Dominik Geppert

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Dominik Geppert (* 8. Oktober 1970 in Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Historiker.

Der Sohn des Berliner Strafrechtsprofessors Klaus Geppert studierte von 1990 bis 1996 Geschichte, Philosophie und Rechtswissenschaft in Freiburg und Berlin. Von 1996 bis 2000 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin bei Arnulf Baring (1996–1997) und Hagen Schulze (1997–2000). Dort wurde er im Oktober 2000 mit einer von Arnulf Baring angeregten und von Hagen Schulze betreuten Arbeit über die Entstehung des Thatcherismus in Großbritannien promoviert. Von 2000 bis 2005 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut London. Im Jahre 2006 erfolgte seine Habilitation an der Freien Universität Berlin mit einer bei Hagen Schulze entstandenen Arbeit über Öffentlichkeit und Diplomatie in den deutsch-britischen Beziehungen von 1896 bis 1912. Seit 2006 lehrte er als Privatdozent an der Freien Universität Berlin. Von 2007 bis 2008 war Geppert Vertretungsprofessor für Eckart Conze an der Universität Marburg. Von 2008 bis 2010 hatte er eine Lehrstuhlvertretung an der Universität Bonn für den erkrankten Klaus Hildebrand inne. Seit 2010 lehrt er als Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Bonn. Im Jahr 2015 wurde er ordentliches Mitglied in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

Gepperts Forschungsschwerpunkte sind die internationalen Beziehungen im 19. und 20. Jahrhundert, die Kulturgeschichte des Kalten Krieges, die Presse und Politik in Europa in der Zeit von 1830 bis 1930 sowie die deutschen Intellektuellen im 19. und 20. Jahrhundert.

Seit März 2011 leitete Geppert in Bonn die Edition der 2012 veröffentlichten Tagebücher von Hans Werner Richter. Seit 2013 ist er zusammen mit Hans-Peter Schwarz Herausgeber der „Rhöndorfer Ausgabe“ der Briefe und Tagebücher von Konrad Adenauer. Er ist neben Eckart Conze, Joachim Scholtyseck, Elke Seefried, Jürgen Frölich und Ewald Grothe seit 2017 Herausgeber des Jahrbuchs zur Liberalismus-Forschung, das im Auftrag der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit erscheint. Er ist Mitglied im Kuratorium zur Vergabe des Wolf-Erich-Kellner-Preises.[1]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien

  • Thatchers konservative Revolution. Der Richtungswandel der britischen Tories 1975–1979 (= Veröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts London. Band 53). Oldenbourg, München 2002, ISBN 3-486-56661-X (Zugleich: Berlin, Freie Universität, Dissertation, 2000).
  • Pressekriege. Öffentlichkeit und Diplomatie in den deutsch-britischen Beziehungen (1896–1912) (= Veröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts London. Band 64). Oldenbourg, München 2007, ISBN 978-3-486-58402-8 (Zugleich: Berlin, Freie Universität, Habilitationsschrift, 2005–2006) (Rezension).
  • Die Ära Adenauer. 3., bibliographisch aktualisierte Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2012, ISBN 978-3-534-24900-8.
  • Ein Europa, das es nicht gibt. Die fatale Sprengkraft des Euro. Mit einem Vorwort von Udo di Fabio. Europa Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-944305-18-9.

Herausgeberschaften

  • mit Jens Hacke: Streit um den Staat. Intellektuelle Debatten in der Bundesrepublik 1960–1980. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2008, ISBN 978-3-525-36758-2.
  • mit Frank Lorenz Müller: Sites of imperial memory. Commemorating colonial rule in the nineteenth and twentieth centuries. Manchester University Press, Manchester 2015, ISBN 978-0-7190-9081-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolf-Erich-Kellner-Preis der WEK-Gedächtnisstiftung