Elisabeth Schweeger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Elisabeth Schweeger (* 24. März 1954 in Wien[1]) ist eine österreichische Literaturwissenschaftlerin, Kulturmanagerin und Intendantin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elisabeth Schweeger wurde 1954 in Wien geboren. Sie besuchte von 1960 bis 1973 das Lycée Français de Vienne und maturierte 1973. und studierte anschließend Vergleichenden Literaturwissenschaften, Philosophie, Romanistik und Germanistik in Innsbruck, Wien und Paris. Als Journalistin arbeitete sie bei der Zeitschrift Falter und war gemeinsam mit Peter Noever Mitherausgeberin der Architekturzeitschrift Umriss.

Nach Tätigkeiten als Dramaturgin in Bremen, München und Wien war sie von 1983 bis 1992 Dozentin an der Hochschule für Angewandte Kunst und an der Akademie der bildenden Künste Wien und unterrichtete die Meisterklasse Bühnenbild. Schweeger war 2007 außerdem Gast-Professorin an der Facoltà di Design e Arti della IUAV in Venedig.

Elisabeth Schweegers Engagement als Kuratorin umfasste unter anderem die Documenta 87, Ars Electronica 1988, eine Ausstellung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt 1989, die Kulturhauptstadt Europas in Berlin. 2001 war sie Kommissärin für den österreichischen Pavillon bei der Biennale in Venedig. Zwischen 1988 und 1992 war sie für die Reorganisation und Leitung des Ausstellungswesens an der Akademie der Bildenden Künste Wien verantwortlich. Von 1993 bis 2001 übernahm sie die Künstlerische Leitung des Marstall und war Chefdramaturgin am Bayerischen Staatsschauspiel in München, wo sie 1999 den Theaterpreis der Landeshauptstadt München erhielt. Von 2001 bis 2009 war sie Intendantin des Schauspiel Frankfurt. Anschließend übernahm sie von 2009 bis 2015 die Intendanz der KunstFestSpiele Herrenhausen in Hannover. 2018 war sie Kuratorin von „DonauArt – ein Kulturprojekt“ in der Landesgalerie Linz und beim Kunstprojekt Höhenrausch 2018. Sie kuratierte gemeinsam mit Genoveva Rückert und Martin Sturm die Ausstellung „Das andere Ufer“ im OÖ Kulturquartier.

Elisabeth Schweeger ist Mitglied in nationalen und internationalen Jurien und Netzwerken (u. a. in mitos21, E:UTSA, Kunststiftung NRW und Kunststiftung BW). Von September 2014 bis Ende März 2022 war Elisabeth Schweeger künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin der Akademie für Darstellende Kunst in Ludwigsburg. Im November 2022 übernahm Schweeger die künstlerische Leitung der Kulturhauptstadt 2024 Bad Ischl/Salzkammergut.[2]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Wiener Architekturgespräche“, Verlag Ernst und Sohn, Stuttgart.
  • „Räumungen. Von der Unverschämtheit, Theater für ein Medium der Zukunft zu halten“, zus. mit Ralph Hammerthaler. Alexander Verlag, Berlin 2000.
  • „Simulation und Illusion“ mit Beiträgen von Baudrillard, Druckrey, Schlosser, Rötzer, Weibel, Greenaway, Christaller, Kramer, Bijl, Maturana” Cantz Verlag, Stuttgart
  • „Frankfurter Dialoge I-VIII“ – Philosophische Salons mit Jean-Luc Nancy, K.Theweleit, H. Münkler, S. Neiman, W. Engler, B. Waldenfels, G. Hamacher, M.Lüdtke. Belleville Verlag, München 2002
  • „Täuschung ist kein Spiel mehr“. Nachdenken über Theater. Verlag Theater der Zeit, Berlin 2008.
  • „Interface. Kunst Stadt Theater“, Verlag Moderne Kunst Nürnberg, 14. April 2010

Medienberichte (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jörg Worat: Der Vorhang fällt / Eine Ära geht zu Ende: Dr. Elisabeth Schweeger, seit 2009 Intendantin der „KunstFestSpiele Herrenhausen“, bricht ihre Zelte in Hannover ab und leitet ab dem 1. September die Ludwigsburger Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg, in Eva Holtz (V.i.S.d.P., Red.): nobilis. Lebensart aus Hannover, 36. Jahrgang, Juni 2014, Hannover: Schlütersche Verlagsgesellschaft, 2014, ISSN 1437-6237, S. 46–49

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Elisabeth Schweeger auf mundinger.de (abgerufen am 6. Jänner 2023)
  2. Prof. Dr. Elisabeth Schweeger auf der Seite der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg GmbH (abgerufen am 6. Jänner 2023)