Florac

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Florac
Wappen von Florac
Florac (Frankreich)
Florac
Region Languedoc-Roussillon
Département Lozère
Arrondissement Florac
Kanton Florac
Gemeindeverband Florac Sud Lozère
Koordinaten 44° 20′ N, 3° 36′ OKoordinaten: 44° 20′ N, 3° 36′ O
Höhe 522–1.141 m
Fläche 29,89 km²
Einwohner 1.950 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 65 Einw./km²
Postleitzahl 48400
INSEE-Code
Website Florac

Schloss Florac

Florac ist ein Ort und eine südfranzösische Gemeinde mit 1.950 Einwohner (Stand 1. Januar 2013) im Département Lozère in der Region Languedoc-Roussillon. Florac liegt im Zentrum des Nationalparks Cevennen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Florac liegt am Fluss Tarnon in den Cevennen im südlichen Zentralmassiv auf ca. 550 m Höhe ü. d. M. Der höchste Berg der Cevennen, der Mont Lozère, liegt etwa 20 km nordöstlich der Gemeinde. Bei Florac beginnt nach dem Zusammenfluss des Tarnon und des oberen Tarn das 40 km lange und tief eingeschnittene System der Gorges du Tarn.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2013
Einwohner 1.915 2.600 1.953 1.452 1.996 1.950

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sanken die Bevölkerungszahlen kontinuierlich ab um sich danach wieder zu stabilisieren.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahrhundertelang lebten die Einwohner der Gemeinde zumeist als Selbstversorger von der Landwirtschaft, zu der auch die Viehzucht (Schafe, Ziegen, Rinder, Hühner) gehörte. Als regionales Wirtschaftszentrum war der Ort auch attraktiv für Kleinhandel, Handwerk und kleinere Dienstleistungsunternehmen. Mittlerweile spielt der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) eine bedeutende Rolle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1130 errichteten Mönche der Benediktinerabtei von La Chaise-Dieu in Florac ein Priorat, welches den Kern der weiteren Entwicklung des Ortes bildete. Im 13. Jahrhundert existierte eine Burg (château), die jedoch in den Hugenottenkriegen zerstört wurde. Der Ort selbst war umgeben von Wasserläufen und -gräben bis im 14. Jahrhundert eine Stadtmauer (remparts) entstand. Im 16. und 17. Jahrhundert geriet die Stadt unter protestantischen Einfluss, der jedoch mit der Aufhebung des im Jahr 1598 von Heinrich IV. erlassenen Edikts von Nantes durch Ludwig XIV. (1685) und den anschließenden Kamisardenkriegen (1702–1705) ein Ende fand.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Pfarrkirche Église Saint-Martin steht an der Stelle der ehemaligen Prioratskirche, die jedoch aufgrund von Konflikten mit dem örtlichen Grundherren (seigneur) im Jahr 1501 zerstört wurde. Stattdessen wurde ein protestantisches Gotteshaus (temple) erbaut, das im Jahr 1833 in neoklassischem Stil erneuert wurde. Interessant ist das Spannungsverhältnis zwischen der klassizistischen Fassade und dem Glockenturm über der Apsis.
  • Die mittelalterliche Burg wurde in den religiös motivierten Auseinandersetzungen des 16. Jahrhunderts zerstört und im Jahr 1652 durch den heutigen Bau ersetzt. Dieser diente in den Revolutionsjahren als Kornspeicher und später als Gefängnis und als Hospital. Seit 1976 ist hier die Nationalpark-Verwaltung untergebracht.
Pont de Barre
außerhalb

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hôtel, Florac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)