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FC Emmen

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FC Emmen
Logo
Basisdaten
Name Football Club Emmen
Sitz Emmen, Niederlande
Gründung 21. August 1925
Präsident P. H. E. Aaldering
Website fcemmen.nl
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Menno van Dam
Spielstätte De Oude Meerdijk
Plätze 8.600
Liga Eerste Divisie
2024/25 8. Platz
Heim
Auswärts
Stadion: de Oude Meerdijk (2016)

Der FC Emmen (Football Club Emmen) ist ein niederländischer Fußballverein aus Emmen, der am 21. August 1925 gegründet wurde. Es ist der einzige Profifußballverein aus der Provinz Drenthe. Der Klub spielt seit 1985 Profifußball und war anschließend 33 Spielzeiten in Folge in der Eerste Divisie aktiv. In der Saison 2017/18 stieg der Verein über die Play-offs erstmals in der Vereinsgeschichte in die Eredivisie auf. Am 20. Mai 2021 stieg der FC Emmen wieder in die Eerste Divisie ab, nachdem das Play-off-Spiel gegen NAC Breda nach Elfmeterschießen verloren wurde. Am 29. April 2022 wurde der Klub erstmals Meister der Eerste Divisie und stieg dadurch direkt wieder in die Eredivisie auf. Am 11. Juni 2023 verlor der FC Emmen im Finale der Relegation zum zweiten Mal gegen Almere City FC, sodass der Verein die Eredivisie erneut verlassen musste.

Die traditionelle Spielkleidung des FC Emmen besteht aus einem roten Trikot mit einem breiten vertikalen weißen Streifen in der Mitte, einer weißen Hose und weißen Stutzen mit horizontalen roten Streifen. Die Heimspiele werden im Stadion De Oude Meerdijk ausgetragen.

Der Verein wurde am 25. August 1925 als Noordbarge Emmen Combinatie (NEC) gegründet. Am 20. Januar 1927 benannte der Verein sich in voetbalvereniging Emmen (vv Emmen) um. Als 1954 die Profiliga eingeführt wurde, entschloss man sich im Amateurbereich zu bleiben. Im Jahre 1985 schließlich trat man in den bezahlten Fußball über und nannte sich BVO Emmen (BVO = Betaald Voetbal Organisatie), während der im Amateurfußball bleibende Verein den Namen vv Emmen behielt. Seit 2005 heißt der im Profifußball spielende Verein FC Emmen. Nachdem die Mannschaft seit der Saison 1985/86 ohne Unterbrechung in der zweitklassigen Eerste Divisie angetreten war, gelang zur Saison 2018/19 der erstmalige Aufstieg in die erste niederländische Liga.[1]

Erfolgreiche 1990er Jahre

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In der Eerste Divisie entwickelte sich FC Emmen nach einigen Jahren zu einer sportlich stabilen Mannschaft, die regelmäßig die Aufstiegs-Play-offs erreichte. In den ersten vier Spielzeiten belegte Emmen noch Plätze im unteren Tabellenbereich, doch im Jahr 1990 erreichte der Verein erstmals die Relegation und stand kurz vor dem Aufstieg. In den Finalspielen gegen den SC Heerenveen und im Entscheidungsspiel gegen N.E.C. musste sich Emmen jedoch geschlagen geben, sodass der Aufstieg verpasst wurde. In derselben Saison schaltete Emmen zwei Eredivisie-Klubs (RKC Waalwijk und N.E.C.) im niederländischen Pokalwettbewerb aus und erreichte das Viertelfinale, in dem PSV zu stark war. Von 1996 bis 2000 gehörte der Verein unter der Leitung von Azing Griever konstant zur Spitzengruppe der Eerste Divisie und belegte mehrfach Plätze unter den besten fünf Mannschaften. Mehrfach war der Gewinn der Meisterschaft in Reichweite. Mit Spielern wie Michel van Oostrum, Jan de Jonge, Mika Nurmela und Martin Drent bot FC Emmen attraktiven Offensivfußball und sorgte für gut gefüllte Ränge im heimischen Stadion. Dennoch blieb der erhoffte Aufstieg aus, da die Aufstiegs-Play-offs nie erfolgreich abgeschlossen wurden. Auch im Jahr 2003 war der Klub dem Aufstieg erneut nahe, scheiterte jedoch im Titelkampf knapp an ADO Den Haag.

Jahre am Rande der Existenz

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Auf die erfolgreichen Jahre folgte eine schwierigere Phase. In den Spielzeiten 2004/05 und 2011/12 stand FC Emmen kurz vor dem Bankrott, konnte diesen jedoch jeweils knapp abwenden. Auch sportlich kämpfte der Verein ums Überleben und entging dem Abstieg nur knapp. In den folgenden Jahren fand der Klub durch eine finanziell und sportlich realistische Vereinsführung allmählich wieder den Weg nach oben und entwickelte sich zu einem stabilen Verein der Eerste Divisie, der mehrfach an den Aufstiegs-Play-offs teilnahm.

Aufstieg in die Eredivisie

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In der Saison 2017/18 stieg FC Emmen unter Cheftrainer Dick Lukkien nach dem siebten Tabellenplatz überraschend erstmals in seiner Vereinsgeschichte in die Eredivisie auf. In den Aufstiegs-Play-offs setzte sich der Klub gegen N.E.C. und Sparta Rotterdam durch.[2] Damit wurde Emmen der erste Fußballverein aus der Provinz Drenthe, der jemals in der Eredivisie spielte.[3]

Der Klub debütierte in der Eredivisie mit einem 2:1-Auswärtssieg bei ADO Den Haag. Am 12. Mai 2019 sicherte sich Emmen durch einen 3:2-Auswärtssieg bei Willem II den Klassenerhalt und beendete die Saison schließlich auf dem 14. Platz.

Während der zweiten Eredivisie-Saison lag FC Emmen nach 26 Spieltagen auf dem zwölften Rang, als die COVID-19-Pandemie in den Niederlanden zum Abbruch der Saison führte. Der nationale Fußballverband erklärte die Spielzeit für beendet, womit Emmen erneut den Klassenerhalt schaffte.

In der dritten Erstligasaison stand der Verein lange Zeit am Tabellenende und verbesserte sich gegen Saisonende. Der direkte Klassenerhalt schien kurzzeitig möglich, doch letztlich belegte Emmen den 16. Platz und musste an den Relegationsspielen teilnehmen. Dort schied der Klub nach Elfmeterschießen gegen NAC Breda aus und stieg nach drei Spielzeiten wieder ab.[4]

Am 17. Mai 2021 feierte FC Emmen mit einem 4:0-Auswärtssieg bei VVV-Venlo den höchsten Eredivisie-Sieg seiner Vereinsgeschichte.[5]

Im Jahr 2022 stieg der Verein erneut in die Eredivisie auf und wurde am 29. April 2022 erstmals Meister der Eerste Divisie.

Die zweite Eredivisie-Periode dauerte nur eine Saison. Der FC Emmen entging 2022/23 dem direkten Abstieg als Tabellensechzehnter, verlor aber das Finale der Relegation gegen den Almere City FC und stieg in die Eerste Divisie ab.

In der folgenden Saison belegte der FC Emmen den siebten Platz in der Eersten Divisie und schied in der zweiten Runde der Relegationsspiele erneut gegen NAC Breda aus. In der Spielzeit 2024/25 verpasste die Mannschaft die Play-offs. Am letzten Spieltag musste auswärts gegen Telstar gewonnen werden, doch die Partie endete mit einer 0:3-Niederlage, womit der FC Emmen auf dem achten Rang abschloss.

Titel und Erfolge

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Wettbewerb Anzahl Jahre
National
Meister der Eerste Divisie2021/22
Aufstieg in die Eredivisie über die Play-offs2017/18
Stadion De Oude Meerdijk
Luftaufnahme des Stadions De Oude Meerdijk

Die Heimspiele von FC Emmen werden in einem multifunktionalen Stadion ausgetragen, das sich am Stadionplein im Sport- und Businesspark Meerdijk befindet und fasst 8.600 Zuschauer (ausschließlich Sitzplätze). Das Stadion selbst trug ursprünglich den Namen Stadion Meerdijk.

Zwölf Jahre lang – von der Saison 2001/02 bis einschließlich 2012/13 – trug die Anlage den Sponsorennamen Univé Stadion.

Von 2014 bis 2017 hieß das Stadion JENS Vesting. Seit dem 1. Januar 2018 trägt es den traditionellen Namen De Oude Meerdijk.[6]

FC Emmen Museum

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Trophäenschrank im FC-Emmen-Museum.

Der FC Emmen verfügt seit dem 18. November 2005 über ein eigenes Museum, das sich im Hauptgebäude des De Oude Meerdijk befindet. Das Museum ist während der Bürozeiten geöffnet und kann kostenlos besichtigt werden.

AmtszeitNat.Trainer
1985–1988NiederlandeTheo Verlangen
1988–1991NiederlandeBen Hendriks
1991–1992NiederlandePiet Buter
1992–1994NiederlandeRené Notten
1994–1995NiederlandeLeen Looijen
1995–1998NiederlandeAzing Griever
1998–2001NiederlandeJan de Jonge
2001–2003NiederlandeHennie Spijkerman
2003–2005NiederlandeJan Olde Riekerink
2005–2007NiederlandeJan van Dijk
AmtszeitNat.Trainer
2007–2008NiederlandeGerry Hamstra
2008–2009NiederlandePaul Krabbe
2009–2010NiederlandeHarry Sinkgraven
2010–2011NiederlandeAzing Griever / René Hake
2011–2012NiederlandeRené Hake
2012–2015NiederlandeJoop Gall
2015–2016NiederlandeMarcel Keizer / Gert Heerkes
2016–2023NiederlandeDick Lukkien
2023–2024NiederlandeFred Grim / Alfons Arts (i. V.)
2024–2025DeutschlandRobin Peter
Seit 2025NiederlandeMenno van Dam

Kader der Saison 2025/26

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Stand: 6. September 2025[7]

Nr. Position Name
1 NiederlandeNiederlande TW Koen Bucker
2 Kap Verde AB Jorginho Soares
2 NiederlandeNiederlande AB Daniël Beukers
4 DanemarkDänemark AB Christian Østergaard
5 Indonesien AB Tim Geypens
6 NiederlandeNiederlande MF Pascal Mulder
7 DeutschlandDeutschland MF Torben Rhein
8 DeutschlandDeutschland MF Alaa Bakir
9 NiederlandeNiederlande ST Romano Postema
10 DeutschlandDeutschland ST Jalen Hawkins
11 NiederlandeNiederlande ST Nelson Amadin
12 NiederlandeNiederlande ST Freddy Quispel
13 DeutschlandDeutschland MF Luca Denk
14 NiederlandeNiederlande ST Stan van Manen
16 NiederlandeNiederlande TW Kevin Norder
Nr. Position Name
17 DanemarkDänemark AB Lukas Larsen
18 Kamerun ST Franck Evina
19 DanemarkDänemark MF Adam Claridge
20 DeutschlandDeutschland MF Julius Kade
21 NiederlandeNiederlande MF Djenahro Nunumete
23 NiederlandeNiederlande MF Ties Oostra
24 Marokko AB Juliën Mesbahi
25 NiederlandeNiederlande MF Rodney Kongolo
27 DeutschlandDeutschland ST Liam Marheineke
34 NiederlandeNiederlande AB Gijs Bolk
36 NiederlandeNiederlande AB Luca Everink
38 DeutschlandDeutschland TW Luca Unbehaun
45 ItalienItalien ST Antonio Satriano
77 DeutschlandDeutschland ST Filimon Gerezgiher
NiederlandeNiederlande TW Aaron Wanki

Saisonplatzierung

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Saison Liga Platz
1985/86Eerste Divisie18.
1986/87Eerste Divisie16.
1987/88Eerste Divisie18.
1988/89Eerste Divisie18.
1989/90Eerste Divisie6.
1990/91Eerste Divisie12.
1991/92Eerste Divisie18.
1992/93Eerste Divisie12.
1993/94Eerste Divisie9.
1994/95Eerste Divisie10.
1995/96Eerste Divisie2.
1996/97Eerste Divisie3.
1997/98Eerste Divisie3.
1998/99Eerste Divisie3.
1999/00Eerste Divisie5.
2000/01Eerste Divisie11.
2001/02Eerste Divisie5.
2002/03Eerste Divisie2.
2003/04Eerste Divisie8.
2004/05Eerste Divisie19.
2005/06Eerste Divisie6.
2006/07Eerste Divisie11.
2007/08Eerste Divisie9.
2008/09Eerste Divisie13.
2009/10Eerste Divisie15.
2010/11Eerste Divisie13.
2011/12Eerste Divisie18.
2012/13Eerste Divisie12.
2013/14Eerste Divisie12.
2014/15Eerste Divisie4.
2015/16Eerste Divisie7.
2016/17Eerste Divisie9.
2017/18Eerste Divisie7.
2018/19Eredivisie14.
2019/20Eredivisie12.
2020/21Eredivisie16.
2021/22Eerste Divisie1.
2022/23Eredivisie16.
2023/24Eerste Divisie7.
2024/25Eerste Divisie8.

Seit dem Eintritt in den Profifußball hatte der Verein verschiedene Ausrüster und Trikotsponsoren.

Zeitraum Ausrüster Trikotsponsor
1985–1988Yellow BirdAmerican Stores
1988–1989HummelHaka Electronics
1989–1991HummelZwiers
1991–1993HummelDirektbouw Holland
1993–1995HummelMeubelboulevard Emmen
1995–1997HummelGamma
1997–2001HummelAriston/Indesit
2001–2004HummelHaka Electronics
2004–2006HummelHenk ten Hoor (Textilgeschäfte)
2006–2007HummelKoelGroep Dorenbos
2007–2008Hof van SaksenHof van Saksen
2008–2009LegeaHof van Saksen
2009–2012LegeaPeter van Dijk Projects & Investments
2011–2012Klupp/LegeaPeter van Dijk Projects & Investments
2012–2013JAKOSunoil Biodiesel
2013–2015MasitaSunoil Biodiesel
2015–2016RobeyQ&S Garten Deco
2016–2017RobeyNoordlease (später Hitachi Capital Mobility)
2017–2019BeltonaHitachi Capital Mobility
2018–2020BeltonaHitachi Capital Mobility
2019–2020HummelEasyToys
2020–2023HummelEasyToys
2024–2025HummelVandaglas (Heimtrikot) / Hydrowear (Auswärtstrikot)
2025–StannoVandaglas
Commons: FC Emmen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Provinzklub steigt in Eredivisie auf, sport1.de, abgerufen am 4. Januar 2019
  2. FC Emmen en De Graafschap grijpen de eredivisietickets. NOS (20. Mai 2018). Archiviert am 16. Oktober 2022.
  3. Feest in Drenthe: ‘Straks komen Ajax en Feyenoord naar Emmen’. In: NRC. Archiviert vom Original am 25. Juli 2022; abgerufen am 21. Mai 2018 (niederländisch).
  4. NAC stoot FC Emmen na enerverend duel uit de eredivisie en mag met NEC strijden om promotie. Algemeen Dagblad, 20. Mai 2021. Archiviert am 20. Mai 2021.
  5. Emmen boekt grootste zege in nog korte eredivisiebestaan. NOS, 27. September 2019. Archiviert am 11. Oktober 2022.
  6. William Pomp: Stadion FC Emmen omgedoopt tot De Oude Meerdijk. Dagblad van het Noorden, 30. Dezember 2017, archiviert vom Original am 3. Juni 2019; abgerufen am 3. Juni 2019.
  7. FC Emmen - Vereinsprofil. Abgerufen am 6. September 2025.