Eric Walz

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Eric Walz (* 29. März 1966 in Königstein im Taunus) ist ein deutscher Schriftsteller. Er ist vor allem mit historischen Romanen bekannt geworden.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eric Walz absolvierte nach der Schule eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann. Anschließend arbeitete er als kaufmännischer Angestellter bei einer Versicherung, einem Versandhaus sowie Telekommunikations- und Beratungsunternehmen, unterbrochen durch ein kurzes, jedoch nicht abgeschlossenes Studium der Germanistik, das er sich mit Gelegenheitsjobs als Model finanzierte. [1] Auch schrieb er Kurzgeschichten für Zeitungen und Magazine. Nachdem Walz eine Zeit lang als selbständiger Personal Trainer für Unternehmen und freier Autor in Berlin gelebt hatte, entschied er sich im Alter von 35 Jahren schließlich, sich ganz auf das Schreiben zu konzentrieren.

Im Jahr 2002 veröffentlichte er sein erstes Buch, Schwule Schurken, eine Sammlung von elf Porträts historischer Persönlichkeiten, die Walz mit Homosexualität in Zusammenhang brachte: Alexander der Große, Heliogabal, Papst Sixtus IV., Friedrich der Große, Maximilien Robespierre, Alfred Redl, Ernst Röhm, J. Edgar Hoover, Yukio Mishima, Michael Kühnen und Jeffrey Dahmer. Walz wollte mit diesen Darstellungen zumeist negativ besetzter Figuren nach eigener Aussage auch ein Gegengewicht zum herrschenden Zeitgeist setzen:

„Dieses ewige Zitieren und Plakatieren der Vorzeigeschwulen war ja nicht mehr auszuhalten. Schwule sind schöner, feinsinniger und überhaupt viel besser. Da konnte ich einfach nicht widerstehen, ich musste mal ein bisschen im Topf rühren und den Bodensatz nach oben holen. [2]

Mit seinem Debütroman Die Herrin der Päpste um die römische Papstmutter Marozia hatte Walz 2003 auf Anhieb großen Erfolg. Sein Interesse an geschichtlichen Stoffen schlug sich auch in den historischen Romanen Die Schleier der Salome (2005), der Geschichte der judäischen Prinzessin Salome, und Die Sternjägerin (2006) über die Astronomin Elisabetha Hevelius nieder. Mit Die Glasmalerin legte Walz 2007 einen historischen Kriminalroman vor, der vor dem Hintergrund des Konzils von Trient spielt. Dessen Protagonisten, die Glasmalerin Antonia Bender und der Jesuit Sandro Carrissimi, tauchten auch in Die Hure von Rom wieder auf. Diese Romane veröffentlichte Walz im Blanvalet Verlag.

Bei allen seinen historischen Darstellungen legt Walz jedoch stets auf die dichterische Freiheit Wert:

„Mir sind Spannung, faszinierende Figuren, eine nachvollziehbare Psychologie und mittlerweile auch ein hohes sprachliches Niveau wichtiger als rigorose historische Genauigkeit, die für meinen Geschmack leider allzu oft den schönen Fluss der Geschichte stört. [3]

Er weist daher in den Nachworten seiner Romane darauf hin, welche Ereignisse wahr und welche spekulativ oder erfunden sind.

Unter dem Pseudonym Eric Berg veröffentlicht er seit 2013 außerdem Kriminalromane und Jugendbücher.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sachbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antonia Bender-Trilogie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beiträge zu Anthologien und Gemeinschaftsromanen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

unter dem Pseudonym Eric Berg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ansgar Skoda: „Denn das will ich sein: ein Geschichtenerzähler“ – Ein Interview mit Eric Walz, in: Kritische Ausgabe, Online-Version vom 8. April 2006
  2. Ansgar Skoda: „Denn das will ich sein: ein Geschichtenerzähler“ – Ein Interview mit Eric Walz, in: Kritische Ausgabe, Online-Version vom 8. April 2006
  3. Eric Walz im Fragebogen bei www.historische-romane.de