El Bocho

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Paste-Up

El Bocho (* 1978 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Streetart- und Graffiti-Künstler. Seine Identität hält er geheim. Der Künstler lebt und arbeitet in Berlin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

El Bocho studierte Grafik-Design und arbeitete danach beruflich mit Typographie und Plakatkunst. Er zog vor einigen Jahren von Frankfurt am Main nach Berlin. Seit 1996 ist er anonym im Graffti- und Street-Art-Bereich im öffentlichen Raum unterwegs. Seine Werke sind weltweit zu finden aber besonders stark in seiner Wahlheimatstadt Berlin.

Der Künstler arbeitet mit Leinwand, Kreide, Illustration, Installation, Postern, Paste-Ups, Stencils, Stickern, Tape Art, Kacheln, Fotografie und Videos. Allerdings liegt ein Schwerpunkt bei Paste-Ups. [1].

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Little Lucy, Berlin

Er nutzt als Stilelemente Characters. Es handelt sich hier um immer gleiche Figuren. Little Lucy und ihre Katze, entnommen der tschechischen Serie Luzie, der Schrecken der Straße aus den 1970er-Jahren. Lucy malträtiert ihre Katze, die aber alle Mordversuche überlebt. Diese Variante der Serie hat er selbst entwickelt. Sie zeugt von seinem schwarzen Humor.

Kalle und Bernd, zwei sprechende Überwachungskameras, die beobachten und kritisch kommentieren, sind in Berlin oft zu finden.

Tina Berlina. 2014 entwickelte er Tina Berlina. Sie gibt den Touristen Tipps.

Seine romantische Art wird bei den teilweise sehr großen Porträts von Frauen im Pop Art-Style deutlich, die oft mit Sprüchen die Liebe zu ihrer Stadt mitteilen.

Zur Ausstellung Urban Affairs Extended schuf er 2009 das damals größte Tape-Art-Outdoor-Bild am leerstehenden Berliner Stadtbad Wedding.[2]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016: Kenya, Nairobi Muralpainting
  • 2016: Tokyo, Soloshow
  • 2016: Amsterdam, GO Gallery -Groupshow
  • 2014: Rosenheim, Museum - Städtische Galerie
  • 2013: Völklingen, UrbanArt Biennale (Völklinger Hütte)
  • 2013: Köln, Art Cologne
  • 2012: Ludwigsburg, Kunstverein
  • 2011: Permm, Russland, Museum für zeitgenössische Kunst (Музей современного искусства)
  • 2009: Berlin, Stadtbad Wedding
  • 2009: Berlin, Urban Affairs/Tape-Art-World-Rekord
  • 2009: Karlsruhe, Art Karlsruhe
  • 2009: London, Bricklane Gallery

Videodokumentationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Handelsblatt vom 22. Januar 2017 „Wo Graffiti aufhört und Street Art anfängt“
  2. Stadtbad Wedding. Größtes Tape-Art-Bild der Welt. Berliner Zeitung vom 27. Juni 2009. Abgerufen am 17. Januar 2017