Jückelberg

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Jückelberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Jückelberg hervorgehoben
Koordinaten: 50° 56′ N, 12° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Altenburger Land
Verwaltungs­gemeinschaft: Wieratal
Höhe: 248 m ü. NHN
Fläche: 7,9 km2
Einwohner: 280 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km2
Postleitzahl: 04618
Vorwahl: 034497
Kfz-Kennzeichen: ABG, SLN
Gemeindeschlüssel: 16 0 77 019
Gemeindegliederung: Hauptort, 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Flemmingen 44B
04618 Jückelberg
Webpräsenz: www.wieratal.de
Bürgermeister: Jürgen Haupt (parteilos)
Lage der Gemeinde Jückelberg im Landkreis Altenburger Land
Altenburg Nobitz Langenleuba-Niederhain Altkirchen Dobitschen Drogen Fockendorf Frohnsdorf Gerstenberg Göhren (bei Altenburg) Göllnitz Göpfersdorf Gößnitz Haselbach (bei Altenburg) Heukewalde Heyersdorf Jonaswalde Jückelberg Kriebitzsch Löbichau Lödla Lucka Lumpzig Mehna Meuselwitz Monstab Nöbdenitz Ponitz Posterstein Rositz Nobitz Schmölln Starkenberg Thonhausen Treben Vollmershain Wildenbörten Windischleuba Ziegelheim Thüringen Landkreis Greiz Sachsen-Anhalt SachsenKarte
Über dieses Bild

Jückelberg ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Wieratal im thüringischen Landkreis Altenburger Land. Sie ist die östlichste Kommune des Bundeslandes.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Jückelberg liegt im Osterland und ist die östlichste Gemeinde Thüringens. Im Nordosten der Gemeinde befindet sich ein Sandsteinbergrücken, der sogenannte Heidelberger.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Jückelberg, Flemmingen und Wolperndorf. Flemmingen und Wolperndorf wurden am 1. Januar 1973 eingemeindet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind (im Uhrzeigersinn) die Stadt Penig mit dem Ortsteil Niedersteinbach im sächsischen Landkreis Mittelsachsen, die Stadt Limbach-Oberfrohna mit dem Ortsteil Wolkenburg-Kaufungen im ebenfalls zu Sachsen gehörenden Landkreis Zwickau, die Stadt Waldenburg mit dem Ortsteil Dürrenuhlsdorf im Landkreis Zwickau sowie Göpfersdorf inklusive des Ortsteiles Garbisdorf, Frohnsdorf und Langenleuba-Niederhain mit dem Ortsteil Beiern im Landkreis Altenburger Land.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jückelberg wurde erstmals 1280 in einem Steuerverzeichnis genannt. Im Jahre 1866 wurde ein mittelalterliches Steinkreuz entdeckt, welches einer Sage nach dort aufgestellt wurde, weil sich ein Zimmermann und ein Fleischer dort umbrachten.[2]

Jückelberg gehörte zum wettinischen Amt Altenburg,[3][4] welches ab dem 16. Jahrhundert aufgrund mehrerer Teilungen im Lauf seines Bestehens unter der Hoheit folgender Ernestinischer Herzogtümer stand: Herzogtum Sachsen (1554 bis 1572), Herzogtum Sachsen-Weimar (1572 bis 1603), Herzogtum Sachsen-Altenburg (1603 bis 1672), Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg (1672 bis 1826). Bei der Neuordnung der Ernestinischen Herzogtümer im Jahr 1826 kam der Ort wiederum zum Herzogtum Sachsen-Altenburg. Nach der Verwaltungsreform im Herzogtum gehörte er bezüglich der Verwaltung zum Ostkreis (bis 1900)[5] bzw. zum Landratsamt Altenburg (ab 1900).[6] Das Dorf gehörte ab 1918 zum Freistaat Sachsen-Altenburg, der 1920 im Land Thüringen aufging. 1922 kam es zum Landkreis Altenburg.

Bei der zweiten Kreisreform in der DDR wurden 1952 die bestehenden Länder aufgelöst und die Landkreise neu zugeschnitten. Somit kam die Gemeinde Jückelberg mit dem Kreis Altenburg an den Bezirk Leipzig, der seit 1990 als Landkreis Altenburg zu Thüringen gehörte und 1994 im Landkreis Altenburger Land aufging. Am 1. Januar 1973 wurden Flemmingen und Wolperndorf eingemeindet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1994: 359
  • 1995: 360
  • 1996: 351
  • 1997: 366
  • 1998: 362
  • 1999: 372
  • 2000: 373
  • 2001: 369
  • 2002: 370
  • 2003: 366
  • 2004: 364
  • 2005: 347
  • 2006: 357
  • 2007: 343
  • 2008: 326
  • 2009: 328
  • 2010: 321
  • 2011: 306
  • 2012: 288
  • 2013: 278
  • 2014: 281
  • 2015: 280
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister war von 1994 bis 1999 Bernd Gräfe. Seitdem begleitete bis 2016 Jörg Steinmetz dieses Amt. Am 5. Juni 2016 wurde Jürgen Haupt mit einer Mehrheit von 98,3 % ohne Gegenkandidaten und einer Wahlbeteiligung von 48,2 % (+ 2,7 %p) als Bürgermeister gewählt.[7]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

  • CDU - 4 Sitze (73,6 %)
  • Feuerwehrverein Wolperndorf - 2 Sitze (26,4 %)

Die Wahlbeteiligung lag bei 55,0 %.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Ortsteil Wolperndorf steht unter Denkmalschutz, so finden sich zahlreiche historische Vierseithöfe und Fachwerkhäuser in dem Ort. Erstmals urkundlich erwähnt wird das Waldhufendorf 1336. Die im Ortsmittelpunkt befindliche Kirche wurde 1580 im spätgotischen Stil erbaut.
  • Ebenfalls eine spätgotische Kirche befindet sich im Ortsteil Flemmingen, diese wurde allerdings 1490 errichtet. Der heute noch erhaltene romanische Chor stammt aus dem Jahre 1252.

Siehe auch: Liste der Kirchen im Altenburger Land

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Steinkreuz auf suehnekreuz.de
  3. Das Amt Altenburg im Buch „Geographie für alle Stände“, ab S. 201
  4. Die Orte des Amts Altenburg ab S.83
  5. Der Ostkreis des Herzogtums Sachsen-Altenburg im Gemeindeverzeichnis 1900
  6. Das Landratsamt Altenburg im Gemeindeverzeichnis 1900
  7. Ergebnisse der Bürgermeisterwahl auf der Seite des Landeswahlleiter Thüringen, abgerufen am 31. Juli 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jückelberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien