Eurostar E3000

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Der Eurostar 3000 ist ein Satellitenbus der Eurostar-Familie der Airbus Defence and Space für Kommunikationssatelliten. Er ist eine Weiterentwicklung des Eurostar 2000 und wurde erstmals auf dem Amazonas-1-Satelliten eingesetzt. Daneben ist er in den Satelliten von Intelsat, Inmarsat, Eutelsat, Arabsat, sowie einigen Einzelsystemen verbaut.

Ende März 2017 befanden sich 31 Satelliten basierend auf Eurostar 3000 im All, der Start dreier Satelliten die mit dem Eurostar EOR ausgestattet sind, ist für 2017 vorgesehen. Drei Inmarsat-Satelliten mit dem Eurostar 3000GM wurden 2005 und 2008 ins All gestartet. Neun Satelliten haben den Eurostar 3000S an Bord. Darüber hinaus befindet sich mit COMS1 ein südkoreanischer Satellit im All, dessen AstroBus-G auf dem Eurostar 3000S beruht.[1]

Der Eurostar 3000 verfügt über zwei ADE-4-Einheiten, die über einen MIL-STD-1553-Systembus mit dem Zentralrechner des Satelliten verbunden und für den Betrieb der meisten Aktoren und Telemetriekanäle verantwortlich sind. ADE steht für „Actuator Drive Electronics“; seine Aufgaben sind die Erzeugung der benötigten Bordspannungen, Telemetrie, Ausrichten der Solarpanelen, Steuerung der Schrittmotoren einschließlich deren Positionsmessungen, Ein- und Ausschalten der Antriebe, Steuerung der Schubdüse, Schließen der Ventile und des Apogäumsmotors, der je nach Antriebstyp aus einem Flüssigkeits- oder einem Ionenantrieb bestehen kann. Falls der Satellit mit einem Ionen-Apogäumsmotor ausgerüstet ist, übernimmt die ADE-Einheit auch die Temperaturfeinsteuerung des Ionenantriebs und die Druckregelung des Xenon-Tanks. Eine ADE-Einheit besteht aus sechs modularen Platinen, die meisten Elektronikbauteile sind in SMD-Technik ausgeführt.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://space.skyrocket.de/doc_sat/astrium_eurostar-3000.htm
  2. http://www.space-airbusds.com/en/equipment/actuator-drive-electronic-for-eurostar-3000-platform-ked.html