Elke Seefried

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Elke Seefried, 2018

Elke Seefried (* 1971 in Otting)[1] ist eine deutsche Historikerin. Sie hat seit 2014 die Professur für Neueste Geschichte an der Universität Augsburg inne und ist zugleich stellvertretende Direktorin des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ) in München und Berlin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seefried studierte zunächst Betriebswirtschaftslehre und schloss dieses Studium mit dem Diplom (FH) ab. Anschließend studierte sie Geschichte und Politikwissenschaft[2] und schloss 1999 mit dem MA ab. Ihre Magisterarbeit Der Einfluss von Remigranten auf die Bayerische Verfassung 1946 erhielt den Förderpreis der Herbert und Elsbeth Weichmann Stiftung (Hamburg).[3] Bis 2004 schloss sich ein Promotionsstudium an der Universität Augsburg an. Ihre Dissertation Reich und Stände. Ideen und Wirken des deutschen politischen Exils in Österreich 1933–1938 von 2004[4] wurde 2010 mit dem Förderpreis des Österreichischen Staatspreises für Geschichte der Gesellschaftswissenschaften ausgezeichnet. Von 2004 bis 2007 bearbeitete sie für die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus in Stuttgart den Band Theodor Heuss. In der Defensive. Briefe 1933–1945 in der Stuttgarter Theodor-Heuss-Ausgabe.[3] Für dieses Werk erhielt sie 2009 den Wolf-Erich-Kellner-Preis.[5]

Von 2007 bis 2012 war Seefried wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Augsburg und arbeitete an ihrer Habilitation. 2010 war sie Stipendiatin am Deutschen Historischen Institut London und 2010–2011 Stipendiatin am Historischen Kolleg München. Ihre Habilitationsschrift Zukünfte. Aufstieg und Krise der Zukunftsforschung 1945–1980 wurde 2013 an der Ludwig-Maximilians-Universität München angenommen. Sie wurde 2014 mit dem Carl-Erdmann-Preis des Deutschen Historikerverbandes und 2015 mit dem Max-Weber-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet. 2016 erhielt sie den Übersetzungspreis „Geisteswissenschaften International“ des Börsenvereins des deutschen Buchhandels für das Buch.[3]

Von 2012 bis 2014 war Seefried Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IfZ, 2014 erhielt sie die neu eingerichtete Professur für Neueste Geschichte an der Universität Augsburg, die mit der Tätigkeit als stellvertretende Direktorin des Instituts für Zeitgeschichte verbunden ist und die Verzahnung des Fachs Geschichte in Augsburg mit dem IfZ stärken soll.[6]

Als ihre Arbeitsschwerpunkte nennt das IfZ Ideengeschichte des politischen Katholizismus im 19. und 20. Jahrhundert, Geschichte des deutschen Liberalismus, Geschichte der Weimarer Republik, Österreichische Geschichte der Zwischenkriegszeit, Exil- und Remigrationsforschung, Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Wissenschafts- und Umweltgeschichte in transnationaler Perspektive.[3]

Seefried ist neben Eckart Conze, Dominik Geppert, Joachim Scholtyseck, Jürgen Frölich und Ewald Grothe seit 2017 Herausgeberin des Jahrbuchs zur Liberalismus-Forschung, das im Auftrag der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit erscheint. Sie ist Mitglied im Kuratorium der Wolf-Erich-Kellner-Gedächtnisstiftung zur Vergabe des Wolf-Erich-Kellner-Preises[7] und Mitglied im Beirat der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus in Stuttgart.[8]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reich und Stände. Ideen und Wirken des deutschen politischen Exils in Österreich 1933–1938 (= Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Bd. 147), Droste, Düsseldorf 2006, ISBN 978-3-7700-5278-3.
  • Theodor Heuss. In der Defensive. Briefe 1933–1945 (= Stuttgarter Ausgabe, Bd. 3), De Gruyter, Berlin 2009, ISBN 978-3-598-25124-5.
  • (Hrsg.) Politics and Time from the 1960s to the 1980s. Themenheft des Journal of Modern European History, Vol. 13 (2015), H. 3.
  • Zukünfte. Aufstieg und Krise der Zukunftsforschung 1945–1980. De Gruyter, Berlin 2015, ISBN 978-3-11-034816-3.
  • (Hrsg. zusammen mit Bernhard Gotto): Männer mit „Makel“. Männlichkeiten und gesellschaftlicher Wandel in der frühen Bundesrepublik (= Zeitgeschichte im Gespräch, Bd. 25), De Gruyter, Berlin 2017, ISBN 978-3-11-045210-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Elke Seefried – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auszeichnung für Dr. Elke Seefried. Artikel in der Augsburger Allgemeinen vom 19. Januar 2010, abgerufen am 4. Mai 2017.
  2. Perlentaucher: Elke Seefried.
  3. a b c d Institut für Zeitgeschichte: Elke Seefried.
  4. Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien: Zuflucht auf Zeit: Exilland Österreich (Memento des Originals vom 30. August 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kgparl.de, Pressemitteilung vom 27. September 2006.
  5. Freiheit.org: Wolf Erich Kellner-Gedächtnispreis.
  6. Universität Augsburg: Lehrstuhl Neueste Geschichte.
  7. Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (Hrsg.): Wolf-Erich-Kellner-Preis | WEK-Gedächtnisstiftung. (freiheit.org [abgerufen am 12. Dezember 2017]).
  8. Webseite der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus.