Fürst-Johann-Ludwig-Schule

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Fürst-Johann-Ludwig-Schule
Niederhadamar FJL.JPG
Schulform Kooperative Gesamtschule
Gründung 1638
Adresse

Freiherr-vom-Stein-Straße

Ort Hadamar
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 26′ 39″ N, 8° 2′ 3″ OKoordinaten: 50° 26′ 39″ N, 8° 2′ 3″ O
Träger Landkreis Limburg-Weilburg
Schüler rund 1600
Leitung Peter Laux
Website www.fjls.de

Die Fürst-Johann-Ludwig-Schule (FJLS) ist eine kooperative Gesamtschule mit den Schulzweigen Haupt- und Realschule sowie Gymnasium in Hadamar im hessischen Landkreis Limburg-Weilburg. Mit rund 1.600 Schülern ist sie eine der größten Schulen in Hessen. Das Schulprogramm legt einen besonderen Schwerpunkt auf die musikalische Erziehung.

Schulprofil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fürst-Johann-Ludwig-Schule wird in ihrem Haupt- und Realschulzweig vornehmlich von Schülern aus der Stadt Hadamar und ihren Stadtteilen besucht, im Gymnasialzweig darüber hinaus vor allem von Schülern aus den umliegenden Gemeinden Elz, Dornburg, Waldbrunn und Elbtal. In geringerem Umfang besuchen auch Schüler aus einigen Ortsteilen der Gemeinde Beselich, aus dem rheinland-pfälzischen Hundsangen und aus dem Limburger Stadtteil Offheim den Gymnasialzweig.

Die Schule bietet neben dem Unterricht rund 30 Arbeitsgemeinschaften an. Auch aus der Tradition des benachbarten Internats der Limburger Domsingknaben heraus legt die Schule besonderen Wert auf die musikalische Ausbildung. Es gibt eine durchgängige Musikklasse in allen Klassenstufen des Gymnasialzweigs, mehrere Chöre, eine Big Band und die Schulband „Teacher's Despair“.

Im sogenannten „Hadamarer Modell“ wurde 1998 erstmals in Hessen die kommunale Jugendarbeit eng mit der Schulsozialarbeit verknüpft. Diese enge Kooperation von Schule, Standortkommune und Landkreis wurde in den Folgejahren von anderen Schulen übernommen.

Partnerschaften bestehen mit dem Collège Jean Rostand in der Hadamarer Partnerstadt Bellerive-sur-Allier und mit der Queen Elizabeth Grammar School in Blackburn. Ein Förderverein und ein Ehemaligenverein flankieren die Arbeit der Schule.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Lateinschule ist in Hadamar bereits für 1552 nachweisbar. Die Fürst-Johann-Ludwig-Schule führt ihre Tradition aber auf die 1638 von ihrem Namensgeber zunächst als Hofschule und 1652 in einem eigenen Gebäude gegründete Jesuitenschule zurück. Für die Zeit von 1680 bis 1711 sind jährlich bis zu 250 Schüler nachgewiesen, darunter bis zu 50 adlige Zöglinge.

Im Jahr 1779 wurde der höhere Schulbetrieb in Hadamar wegen des Verbots des Jesuitenordens eingestellt und erst 1792 von Weltgeistlichen wieder zeitweise aufgenommen. 1823 zog die Schule in das Schloss Hadamar. 1844 wurde eine gymnasiale Oberstufe eingerichtet. Seitdem existiert in der Stadt durchgängig wieder eine Schule, deren Abschluss den Besuch einer Universität erlaubt. Lediglich während des „Dritten Reichs“ wurde von 1939 an die gymnasiale Oberstufe geschlossen, nach Kriegsende jedoch im Dezember 1945 wieder geöffnet. Bereits 1948 trug die Schule vorübergehend den Namen „Fürst-Johann-Ludwig-Schule“.

Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein behielt die Schule einen ausgeprägt katholischen Charakter. Zahlreiche Geistliche, Ordensmitglieder und Theologen gingen aus der Schülerschaft hervor.

Im Jahr 1971 wurde das neue Schulgebäude auf dem Wingertsberg außerhalb der Stadt Hadamar errichtet und mit 2100 Schülern bezogen. Das Gymnasium sowie die Haupt- und Realschule in der Stadt wurden dort zusammengefasst. Kurz darauf erhielt die Schule den Namen des Gründers der Jesuitenschule.

Mitte der 1980er Jahre besuchten mehr als 2500 Schüler die Fürst-Johann-Ludwig-Schule. Sie war damit zeitweise die größte Schule in Hessen. Bis zum Ende des Internatsbetriebs der Limburger Domsingknaben im Jahr 2007 besuchten die Bewohner des Internats die Fürst-Johann-Ludwig-Schule. Von 2007 bis 2011 wurde das Schulgebäude für eine Investitionssumme von annähernd zehn Millionen Euro umfassend saniert.

Prominente Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedeutende Lehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]