Fachverlag

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Ein Fachverlag ist ein Verlag oder ein Teil einer Verlagsgruppe, der Informationen für die beruflich bedingte Nutzung verlegt.

Programm[Bearbeiten]

Sein Verlagsprogramm kann neben Fachbüchern meist auch Fachinformationen in weiteren Fachmedien, wie Zeitschriften, Loseblattwerke, Formulare, Newsletter, Software, CD-ROMs, DVDs, E-Books, Online-Angebote und Seminare umfassen. Auch Hochschulschriften werden in der Regel bei Fachverlagen publiziert. Das Geschäftsmodell eines Fachverlages unterscheidet sich von dem eines Publikumsverlages dadurch, dass die verlegten Werke meist nur eine niedrige Auflage haben, da der Gewinn nicht nur durch eine hohe Zahl von Käufern erzielt wird, sondern durch Abonnements und - vor allem in Deutschland - durch Beteiligung der Autoren an den Druckkosten. Da Anfang 2014 u. a. durch den Berliner Tagesspiegel bekannt geworden ist, dass diese Beteiligungen bzw. Druckkostenzuschüsse für eine Dissertation „bis zu 10.000 Euro“[1] betragen können, ist es fraglich, inwieweit Fachverlage damit per se noch zu den Verlagen bzw. laut Eduard Schönstedt und seiner Untergliederung der Zuschussverlage noch zu den „Druckkostenverlagen[2] oder zu den „Herstellkosten“-[2] und „Selbstkostenverlagen[2] im Sinne von Dienstleistungsunternehmen für Selbstpublikationen zu zählen sind.

Innerhalb der Fachverlage werden drei Hauptbereiche unterschieden:

Der Begriff „Fachverlag“ wird häufig synonym mit „Wissenschaftsverlag“ verwendet, wobei letzterer ausschließlich auf das Publizieren wissenschaftlicher Werke spezialisiert ist.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gemma Pörzgen: Doktor Digital – Die eigene Dissertation in einem Verlag unterzubringen, verschafft ihr Prestige. Doch das Internet ist preiswerter und schneller. Digitales Publizieren hängt auch vom Fach ab. online in Der Tagesspiegel vom 18. Februar 2014
  2. a b c Eduard Schönstedt: Der Buchverlag, Stuttgart 1991, S. 60-62.; siehe Seite 21 u. 22, Fußnote 44 in: Jong-Rak Shin: Selbstverlag im literarischen Leben des Exils in den Jahren 1933-1945; Dissertation, Juni 2007, PDF-Datei mit 220 Seiten (793 kB)