Eichhof (Bad Hersfeld)

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Eichhof
Koordinaten: 50° 50′ 59″ N, 9° 40′ 29″ O
Höhe: 264 (209–295) m
Einwohner: 1065 (1. Jan. 2004)
Postleitzahl: 36251
Vorwahl: 06621
Blick auf den Eichhof
Blick auf den Eichhof
Bahnübergang und Eichhofkreisel unterhalb des Ortsteils.

Der Eichhof ist ein Stadtteil von Bad Hersfeld, gelegen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, in Hessen. Der eigentliche Name des Stadtteils lautet Eichhofsiedlung.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtteil liegt etwa 3 km südwestlich von Bad Hersfeld. Er liegt an den südlichen Hängen der ersten Anhöhen (Dilgesrod, Bilsing) die zum Lax-Berg (408,4 m ü. NN) im Knüllgebirge ansteigen. Das bebaute Gebiet liegt auf 209 m ü. NN an der A 4 und steigt bis 295 m ü. NN an den Hängen des Lax-Berges an.

Der Eichhof ist über die Straße Am Schloß Eichhof erreichbar, die zwischen Bad Hersfeld und dem Stadtteil Asbach, am Eichhofkreisel von der Bundesstraße 62, abzweigt. Unterhalb des Ortsteils verläuft die Bahnstrecke Bad Hersfeld–Treysa.

Der Becherbach fließt unterhalb des Ortes vorbei und mündet zwischen den Fuldabrücken der B 62 und der A 4 in die Fulda. Ebenfalls unterhalb des Ortes verläuft die A 4, zu der es eine Behelfsauffahrt in westlicher Richtung für Polizei und Feuerwehr gibt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heutige Ortsteil Eichhof ist 1950, als Siedlung für Flüchtlinge, entstanden. Bauträger war damals die Hessische Heimstätte. Später wurde von den Flüchtlingen die Siedlungsgemeinschaft Eichhof gegründet. Bis Mitte 1953 wurden 167 Wohnungen für circa 680 Personen errichtet, 40 weitere Wohnungen waren im Bau. Damals wurde eine evangelische und eine katholische Kirche erbaut. Mit der Siedlung entstanden auch Arbeitsplätze. So wurde ein Bauernhof, ein Gärtnerei, eine Schreinerei, ein Friseurgeschäft, verschiedene Einzelhandelsgeschäfte und landwirtschaftliche Nebenerwerbsstellen geschaffen. Neben einer Bäckerei existierten auch eine kleine Post und ein Handwerksbetrieb.

1962 wurde ein eigener Sportverein, der SSV Eichhof 1962 e. V., gegründet. Die Vereinsfarben sind Schwarz und Weiß.

Heute sind die meisten der Geschäfte und Betriebe aus dem Gesamtbild des Ortsteils verschwunden.

Seit dem 12. Dezember 2012 gab es zur Nahversorgung und als Stadtteiltreff ein „Lädchen für Alles“. Dieser Laden wurde in Zusammenarbeit von Tegut und dem Verein die Brücke (Verein für psychosoziale Hilfen im Kreis Hersfeld-Rotenburg e. V.) betrieben, welcher mittlerweile wieder geschlossen wurde.

Das Internetkaufhaus Amazon errichtete 1999[1] westlich der Siedlung sein erstes Logistikzentrum in Bad Hersfeld; die Firma RS Components gesellte sich ein Jahr später gegenüberliegend hinzu. Ein kleiner Solarpark wurde Ende 2008 gegründet. Am 19. August 2011 wurde das Hessische Biogas-Forschungszentrum (HBFZ) eröffnet.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1994 2004
Einwohner 1.121 1.066

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rund um den Eichhof bestehen mehrere Wanderwege. Man kann im Stadtwald bis auf den Tanzplatz wandern oder sogar bis in die Lange Heide. Wenn man dem Bachlauf des Becherbaches etwa 600 m folgt, kommt man an die Fiebighütte. Hier beginnt ein Waldlehrpfad, an seinem höchsten Punkt steht eine Köhlerhütte.

Unterhalb des Stadtteils liegt das Schloss Eichhof, das hessische Staatsgut Eichhof und die Eichmühle. Von dort führen Radwanderwege nach Bad Hersfeld oder weiter an der Fulda entlang Richtung Niederaula und Schlitz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kai A. Struthoff: Willkommen Amazon (Memento vom 18. April 2010 im Internet Archive) Hersfelder Zeitung (HZ) vom 4. November 2008, Wiedergabe bei Wirtschaftsförderung Hersfeld-Rotenburg
  2. Hessisches Biogas-Forschungszentrum bündelt die hessischen Biogasaktivitäten@1@2Vorlage:Toter Link/www.hessen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf hessen.de