FSV Budissa Bautzen

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FSV Budissa Bautzen
Logo
Basisdaten
Name Fußballspielvereinigung
Budissa Bautzen e.V.
Sitz Bautzen, Sachsen
Gründung 21. Mai 1904
Präsident Ingo Frings
Website http://www.budissa-bautzen.de/
Erste Mannschaft
Trainer Torsten Gütschow
Stadion Stadion Müllerwiese
Plätze 3000
Liga Regionalliga Nordost
2016/17 17. Platz
Heim
Auswärts

Die Fußballspielvereinigung (FSV) Budissa Bautzen ist ein Fußballverein aus Bautzen in Sachsen. Der Verein hatte 2001 712 Mitglieder. Er nutzt das 3000 Zuschauer fassende städtische Stadion Müllerwiese. Sein Vorgänger BSG Motor Bautzen spielte viele Jahre in der zweitklassigen DDR-Liga.

Vereinsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der BSG Motor

Zwölf Sportler gründeten am 24. Mai 1904 den Fußballclub Budissa Bautzen. Die Vereinsfarben blau-gelb wurden dem Stadtwappen entlehnt. Der lateinische Name „Budissa“ leitet sich von der wendisch-sorbischen Bezeichnung „Budissin“ für Bautzen ab. Nach Aufnahme weiterer Sportarten gab sich der Verein 1907 mit zunächst 130 Mitgliedern den neuen Namen Sportverein Budissa 04. Dieser Verein bestand bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs, 1945 wurde er auf Betreiben der sowjetischen Besatzungsmacht aufgelöst. Als Nachfolgerin nahm 1946 die lose organisierte Sparte Süd den zunächst noch lokal beschränkten Sportverkehr wieder auf. Die Sparte wurde 1950 von der Betriebssportgemeinschaft (BSG) des Waggonbaus Bautzen namens Motor Bautzen übernommen. Diese bestand mit zahlreichen Sportsektionen bis 1990. Nach dem Wegfall der Förderung durch das Waggonbauwerk infolge der wirtschaftlichen Veränderungen nach der politischen Wende von 1989 wurde die Sektion Fußball der Betriebssportgemeinschaft auf Betreiben einer Initiativgruppe Fußball in den eingetragenen Verein Fußballspielvereinigung Budissa Bautzen umgewandelt.

Sportliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SV Budissa wurde zwischen 1912 und 1932 sechsmal Meister des Fußballgaus Oberlausitz. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielten die Budissa-Fußballer zunächst als SG Bautzen-Süd weiter, beteiligten sich u. a. 1948/49 an der Meisterschaft des Fußballbezirks Ostsachsen und erreichten Platz sieben. Als BSG Motor gehörten die Bautzener 1952 zu den Gründungsmannschaften der neu eingerichteten drittklassigen Bezirksliga Dresden. 1954 gelang für eine Saison der Aufstieg in die I. DDR-Liga, danach folgten zwei Spielzeiten in der nun drittklassigen II. DDR-Liga. Von 1958 bis 1960 war die BSG Motor wieder in der I. DDR-Liga vertreten. Abgesehen von einem weiteren Jahr in der II. DDR-Liga (1961/62) spielte die BSG Motor bis 1968 in der I. DDR-Liga (ab 1963 DDR-Liga genannt) und erreichte 1965 mit einem 9. Rang ihre beste Platzierung. Anschließend folgten sechs Spielzeiten in der nun wieder drittklassigen Bezirksliga. Von 1974 bis 1976 konnte Bautzen noch einmal in die DDR-Liga zurückkehren, danach war man in der Bezirksliga Dresden zuhause, den Abstiegen in die Bezirksklasse 1980 und 1984 folgte jeweils der sofortige Wiederaufstieg. Den DDR-Fußballbetrieb beendete die BSG Motor Bautzen 1990 mit einem 13. Platz in der Bezirksliga Dresden. Im Wettbewerb um den DDR-Fußballpokal (FDGB-Pokal) war die BSG 16-mal vertreten, kam aber nie unter die letzten Sechzehn.

Ligenübersicht 1952–1990:

  • 1952/53–1953/54 Bezirksliga Dresden (Liga 3)
  • 1954/55 DDR-Liga (2)
  • 1956–1957 II. DDR-Liga (3)
  • 1958–1960 I. DDR-Liga (2)
  • 1961/62 II. DDR-Liga
  • 1962/63–1967/68 I. DDR-Liga
  • 1968/69–1973/74 Bezirksliga Dresden (3)
  • 1974/75–1975/76 DDR-Liga
  • 1976/77–1979/80 Bezirksliga Dresden
  • 1980/81 Bezirksklasse Dresden (4)
  • 1981/82–1982/84 Bezirksliga Dresden
  • 1984/85 Bezirksklasse Dresden
  • 1985/86–1989/90 Bezirksliga Dresden 1990: 13.

Den Spielbetrieb unter der DFB-Regie begann die FSV Budissa 1990 ebenfalls in der Bezirksliga Dresden, zunächst 4., ab 1991 5. Spielklasse. 1992 gelang der Aufstieg für zwei Jahre in die Landesliga Sachsen. Danach folgten wieder sieben Jahre in der inzwischen sechstklassigen Bezirksliga. 2002 stieg Bautzen erneut in die Landesliga auf, in der sie 2005 den Aufstieg in die Oberliga Nordost schaffte, die seit 2008 die 5. Liga ist.

Ligenübersicht ab 1990:

  • 1990/91–1991/92 Bezirksliga Dresden (Liga 3/4)
  • 1992/93–1993/94 Landesliga Sachsen (4)
  • 1994/95–2001/02 Bezirksliga Dresden (6)
  • 2002/03–2004/05 Landesliga Sachsen (5)
  • 2005/06–2013/14 Oberliga Nordost (4, seit 2008 5. Liga)
  • seit 2014 Regionalliga Nordost (4)

Am 27. September 2011 gab Budissa Bautzen die Trennung von Cheftrainer Thomas Baron und Co-Trainer André Müller bekannt. Nach einem unbefriedigenden Saisonverlauf gab eine 0:4-Heimniederlage den Ausschlag zur Entlassung. Kommissarisch übernahm der Trainer der U23-Mannschaft, Dirk Rettig, das Amt. Als Co-Trainer stand ihm der bisherige Torwarttrainer René Katzwinkel zur Seite. Zu Beginn des Jahres 2012 wurde Damian Halata als neuer Cheftrainer verpflichtet. 2013 wurde Thomas Hentschel Sportchef und trainierte die Mannschaft. 2014 feierte man die Meisterschaft in der Südstaffel der Oberliga Nordost und stieg in die viertklassige Regionalliga Nordost auf. Reimund Linkert wurde ab dem 7. März 2017 durch Torsten Gütschow als Trainer abgelöst.[1]

Personen von besonderer Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gert Heidler, DDR-Nationalspieler, war Nachwuchsspieler bei der BSG Motor
  • Hartmut Hoffmann, Oberligaspieler in Zwickau, vorher bei der BSG Motor
  • Sven Kmetsch, Jugendspieler bei der BSG Motor, danach DDR-Oberliga- und Bundesligaspieler
  • Claus Rüdrich, Oberligaspieler in Karl-Marx-Stadt, vorher bei der BSG Motor
  • Heinz Satrapa, Oberligaspieler in Zwickau und Aue, Trainer von 1968 bis 1970

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Torsten Gütschow übernimmt bei Budissa Bautzen. In: FuPa. (fupa.net [abgerufen am 6. März 2017]).