Erich Milius

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Erich Milius (* 27. Dezember 1907 in Friedberg (Hessen); † 13. Februar 1996) war ein hessischer Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Friedberg und Abgeordneter des Hessischen Landtags.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur im Jahr 1927 studierte Milius Rechtswissenschaften und schloss dieses Studium 1931 mit dem ersten und 1935 mit dem zweiten Staatsexamen ab. Er arbeitete als Reichsbahnrat in München, Staatsanwalt in Frankfurt am Main und Amtsgerichtsrat in Friedberg.

Erich Milius war ab 1. Mai 1937 Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnummer 4.913.493).[1] In der SA erreichte er mindestens den Rang eines Scharführers.[2]

Von April 1952 bis März 1973 war Erich Milius letzter Landrat des Landkreises Friedberg bzw. erster Landrat des Wetteraukreises.

Vom 1. Dezember 1962 bis zum 30. November 1966 war er in der 5. Wahlperiode Abgeordneter des Hessischen Landtags.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erich Milius veröffentlichte als Herausgeber eine Reihe von lokalhistorischen Büchern.

  • Mein Wetterauer Anekdotenbuch. Friedberg : Bindernagel, 1982
  • Das Städtepaar Friedberg, Bad Nauheim, Heidenheim (an der Brenz). Heidenheimer Verlagsanstalt, 1972
  • Liebes, freundliches Friedberg. Heidenheim (Brenz), 1968
  • Der hessische Landkreis Friedberg. Aalen/Württ. : Verl. Heimat u. Wirtschaft, 1966
  • Erziehung zur sozialen Demokratie. Friedberg : Bindernagel, 1957

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Friedberg ist der Erich-Milius-Weg nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jochen Lengemann: Das Hessen-Parlament 1946–1986. Biographisches Handbuch des Beratenden Landesausschusses, der Verfassungsberatenden Landesversammlung und des Hessischen Landtags (1.–11. Wahlperiode). Hrsg.: Präsident des Hessischen Landtags. Insel-Verlag, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-458-14330-0 (hessen.de [PDF; 12,4 MB]).
  • Hans-Peter Klausch: Braunes Erbe. NS-Vergangenheit hessischer Landtagsabgeordneter der 1.–11. Wahlperiode (1946–1987). Die-Linke-Fraktion im Hessischen Landtag, Wiesbaden 2011 (Download [PDF; 4,2 MB]).
  • Albrecht Kirschner: Abschlussbericht der Arbeitsgruppe zur Vorstudie „NS-Vergangenheit ehemaliger hessischer Landtagsabgeordneter“ der Kommission des Hessischen Landtags für das Forschungsvorhaben „Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen“. Hrsg.: Hessischer Landtag. Wiesbaden 2013 (online [PDF; 479 kB]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans-Peter Klausch: Braunes Erbe. NS-Vergangenheit hessischer Landtagsabgeordneter der 1.–11. Wahlperiode (1946–1987). Die-Linke-Fraktion im Hessischen Landtag, Wiesbaden 2011, S. 7 (Download [PDF; 4,2 MB]).
  2. Albrecht Kirschner: Abschlussbericht der Arbeitsgruppe zur Vorstudie „NS-Vergangenheit ehemaliger hessischer Landtagsabgeordneter“ der Kommission des Hessischen Landtags für das Forschungsvorhaben „Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen“. Hrsg.: Hessischer Landtag. Wiesbaden 2013, S. 34 (online [PDF; 479 kB]).