Eugen Osswald

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Eugen Osswald (* 22. Januar 1879 in Stuttgart; † 17. Februar 1960 in München) war ein deutscher Tiermaler und Illustrator.

Leben und Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eugen Osswald stammte aus einer Bauhandwerkerfamilie; er hatte vier Geschwister. Sein Berufsziel war zunächst Steinbildhauer. Im Alter von 18 Jahren begann er eine Ausbildung zum Bauzeichner im Architekturbüro Heinrich Deichsel in Stuttgart. Er wechselte jedoch, nachdem er den Militärdienst im Infanterie-Regiment Kaiser Friedrich Nr. 125 abgeleistet hatte, an die Münchner Kunstakademie.[1] Sein Studium begann er entweder im Jahr 1900[2] oder erst nach einer Zeit in Bern und Basel, nachdem er dort Kinderbücher illustriert und Pferde porträtiert hatte, 1903.[1]

Heinrich von Zügel, der als Mitglied des Prüfungsausschusses seine Bewerbungsmappe zu beurteilen hatte, verschaffte ihm ein Stipendium; seine Lehrer wurden Angelo Jank und Zügel. In den Sommermonaten malte Osswald zusammen mit Zügel in Wörth am Rhein vor der Natur. Nach Abschluss seiner Studien, etwa 1905/07, zog er für ein Jahr nach Paris. 1910 bereiste er den mittleren Osten. Viele seiner Tierstudien entstanden auf Reisen mit großen Zirkusunternehmen. Neben seinen Gemälden schuf Osswald auch Illustrationen für Kinderbücher, die meist bei Scholz in Mainz veröffentlicht wurden, und Tierquartette.

Er stand in der Tradition des Impressionismus; typisch für seine Bilder ist ein breiter Farbauftrag und helles Kolorit. Osswald stellte häufig im Münchner Glaspalast aus.[2] Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen besitzen ein Gemälde mit dem Titel Wellensittich und Kanarienvogel von Osswald aus dem Jahr 1920.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Exlibriskünstler in Dachau I–Z auf www.heinz-neumaier.de
  2. a b Osswald, Eugen auf www.decoridee.de
  3. Eugen Osswald auf www.sammlung.pinakothek.de