Ernst Skrička

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Ernst Skrička (* 4. Juni 1946 in Wien) ist ein österreichischer Grafiker und Maler. Er lebt in Heinrichs bei Weitra (Waldviertel) und Wien.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ernst Skričkas Interesse für Kunst wurde schon früh durch seine Eltern geweckt. Wesentliche Impulse erhielt er weiters am Wiener Gymnasium Stubenbastei durch Professor Josef Stoitzner. Ernst Skrička studierte ab 1964 an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Maximilian Melcher und schloss 1970 mit dem Lehramts-Diplom für Bildnerische Erziehung und Werkerziehung sowie mit dem Diplom Akademischer Grafiker ab. Für seine künstlerische Diplomarbeit, die monumentale Radierung diës irae, erhielt er den Abgangspreis der Akademie. Zugleich war Skrička ordentlicher Hörer an der Wiener Universität, wo er Geschichte als Hauptfach und Kunstgeschichte und Philosophie als Nebenfächer bis zum Dissertantenstadium studierte, jedoch nicht abschloss. 1969 hatte er seine erste Ausstellungsbeteiligung: die 6 Melcher-Schüler Tone Fink, Franco Lago, Paul Pichler, Ernst Skrička, Wolfgang Stifter und Erich Steininger zeigten Druckgrafik in der Wiener Secession.

1970 begann Skrička an einem Wiener Gymnasium zu unterrichten. Gleichfalls 1970 gründete er gemeinsam mit seinem Studienfreund Erich Steininger eine eigene grafische Werkstätte in Wien-Leopoldstadt, Vorgartenstraße 211; diese Ateliergemeinschaft bestand 43 Jahre. Die ungewöhnlich große Radierpresse, die Skrička mit einer Walzenbreite von 140 cm anfertigen ließ, ermöglichte beiden Künstlern den Druck monumentaler Formate.

1972 war seine Heirat mit der Geschichts-Studienkollegin Nina Bouczek und der Einzug in die gemeinsame neue Wohnung am Mühlschüttel in Wien-Floridsdorf. 1974 bzw. 1975 kamen die Töchter Sonja und Sandra zur Welt. 1975–2008 war Skrička Professor für Bildnerische Erziehung an der Pädagogischen Akademie (ab 2005 Hochschule) in Wien-Strebersdorf.

Ab 1979 adaptierten die Skričkas auch das ehemalige Zollhaus in Heinrichs bei Weitra im Waldviertel, nahe der Grenze zu Böhmen, als Wohn- und Atelierhaus. Seit 2008 leben Nina und Ernst Skrička dort ganzjährig. 2013/15 übersiedelte Skrička sein Œuvre, seine Pressen und sein Materiallager nach Heinrichs.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Online 2008
Inne werden 2010
Österr. Papiermachermuseum 2015

Einzelausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970 Theseustempel, Wien
  • 1974 Künstlerhaus-Galerie, Wien;[1] Forum Stadtpark, Graz
  • 1984 Colorado Springs Fine Arts Center, USA
  • 1986 Albertina, Wien: Skrička. Radierungen
  • 1989 Rupertinum, Salzburg; Palais Liechtenstein, Feldkirch
  • 1991 Galerie Thurnhof, Horn; Galerie Steiner, Zürich
  • 1994 art Basel mit Galerie Contact, Wien
  • 2000 Lentos, Linz
  • 2002 Kubinhaus, Zwickledt
  • 2006 Stift Geras; Kunstverein Horn
  • 2008 Galerie Lang, Wien
  • 2013 Verein für Originalradierung, München
  • 2015 Österreichisches Papiermachermuseum, Steyrermühl
  • 2016 die Fabrik, Gmünd; Galerie Hrobsky, Wien
  • 2018 ecoart, Palais Niederösterreich, Wien

sowie:

  • 1987, 1990, 1993, 1996, 2003, 2006 Galerie Contact, Wien
  • 1986, 1989, 1996, 2003, 2009, 2016 Galerie Welz, Salzburg

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mappenwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theogonie 13 Radierungen zu Hesiod mit einem Text von Hansjörg Krug, Edition Tusch, Wien 1974
  • Bilder aus Angst 6 Radierungen mit einem Text von Kristian Sotriffer, Edition Grüner, Steyr 1976
  • angesichts 18 Kaltnadel-Radierungen mit einem Text von Peter Baum, Wien 1989/90
  • Mienenspiel 9 Lithographien mit einem Text von Otto Breicha, Edition des Rupertinums, Salzburg 1990

Künstler-Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kopf-Stücke gemeinsam mit Ernst Jandl, Edition Thurnhof, Horn 1991
  • dableib-wegwill gemeinsam mit Bodo Hell, Edition Thurnhof, Horn 2001

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Skrička – die Leidenschaft des Radierens. Regie : Werner Wöss, Produktion des ORF, 1973

Werke in Sammlungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albertina, Wien; Artothek des Bundes, Wien; Ferdinandeum Innsbruck; Kärntner Landesgalerie, Klagenfurt; Kulturamt der Stadt Wien MUSA; Kunstforum Bank Austria Unicredit, Wien; Kunstforum Strabag, Wien; Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste, Wien; Lentos Kunstmuseum, Linz; Sammlung Leopold, Wien; Museum Liaunig, Neuhaus/Suha; Museum der Moderne, Salzburg; Museum Moderner Kunst MUMOK, Wien; NÖ_Landesmuseum St.Pölten; Sammlung Essl, Klosterneuburg; Sammlung Hartmann, Albstadt/Baden-Württemberg

Bibliografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bäumer, Angelica und Sotriffer, Kristian: Skrička. Katalogbuch der Albertina mit einem Vorwort von Walter Koschatzky, Herold Wien 1986
  • NÖ Landesmuseum (Hg): Ernst Skrička. ÜberDruck. Mit Texten von Peter Baum, Otto Breicha und Kristian Sotriffer. Wien 1993
  • Steininger, Florian (Hg): Ernst Skrička. AufZeichnungen. Verlag Bibliothek der Provinz, Weitra 2016

Zeitschriften/Aufsätze (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kristian Sotriffer: Künstlerprofil Ernst Skrička. In: alte und moderne Kunst, Heft 126, 18. Jg., Innsbruck 1973
  • Alois Vogel: Ernst Skrička. In: alte und moderne Kunst, Heft 195, 29. Jg., Innsbruck 1984
  • Angelica Bäumer: Ernst Skrička. Lebenszeichen eines Zeichners. In: Vernissage, 9. Jg., Nr. 10, Wien 1990
  • Philipp Maurer: Ernst Skrička – Befindlichkeiten. In: UM:DRUCK, Nr. 22, Wien 2013
  • Ursula Philadelphy: "Es sind ziemlich böse Zeichnungen". In: morgen, Heft 2/16, Wien 2016
  • Elisabeth Vera Rathenböck: Menschen. Kopf. Bilder. Zu Ernst Skrička. In: KünstlerInnen im Waldviertel. Steinverlag, St. Pölten 2017

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wladimir Aichelburg: 150 Jahre Künstlerhaus Wien. Abgerufen am 1. November 2017.
  2. orf.at: Kulturpreise des Landes vergeben. Artikel vom 10. November 2018, abgerufen am 10. November 2018.
  3. Kulturpreisträgerinnen & Kulturpreisträger des Landes Niederösterreich 2018. Abgerufen am 10. November 2018.