Landkreis Hersfeld-Rotenburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Hersfeld-Rotenburg Deutschlandkarte, Position des Landkreises Hersfeld-Rotenburg hervorgehobenKoordinaten: 50° 52′ N, 9° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Verwaltungssitz: Bad Hersfeld
Fläche: 1.097,12 km²
Einwohner: 121.166 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: HEF, ROF
Kreisschlüssel: 06 6 32
Kreisgliederung: 20 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Friedloser Straße 12
36251 Bad Hersfeld
Webpräsenz: www.hef-rof.de
Landrat: Michael Koch (CDU)
Lage des Landkreises Hersfeld-Rotenburg in Hessen
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Über dieses Bild

Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg liegt im Regierungsbezirk Kassel mit Flächenanteilen in Nordhessen (Altkreis Rotenburg) und Osthessen (Altkreis Hersfeld).

Im touristischen Bereich hat sich für den Landkreis der Name Waldhessen eingebürgert.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kreisgebiet umfasst im Wesentlichen das mittlere Fuldatal. Westlich davon steigen die Höhen des Knüllgebirges (gelegentlich Knüll genannt) an, östlich die Höhen des Werra-Fulda-Berglandes mit dem Seulingswald. Höchste Erhebung des Kreises ist der Eisenberg (636 m) im Hochknüll.

Im Süden liegen die Nordausläufer der Rhön. Der von der Werra tangierte Osten des Kreisgebietes um Heringen (Werra) gehört zum Werra-Kalirevier.

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordosten beginnend an die Landkreise Werra-Meißner-Kreis (in Hessen), Wartburgkreis (in Thüringen), Fulda, Vogelsbergkreis und Schwalm-Eder-Kreis (beide wiederum in Hessen).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heutige Kreisgebiet gehörte schon sehr früh zu Landgrafschaft Hessen, dem späteren Kurfürstentum Hessen. Die Region um Rotenburg gehörte seit dem 13. Jahrhundert zu Hessen, und das geistliche Fürstentum Hersfeld folgte im Laufe des 16. Jahrhunderts. Hier wurden Anfang des 19. Jahrhunderts die beiden Ämter Hersfeld (innerhalb der Provinz Fulda) und Amt Rotenburg (innerhalb der Provinz Niederhessen) gebildet. Aus den Ämtern wurden im Jahre 1821 Kreise gebildet.

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen entstand am 1. August 1972 der neue Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Er wurde gebildet aus

Zeitgleich mit der Gründung des Landkreises wurde durch eine Reihe von Gemeindefusionen die bis heute bestehende Verwaltungsgliederung geschaffen.[3][4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Quelle
1975 131.400 [5]
1980 127.700 [6]
1990 129.200 [6]
2000 130.654 [7]
2010 122.233 [7]
2014 119.394 [7]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[8] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[9][10][11]

Diagrammdarstellung von Wahlergebnis und Sitzverteilung
Wahl des Hersfeld-Rotenburger Kreistags 2016
 %
40
30
20
10
0
36,9 %
30,0 %
12,4 %
6,9 %
5,9 %
5,1 %
2,8 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-6,0 %p
-4,1 %p
+12,4 %p
+1,1 %p
-4,3 %p
+1,5 %p
+0,3 %p
-0,9 %p
Sitzverteilung im Kreistag 2016
       
Von 61 Sitzen entfallen auf:
Wahlvorschläge %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 36,9 22 42,9 26 48,1 29 50,7 31
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 30,0 18 34,1 21 37,2 23 35,4 21
AfD Alternative für Deutschland 12,4 8
FWG FREIE WÄHLER Freie Wählergemeinschaft
FREIE WÄHLER Hersfeld-Rotenburg e.V.
6,9 4 5,8 4 4,5 3 4,4 3
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 5,9 4 10,2 6 2,9 2 4,0 2
FDP Freie Demokratische Partei 5,1 3 3,6 2 3,0 2 2,8 2
DIE LINKE. DIE LINKE. 2,8 2 2,5 1 1,9 1
FL Freie Liste 0,9 1
Unabhängige Unabhängige Wahlalternative Hersfeld-Rotenburg 1,4 1
REP Die Republikaner 2,8 2
Gesamt 100,0 61 100,0 61 100,0[12] 61 100,0 61
Wahlbeteiligung in % 53,9 52,0 54,2 61,1

Landrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Landratsamt in Bad Hersfeld

Die erste Direktwahl eines Landrates im Landkreis fand am 2. März 1997 statt. Hier setzte sich der Kandidat der SPD, Roland Hühn, mit einem Stimmenanteil von 57,2 Prozent gegen einen CDU-Kandidaten durch. Bei der nächsten Wahl am 2. Februar 2003 trat Karl-Ernst Schmidt von der CDU gegen Landrat Roland Hühn an und gewann die Wahl mit einem Stimmenanteil von 50,3 Prozent. Der Landrat Karl-Ernst Schmidt wurde am 26. April 2009 mit einem Stimmenanteil von 59,8 % wiedergewählt, für die SPD kandidierte Manfred Koch.

Am 29. März 2015 wurde Michael Koch (CDU) mit 58,4 % der Stimmen zum Landrat gewählt. Er setzte sich in der Stichwahl gegen Elke Künholz (SPD) durch. Im ersten Wahlgang am 15. März 2015 scheiterten Werner David (FDP), Alexander Sauer sowie Jörg Brand (beide parteilos).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Wappenbeschreibung:

„Gespalten von Silber und Rot, vorne ein facettiertes Doppeltatzenkreuz, hinten ein waagerechter silberner Ast, aus dem ein Zweig mit drei silbernen Lindenblättern emporwächst“

Wappenbegründung:

Das facettiertes Doppeltatzenkreuz ist das rote Hersfelder Doppelkreuz, das Zeichen des alten Stiftes Hersfeld, der Lindenast das Wappen der Stadt Rotenburg an der Fulda. Die Symbole versinnbildlichen die beiden ehemaligen Kreisstädte. Auch die früheren Kreiswappen trugen bereits diese Symbole. Das Wappen wurde am 29. März 1976 genehmigt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Hersfeld und Bebra sind Fernbahnhöfe mit Intercity-Express- und Intercity-Halten.

In Bebra schneiden sich die Mitte-Deutschland-Verbindung Ruhrgebiet–Kassel–Erfurt–Chemnitz/Leipzig und die alte Nord-Süd-Strecke Hannover–Frankfurt/Würzburg.

Die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg führt ohne Halt durch das Kreisgebiet. Anschlusskurven nach Bebra oder Bad Hersfeld als Verbindung Richtung Erfurt sind langfristig geplant.

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen 7 (Würzburg–Kassel), 5 (Frankfurt–Hattenbacher Dreieck (Ende der A 5)) und 4 (Kirchheimer Dreieck–Erfurt). Ferner erschließen mehrere Bundes- Landes- und Kreisstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 27, die B 62 und die B 83.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2015[13])

Städte

  1. Bad Hersfeld (29.116)
  2. Bebra (13.888)
  3. Heringen (Werra) (7294)
  4. Rotenburg a.d.Fulda (14.411)

Marktgemeinden

  1. Niederaula (5377)
  2. Philippsthal (Werra) (4156)

Gemeinden

  1. Alheim (4985)
  2. Breitenbach a. Herzberg (1754)
  3. Cornberg (1407)
  4. Friedewald (2420)
  5. Hauneck (3175)
  6. Haunetal (2943)
  7. Hohenroda (3114)
  8. Kirchheim (4093)
  9. Ludwigsau (5530)
  10. Nentershausen (2678)
  11. Neuenstein (3016)
  12. Ronshausen (2336)
  13. Schenklengsfeld (4527)
  14. Wildeck (4946)
Thüringen Vogelsbergkreis Landkreis Fulda Schwalm-Eder-Kreis Werra-Meißner-Kreis Alheim Rotenburg an der Fulda Cornberg Nentershausen (Hessen) Bebra Bebra Wildeck Heringen (Werra) Philippsthal (Werra) Friedewald (Hessen) Ludwigsau Neuenstein (Hessen) Hohenroda Schenklengsfeld Schenklengsfeld Hauneck Haunetal Niederaula Kirchheim (Hessen) Breitenbach am Herzberg Ronshausen Bad HersfeldGemeinden in HEF.svg
Über dieses Bild

Patenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldhessen als Marke

1954 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus dem Landkreis Mährisch Schönberg übernommen.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. August 1972 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Hersfeld gültige Unterscheidungszeichen HEF zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Eine Zeitlang erhielten Fahrzeuge aus dem Altkreis Rotenburg Kennzeichen mit den Buchstabenpaaren PA bis ZZ und den Zahlen von 1 bis 99, später auch 100 bis 999.

Seit dem 1. August 2013 ist zudem das Unterscheidungszeichen ROF (Rotenburg an der Fulda) erhältlich.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung in Hessen nach Gemeinden am 31.12.2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 413 f.
  3. Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Historisches Ortslexikon. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  4. Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Hersfeld und Rotenburg vom 11. Juli 1972, GVBl. I S. 217
  5. Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1976
  6. a b verwaltungsgeschichte.de: Landkreis Hersfeld-Rotenburg
  7. a b c Hessisches Statistisches Landesamt
  8. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2016 und 2011
  9. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2011 und 2006
  10. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2006 und 2001
  11. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2001 und 1997
  12. Die Gruppe Freier Deutscher errang 2006 keinen Sitz, aber 1,0 % der Stimmen.
  13. Bevölkerung in Hessen nach Gemeinden am 31.12.2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Landkreis Hersfeld-Rotenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Waldhessen – Reiseführer