Fleischspieß

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Der Ausdruck Fleischspieß bezeichnet auf Holz- oder Metallspieße gesteckte Fleischstücke, die in dieser Form gegart werden. Man unterscheidet einfache Fleischspieße (zum Beispiel Schaschlik) und mechanische Drehspieße (beispielsweise Gyros). Des Weiteren gibt es Fleischspieße, die als Thermometer zur Bestimmung der Kerntemperatur bei Braten eingesetzt werden können.

Die Variante des Gerichts, die mit an Spießen aufgereihten Fleischstückchen und anderen Zutaten wie Zwiebeln und Paprika serviert wird, birgt beim Verzehr einige potentielle Tücken und gilt in Knigge-Lexika wie etwa Hummer, Brathähnchen und Spaghetti als „schwierige Speise“, bei der man Gefahr läuft, sich und andere beim Verzehr zu blamieren, zu bekleckern oder sogar zu verletzen. Es wird empfohlen, den Spieß mit einer Hand am breiteren Ende anzuheben und die Stücke einzeln, angefangen beim untersten, mit der Gabel vorsichtig über die Spitze des Spießes auf den Teller zu schieben. Vom Versuch, die Gabel am oberen Ende anzusetzen, um alles gleichzeitig auf den Teller zu schieben, wird ebenso abgeraten wie davon, den Spieß in beide Hände zu nehmen und ihn abzunagen. Ersteres birgt hohe Risiken, zweiteres gilt als unschicklich.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arrosticini: gegrillte Fleischspieße aus den Abruzzen
  • Kabab Barg / Koobideh: Nationalgericht des Iran
  • Pincho moruno: spanisch für „Maurenspieß“
  • Ražnjići: Bezeichnung für gegrillte Fleischspieße im serbokroatisch sprechenden Raum
  • Satay: ein Grillgericht, das ursprünglich aus Indonesien stammt
  • Şiş Kebap: traditioneller Grillspieß der türkischen und arabischen Küche
  • Souvláki: auf Holzspieße gesteckt und über Holzkohlenglut gegrillt
  • Yakitori: japanische Variante gegrillter Fisch-, Fleisch- und Gemüse-Spießchen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fleischspieße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Iris Hammelmann: Das große Knigge-Lexikon, Compact Verlag, München 2008, S. 90