Fazit-Stiftung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von FAZIT-Stiftung)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Fazit-Stiftung Gemeinnützige Verlagsgesellschaft mbH (eigene Schreibweise: FAZIT-STIFTUNG) mit Sitz in Frankfurt am Main wurde von den Verlegern und Herausgebern der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gegründet, damit nicht durch die Kapitalübernahme des Verlages der politische Kurs der FAZ verändert werden könnte und um damit „die redaktionelle und unternehmerische Unabhängigkeit der Zeitung wirkungsvoll und dauerhaft“ zu sichern.[1]

Das Vermögen der Stiftung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fazit hält jeweils mehr als 90 Prozent des Kapitals der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH und der Frankfurter Societät, der das sonstige operative Geschäft der Societäts-Gruppe untersteht, u. a. die Frankfurter Societäts-Druckerei und die Frankfurter Societät Medien, bei der u. a. die Frankfurter Neue Presse erscheint. Die Frankfurter Societät selber ist wiederum aus einer Reorganisation der Societäts-Druckerei entstanden. Seit 2013 ist die Frankfurter Rundschau wirtschaftlich in den Konzern eingebunden, ist redaktionell aber weiterhin in der DuMont Mediengruppe integriert.

Das Stammkapital beträgt 90.000 Euro. Die Erträge aus diesen Beteiligungen werden ausschließlich für gemeinnützige Zwecke verwendet. Ziel von Fazit ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, unter anderem durch die Vergabe von Stipendien zur Promotion und Habilitation an Universitäten und Technischen Hochschulen. Außerdem werden Universitäten, Technische Hochschulen und Fachhochschulen sowie Forschungsinstitute der Max-Planck-Gesellschaft unterstützt.

Bestimmungen des Gesellschaftervertrages[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Gesellschaftsvertrag sind deren Gesellschafter bis zu neun Personen mit jeweils gleichen Teilen, deren Anteil ohne finanziellen Ausgleich an Nachfolger übergeben wird, die einstimmig von der Gesellschaftsversammlung ausgewählt werden. Dabei sollen nach Paragraph 5 „nur solche Personen Gesellschafter werden, die nach ihrer Stellung und Persönlichkeit die Gewähr für den Erhalt der steuerlichen Gemeinnützigkeit der Gesellschaft und für die Wahrung der Unabhängigkeit der Frankfurter Allgemeine Zeitung bieten“. Das Alter der Gesellschafter ist auf 75 Jahre begrenzt. Ein Gesellschafter kann auch ausgeschlossen werden und muss seinen Gesellschafteranteil an den von den anderen bestimmten Nachfolger abgeben.[2]

Die Gesellschafterversammlung heißt Kuratorium. Vorsitzender des Kuratoriums und Geschäftsführer ist seit 2014 Karl Dietrich Seikel.

Anfang des Jahres 2016 sind Gesellschafter zu gleichen Teilen von je 11,1 Prozent:[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fazit entstand am 22. April 1959 durch Umwandlung der damaligen Mehrheitseignerin der FAZ, der Allgemeine Verlagsgesellschaft mbH, in FAZIT-STIFTUNG Gemeinnützige Verlagsgesellschaft mbH. 1989 fusionierte die noch aus der Weimarer Zeit stammende Imprimatur GmbH mit Fazit und brachte damit ihre Kapitalmehrheit an der Frankfurter Societäts-Druckerei mit in das Stiftungskapital ein.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Fazit - Die Historie. Fazit-Stiftung, 2015, abgerufen am 1. Juni 2016.
  2. Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 12. Juni 2012. Einsehbar gegen eine Gebühr von 1,50 Euro auf handelsregister.de
  3. Angaben im Impressum gemäß dem Hessischen Pressegesetz, wonach Zeitungen in Hessen regelmäßig in ihrem Impressum die Eigentümer ihres Verlages bzw. Anteilseigner mit mehr als 5 Prozent nennen müssen, in ihrer jeweils ersten Ausgabe des Quartals bei Tageszeitungen, des Jahres bei anderen Periodika. Hier entnommen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 3. Januar 2016
  4. Mehr als eine 'Familiensache': neuer FZ-Verleger Michael Schmitt. Osthessen-News, 31. August 2004, abgerufen am 18. Januar 2016.
  5. Aareal: Der Aufsichtsrat. Webseite der Aareal-Bank, 2016, abgerufen am 19. Januar 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]