich die Wasserqualität drastisch verschlechtert. Erst in den 90er Jahren wurde eine Initiative zur Renaturierung des Flusses ins Leben gerufen.

Im Jahr 2002 wurde der Landschaftspark Parco agro-naturale della Dora Riparia gegründet. Finanziert von der Gemeinde Collegno und der Region Piemont wird versucht, einen Ausgleich zwischen Ansprüchen des Naturschutzes und der Landwirtschaft herzustellen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dora Riparia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien