Faith Hill

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Faith Hill während eines Auftritts auf der Pope Air Force Base (2009)

Faith Hill (* 21. September 1967 in Ridgeland, Madison County, Mississippi als Audrey Faith Perry) ist eine US-amerikanische Country- und Pop-Sängerin.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Faith Hill wurde 1967 als Audrey Faith Perry in Ridgeland in der Nähe von Jackson im Bundesstaat Mississippi geboren. Sie wuchs bei Adoptiveltern in der nahegelegenen Kleinstadt Star auf. Bereits als Kind musizierte sie und hatte erste Auftritte bei Rodeowettbewerben. Nach ihrem High-School-Abschluss besuchte sie das Hinds Community College in Raymond, brach jedoch das Studium im Alter von 19 Jahren ab und zog nach Nashville.

Zunächst verkaufte sie in einem kleinen Laden für Country-Fans T-Shirts, dann bekam sie einen Job als Sekretärin bei einem Musikverlag. Ein dort angestellter Songwriter hörte sie eines Tages singen und empfahl ihr, ein Demo-Band aufzunehmen. Der Produzent des Demos, Gary Burr, ermöglichte es ihr, ihn bei seinen Auftritten als Backgroundsängerin zu begleiten. Bei einem solchen Auftritt wurde sie, mittlerweile mit Daniel Hill verheiratet, von einem Warner-Brothers-Manager entdeckt und unter Vertrag genommen.

Ihr erstes Album Take Me as I Am erschien 1993. Es verkaufte sich mehr als zwei Millionen Mal. Die ausgekoppelte Single Wild One erreichte Platz eins der Country-Charts und konnte sich dort vier Wochen halten. Als zweite Single von dieser LP wurde Piece of My Heart veröffentlicht; die Coverversion des Erma-Franklin-Hits kam 1994 ebenfalls auf die Spitzenposition der Country-Charts. Im gleichen Jahr ließ sich das Ehepaar Hill scheiden.

Nach einigen Stimmbandproblemen wurde 1995 Faith Hills zweites Album veröffentlicht: It Matters to Me, das die Verkaufszahlen des ersten noch übertreffen konnte. Im selben Jahr ging sie gemeinsam mit Tim McGraw auf Tournee, den sie wenige Monate später heiratete. 1997 wurde die erste von drei Töchtern geboren. Im selben Jahr spielten Hill und McGraw die gemeinsame Single It's Your Love ein, die sechs Wochen lang Platz eins belegte und vielfach ausgezeichnet wurde.

1998 erschien ihr drittes Album Faith, das in Deutschland mit dem Titel Love Will Always Win auf den Markt kam. Erneut konnten die Verkaufszahlen gesteigert werden. Faith Hill fand nun auch außerhalb der Country-Szene ihr Publikum. Die Single This Kiss platzierte sich hoch in der Pop-Hitparade. Das nächste Album Breathe erreichte Spitzenpositionen sowohl in den Country- als auch in den Pop-Charts. Es war ihr bis dahin erfolgreichstes Album und wurde mit einem Grammy ausgezeichnet.

2000 sang sie für den Film Der Grinch das Lied Where Are You Christmas. 2001 steuerte sie zum Film Pearl Harbor das Titellied There You'll Be bei. 2002 kam das Album Cry auf den Markt, mit dem sie sich weitgehend von der Country-Musik entfernte.

Hill sang unter anderem auf der Schlussfeier der Olympischen Spiele 1996. 2003 gab sie in Fort Bragg vor 10.000 Golf-Kriegs-Soldaten ein Solidaritätskonzert. Faith Hill wurde von den Lesern des People Magazine unter die „50 Most Beautiful People“ gewählt und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise. Ihre erste Filmrolle hatte sie im Remake des Films Die Frauen von Stepford.

2005 erschien das Album Fireflies. Die ausgekoppelte Single Mississippi Girl war wie das gesamte Album wieder countrylastig; die Folgesingle Like We Never Loved at All war erneut ein Duett mit Ehemann Tim McGraw.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1993 Take Me as I Am 59
(54 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. Oktober 1993
1995 It Matters to Me 29
(80 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. August 1995
1998 Faith / Love Will Always Win 66
(3 Wo.)
36
(4 Wo.)
7
(99 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. April 1998
1999 Breathe 76
(4 Wo.)
38
(28 Wo.)
19
(23 Wo.)
1
(103 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. November 1999
2002 Cry 12
(13 Wo.)
60
(2 Wo.)
20
(8 Wo.)
29
(3 Wo.)
1
(39 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Oktober 2002
2005 Fireflies 37
(6 Wo.)
1
(67 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. August 2005
2008 Joy to the World 13
(27 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. September 2008

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2001 There You'll Be 14
(6 Wo.)
11
(4 Wo.)
13
(6 Wo.)
6
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. Oktober 2001
2007 The Hits 12
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Oktober 2007

Weitere Veröffentlichungen:

  • 1996: Piece of My Heart
  • 2016: Deep Tracks

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1993 Wild One
Take Me as I Am
92
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. September 1993
1995 It Matters to Me
It Matters to Me
74
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. November 1995
1998 This Kiss
Faith
52
(9 Wo.)
18
(11 Wo.)
13
(11 Wo.)
7
(48 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. März 1998
Let Me Let Go
Faith
72
(2 Wo.)
33
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. September 1998
1999 Love Ain't Like That
Faith
68
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. Januar 1999
The Secret of Life
Faith
46
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. April 1999
Breathe
Breathe
33
(5 Wo.)
2
(53 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Oktober 1999
2000 The Way You Love Me
Breathe
49
(12 Wo.)
15
(5 Wo.)
6
(56 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. Februar 2000
Where Are You, Christmas?
Der Grinch (O.S.T.)
65
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 2000
2001 If My Heart Had Wings
Breathe
39
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. Januar 2001
There You'll Be
There You'll Be / Pearl Harbor (O.S.T.)
8
(18 Wo.)
5
(19 Wo.)
5
(24 Wo.)
3
(25 Wo.)
10
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Mai 2001
2002 Cry
Cry
93
(1 Wo.)
72
(3 Wo.)
25
(5 Wo.)
33
(26 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. September 2002
When the Lights Go Down
Cry
64
(4 Wo.)
52
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. November 2002
2005 Mississippi Girl
Fireflies
29
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. Mai 2005
Like We Never Loved at All
Fireflies
45
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. August 2005
2006 The Lucky One
Fireflies
69
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Februar 2006
Sunshine and Summertime
Fireflies
70
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. Juni 2006
2007 Lost
The Hits
62
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. Juni 2007
2011 Come Home 82
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. November 2011

Als Gastmusikerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1997 It's Your Love
Everywhere
7
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. Mai 1997
(Tim McGraw featuring Faith Hill)
2007 I Need You
Let It Go
50
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. April 2007
(Tim McGraw featuring Faith Hill)
2014 Meanwhile Back at Mama's
Sundown Heaven Town
41
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. April 2014
(Tim McGraw featuring Faith Hill)

Weitere Singles:

  • 1994: Piece of My Heart
  • 1994: But I Will
  • 1994: Take Me as I Am
  • 1995: Let's Go to Vegas
  • 1996: Someone Else's Dream
  • 1996: You Can't Lose Me
  • 1996: I Can't Do That Anymore
  • 1997: Who I Am
  • 1998: Just to Hear You Say That You Love Me (mit Tim McGraw)
  • 2000: Let's Make Love (mit Tim McGraw)
  • 2003: One
  • 2003: You're Still Here
  • 2003: Baby You Belong
  • 2006: Stealing Kisses
  • 2007: Red Umbrella
  • 2012: American Heart

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1993

1997

  • CMA-Award - Vocal Event of the Year (mit Tim McGraw)
  • ACM-Award - Single of the Year
  • ACM-Award - Song of the Year
  • ACM-Award - Video of the Year
  • ACM-Award - Vocal Event of the Year

1998

  • CMA-Award Music Video of the Year
  • ACM-Award - Single of the Year
  • ACM-Award - Top Female Vocalist
  • ACM-Award - Video of the Year

1999

  • ACM-Award - Top Female Vocalist
  • ACM-Award - Video of the Year

2000

  • Grammy - Best Female Country Vocal Performance
  • Grammy - Best Country Collaboration with Vocals (mit Tim McGraw)
  • Grammy - Best Country Album
  • CMA-Award - Female Vocalist of the Year
  • ACM-Award - Top Female Vocalist

2002

  • Grammy - Best Female Country Vocal Performance

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Chartquellen: DE AT CH UK US