Finstral

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Finstral

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Rechtsform AG
Gründung 1969
Sitz Unterinn bei Bozen
Leitung Joachim Oberrauch (Präsident des Verwaltungsrates), Luis Oberrauch (Vizepräsident des Verwaltungsrates), Florian Oberrauch (Vizepräsident des Verwaltungsrates), Hans Oberrauch und Verena Oberrauch (beide Mitglieder des Verwaltungsrates)
Mitarbeiterzahl 1450 (2017)
Umsatz 180 Mio. (2016)
Branche Fenster, Türen, Glasanbauten
Website www.finstral.com (mehrsprachig)

Finstral Hauptsitz, Unterinn (Südtirol)

Die Finstral AG ist ein Fenster-Hersteller mit Hauptsitz in Italien. Der Hauptsitz des Familienunternehmens liegt in Unterinn bei Bozen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1969 gründete Hans Oberrauch mit Max Lintner die Finstrahl OHG zur Produktion von Kunststoff-Fenstern und Türen. Zu Beginn wurden dazu Kunststoff-Profile des Systems „Petal“ aus Hamburg verwendet. Ab 1971 wechselte das Unternehmen zum Profil-System namens „Trocal“ von Dynamit Nobel. Aufgrund der stetig steigenden Importkosten, begann das Unternehmen selbst mit der Produktion von Kunststoff-Profilen und entwickelte das erste eigene Profil-System namens „SYSTEM 100“. Die Extrusion der Profile erfolgte in Zusammenarbeit mit der italienischen Firma „Pozzi“. Die Profile des bis heute eingesetzten Nachfolgers namens „System 200“, fertigte Finstral dann ab dem Jahr 1981 im eigenen Extrusionswerk „Weber“ in Moos am Ritten in Südtirol.

1972 führte Finstral erstmals die heute vollkommen marktübliche Technik der „Überschubmontage“ ein. Die Überschubmontage ermöglicht den Fensteraustausch in ca. zwei Stunden ohne dabei Maurerarbeiten erledigen zu müssen.

Auch das herstellerunabhängige Institut für Fenstertechnik in Rosenheim empfiehlt mittlerweile diese Montageart zum Austausch von Fenstern. Zudem erhielt Finstral als erste ausländische Firma das deutsche Gütezeichen für RAL-Montage für Fenster und Türen: Im Jahr 1981.[1]

In den 1980er Jahren wurde die Lizenz für eine neue Holz-Oberflächenstruktur erworben. Diese wird nicht aufgeklebt, sondern direkt in die Kunststoff-Profiloberfläche eingeprägt.

Finstral Studio

Seit 2016 eröffnet Finstral europaweit eigene Schauräume (Finstral Studios), sowie größere Schauräume gemeinsam mit Händlerpartnern (Finstral Partner Studios). In den Finstral Studios und Finstral Partner Studios stellt das Unternehmen auf mehreren hundert Quadratmetern sein gesamtes Produktportfolio aus.[2][3]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FIN-Project Nova-line & Ganzglasfenster Vista

Finstral fertigt Fenster mit Kunststoffkern. Das gesamte Produktprogramm von Finstral umfasst Fenster, Schiebetüren, Haustüren, Wintergärten, Fensterwände sowie Klappläden, Rollläden und Insektengitter in den verschiedensten Ausführungen und mit einer großen Materialvielfalt von Kunststoff über Aluminium und Echtholz bis hin zu einem neuartigen Werkstoff namens „ForRes“, einem Gemisch aus PVC-Verschnittabfällen und Reisschalen (das selbst wieder recycelt werden kann).[4]

Standorte und Vertrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werk Weber im Moos, Südtirol, seit 1980 (Profilextrusion)
  • Werk Kurtatsch, Südtirol, seit 1982 (Fenster und Profilextrusion)
  • Werk Schabs, Südtirol, seit 1986 (Fenster)
  • Werk Scurelle, Trentino, seit 1978 (Fenster und Isoliergläser)
  • Werk Bad Lauterberg, Niedersachsen, seit 1979 (Fenster)
  • Werk Villnöss, Südtirol, seit 1991 (Haustüren und Füllungen)
  • Werk Greiz, Thüringen, seit 1991 (Fenster und Aluminiumfenster)
  • Werk Barbian, Südtirol, seit 1994 (Fensterläden)
  • Finstral GmbH Gochsheim, Bayern, seit 1995 (Fenster und Isoliergläser)
  • Werk Borgo, Trentino, seit 2000 (Aluminiumfenster und -haustüren)
  • Zentrallager Kurtatsch, Südtirol, seit 2002 (Profillager und Profilbearbeitung)
  • Werk Oppeano, Verona, seit 2008 (Fenster und Isoliergläser)
  • Werk Altenburg, Thüringen, seit 2012 (Rollläden)
  • Werk Klobenstein, Südtirol, seit 2014 (Wintergärten und Fensterwände)
  • Werk Scurelle 2, Trentino, seit 2014 (Isoliergläser, Sicherheitsgläser ESG, Sondergläser)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Finstral: Joachim Oberrauch neuer Präsident. In: Glaswelt. 5. August 2020 ([1]).
  • Geschichte Finstral, abgerufen am 3. September 2020
  • Finstral. Vom Isolierglas bis zum Premiumfenster. In: Glaswelt. (glaswelt.de).
  • Finstral baut für 14 Millionen. In: Mainpost. 2016 (mainpost.de – Zugriff nur über Abo).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Finstral – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lietfaden zur Montage von Fenstern. In: ift Fachinformationen. Gütegemeinschaft Fenster, Fassaden und Haustüren e.V., Frankfurt und ift Rosenheim (Institut für Fenstertechnik e.V.), 30. März 2020, abgerufen am 24. September 2020 (deutsch).
  2. Stefan Kirchner: Letztlich die billigste und beste Einbaumethode. In: BMonline - Das Portal für Schreiner, Tischler und Fensterbauer. Konradin-Verlag Robert Kohlhammer GmbH, 6. April 2020, abgerufen am 3. September 2020 (deutsch).
  3. Daniel Mund: Finstral eröffnet 1.000 m² Schauraum in Friedberg bei Augsburg. In: www.glaswelt.de. Alfons W. Gentner Verlag GmbH & Co. KG, 4. Oktober 2017, abgerufen am 3. September 2020 (deutsch).
  4. Finstrals neues System boomt. In: bauelemente bau. Verlag für Fachpublizistik GmbH, 10. August 2020, abgerufen am 3. September 2020 (deutsch).