Ehrenhain (Nobitz)

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Koordinaten: 50° 56′ 21″ N, 12° 30′ 31″ O

Ehrenhain
Gemeinde Nobitz
Wappen des Ortes
Höhe: 245 (229–262) m ü. NN
Fläche: 3,51 km²
Einwohner: 815 (21. Jun. 2010)
Bevölkerungsdichte: 232 Einwohner/km²
Eingemeindung: 8. März 1994
Postleitzahl: 04603
Vorwahl: 034494
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Lage von Ehrenhain in Nobitz

Ansicht der Kirche von Westen

Ansicht der Kirche von Westen

Ehrenhain ist ein Ortsteil der ostthüringischen Gemeinde Nobitz im Altenburger Land an der Bundesstraße 180. Die ehemals eigenständige Gemeinde Ehrenhain mit ihren Ortsteilen Dippelsdorf, Nirkendorf und Oberarnsdorf wurde 1994 im Zuge der Gemeindegebietsreform nach Nobitz eingemeindet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenhain ist im landwirtschaftlich geprägten Altenburg- Zeitzer Lößhügelland als Ausläufer der Leipziger Tieflandsbucht und des Erzgebirgsvorlandes gelegen. Das Gewässer Spannerbach durchfließt den Ort. Nachbarorte sind im Nordwesten beginnend Dippelsdorf, Klausa und Garbus sowie im Osten der Ort Nirkendorf als Ortsteile von Nobitz, im Südosten Niederarnsdorf als Ortsteil von Ziegelheim, im Süden Oberarnsdorf als südlichsten Ortsteil von Nobitz und im Westen die beiden Altenburger Ortsteile Mockzig und Zschaiga.

Zu Ehrenhain gehört der ehemalige Ort Heiersdorf, der mit dem Hauptort verschmolz und 1923 eingemeindet wurde, das südlich angrenzende Gewerbegebiet Am Thomelt-Grund sowie die sich anschließende Thomas-Müntzer-Siedlung, in der sich die ehemalige Gaststätte Schellzehne befindet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist höchstwahrscheinlich eine deutsche Randsiedlung im damaligen dicht bewaldeten Pleißenland, wohingegen das Altenburger Land nun der waldärmste Landkreis Thüringens und stark agrarisch geprägt ist. Im Jahre 1279 erfolgt mit Siegfried von Hagen die erste urkundliche Erwähnung der mittelalterlichen Wasserburg. Der Ortsname wird 1374 als Fuchshayn genannt und 1708 in Ehrenhain umbenannt. Aus der Wasserburg entstand eines der größten Rittergüter im Herzogtum Sachsen-Altenburg mit vielen Ländereien, so zumindest heißt es in einer Urkunde aus dem Jahre 1886.

Im 20. Jahrhundert wurden folgende Orte nach Ehrenhain eingemeindet: Heiersdorf (1923),[1] Nirkendorf[2] und Dippelsdorf[3] (1. Juli 1950) und Oberarnsdorf (1. August 1963).[4] Nachdem Ehrenhain im Jahr 1990 mit dem Altenburger Land wieder zu Thüringen kam erfolgte am 8. März 1994 die Eingemeindung von Ehrenhain und seiner Ortsteile in die Gemeinde Nobitz. Seitdem gelten Oberarnsdorf, Dippelsdorf und Nirkendorf als eigenständige Ortsteile von Nobitz, einzig Heiersdorf gehört zum Ortsteil Ehrenhain.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ehrenhain steht eine gotische Dorfkirche.

Industrie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 180 durchzieht den Ort komplett. Die nächstgelegene Anschlussstelle der Bundesautobahn 4 ist Glauchau-Ost in einer Entfernung von 15 km. Der Flughafen Leipzig- Altenburg befindet sich 4 km nördlich.

Des Weiteren besitzt Ehrenhain ein großes Gewerbegebiet mit kleinen und mittelständischen Unternehmen. Zudem siedelte sich 1990 Neoplan an, welches bis 2014 Sitz von Göppel Bus war. Nach der Insolvenz des seit 1923 bestehenden Ehrenhainer Traditionsunternehmens siedelte sich auf einem Teil des Werkes die Gößnitzer Stahlrohrmöbel GmbH an.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ehrenhain (Nobitz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heiersdorf auf gov.genealogy.net
  2. Nirkendorf auf gov.genealogy.net
  3. Dippelsdorf auf gov.genealogy.net
  4. Oberarnsdorf auf gov.genealogy.net