Fon (Unternehmen)

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Fon Wireless Ltd.

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Rechtsform Ltd.
Gründung 2005
Sitz Madrid
Leitung Martin Varsavsky (CEO)
Jordi Vallejo (CTO)
Antonio Fuentes (CFO)
Branche Telekommunikation
Website fon.com

Fon ist ein im November 2005 gegründetes Unternehmen englischen Rechts[1] mit Geschäftssitz in Madrid, das sich die weltweite und möglichst flächendeckende Installation von Hotspots zum Ziel gesetzt hat.

Fon installiert und betreibt die Hotspots nicht selbst, sondern setzt beim Netzaufbau auf Personen, die ihre ungenutzten Breitband-Internetzugänge per WLAN zur Verfügung stellen möchten. Im Gegenzug erhalten diese Personen weltweit kostenlosen Zugang zu den anderen Fon-Hotspots.

Nicht Fon-Mitglieder können Tickets zur Nutzung der Hotspots erwerben. Beim ersten Nutzungs-Modell wurden aktive Fon-Mitglieder am Ticket-Verkauf beteiligt, was man aber wieder einstellte.

Die Internet-Verbindung an den privaten Fon-Hotspots ist instabil, da nur die ungenutzte Bandbreite weitergegeben wird.

Der Verkauf eigener Geräte wurde 2018 eingestellt. Scheinbar wird nur noch auf Kooperationen gesetzt. Diese Kooperationen-Partner sind u. a. DSL-Anbieter, die das Fon-WLAN in Ihre eigenen Router-Modellen einbinden. Durch diese Exklusiv-Verträge ist man jedoch landesweit an einzelne Telekommunikations-Anbieter gebunden.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fon Wireless, Ltd. ist die in London eingetragene Firma des Unternehmens mit Hauptsitz in Madrid. Gründer und Geschäftsführer ist der in Madrid lebende Unternehmer Martin Varsavsky. Deutscher Ableger ist die Fon Germany GmbH in München. Zu den Investoren zählen unter anderem Google und eBay sowie die Index Ventures und mit einem Anteil von nur 1 % auch Sequoia, die Anfang 2006 und in der Folgezeit über 18 Millionen Euro in Fon investierten.[2] Einem Artikel der Berliner Zeitung zufolge dürften die „Anlaufkosten für Fon […] 100 Millionen Euro“ betragen haben.[3] Aufgrund des mangelnden wirtschaftlichen Erfolgs des deutschen Teams wurde die deutsche Fon-Niederlassung mittlerweile geschlossen und das Team komplett aufgelöst.

Im Frühjahr 2008 trennte sich das Unternehmen von 40 seiner 100 Mitarbeiter. Martin Varsavsky begründet diesen Schritt mit bis dahin monatlich über 1 Million Euro Verlust, der durch die Entlassungen auf monatlich 350.000 Euro verringert werden konnte.[4] Im Oktober 2008 erhöhte Fon die Preise für einfache Tagestickets um 67 % von 3 auf 5 Euro.[5]

Das Unternehmen hat sich die Aufgabe gestellt, weltweit so viele Nutzer zu gewinnen, bis ein weltweites, funktionsfähiges WLAN errichtet ist. Dieser Prozess erfolgt sowohl über Kooperationen mit namhaften Internet Service Providern, als auch über virales Marketing u. a. auch innerhalb der Blogosphäre. Insgesamt gibt es Nutzer aus über 140 Ländern. Das wöchentliche Wachstum wurde einmal mit 20.000 bis 30.000 Mitgliedern angegeben, doch mittlerweile trete nach Angaben von Francofon ein anhaltender Nutzerschwund auf.[6] Im Widerspruch hierzu steht die vom Unternehmen herausgegebene Abdeckungskarte, die für Großbritannien und Belgien eine sehr gute Abdeckung zeigt, zwei Länder, die in der Aufstellung von Francofon überhaupt nicht erscheinen.[7]

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Internetdienstanbieter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kooperationen mit Internetdienstanbietern basieren auf der Einräumung gegenseitiger Login-Rechte (Roaming-Verbund), so dass ein weltweites Netz errichtet werden kann.

2007 wurden Kooperation mit der BT Group im Vereinigten Königreich und mit SFR (damals noch Neuf Cegetel) in Frankreich, dem dort zweitgrößten Telekommunikationsunternehmen geschlossen.[8] Im selben Jahr in den USA mit Time Warner[9][10], wodurch 6,6 Millionen Breitbandusern selber Fon-WLan-Betreiber werden können.

Kooperations-Partner seit 2008 sind in Russland Comstar[11], der führende ISP in Moskau und in Portugal mit ZON[12], der dort führende Breitbandanbieter, hervorgegangen aus dem ehemaligem Staatsmonopol.

2013 wurde eine Kooperation mit Telekom Deutschland unter dem Namen WLAN TO GO geschlossen[13].

In den Jahren 2012–2015 hinzugekommen: Internet Service Provider aus Belgien, Niederlande, Polen, Kroatien, Ungarn, Griechenland, Rumänien, Spanien, Italien, Brasilien und Australien

Lokale Kooperationen (bis 2008)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab ein Programm für den Aufbau von Hotspots in Städten[14][15]:

In Oslo wurden 2007 insgesamt 500 Werbetafeln mit Fon-Hotspots ausgestattet[16]. In Manhattan besteht eine Zusammenarbeit mit CBS outdoor (einer Werbetafel-Firma, heute Outfront Media).

In Málaga unterstützte (2008) die Stadtverwaltung die Aufstellung von Fon-Hotspots. In einem Abkommen mit der Stadt Genf wurde die Zusammenarbeit vereinbart und mehrere hundert WLAN-Zugriffspunkte im Stadtgebiet aufgestellt.

Weitere lokale Projekte (2008): Im Glockenbachviertel in München, in Chueca in Madrid, in Japan (Tokio) und in Barcelona, wo, beginnend im April 2008 bis zu 700 Kioskterminals installiert werden. Das erste lokale Projekt fand in Blanquefort in Frankreich statt. Weitere französische Initiativen waren bisher Massy und Paray Le Monial, ein christlicher Pilgerort mit vielen Millionen Besuchern jährlich. Die italienischen Behörden haben die von Fon initiierte SMS-Identifizierung mittlerweile als gesetzeskonform anerkannt, weswegen nun auch die Kooperation mit der Uni in Urbino starten konnte.

Kleinere Kooperationen (bis 2009)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006 verkaufte Sony in Japan seinen Handheld Mylo (2006) zusammen mit dem La Fonera über seinen Webshop.[17] In Japan konnten diese Handheld-Geräte das Fon-Netzwerk kostenlos benutzt, ganz unabhängig von Fonero (also einer aktiven Teilnahme).

Kostenfrei erreichbare Portale: 2008, das taiwanische Internet-Portal(?) Youthwant.com (1,8 Millionen Nutzer), ist kostenfrei an allen „La-Fonera“-Hotspots erreichbar. Die registrierten Nutzer sollen auch als passive Fon-Nutzer übernommen worden sein. Des-weiteren waren ein paar andere Internetseiten kostenfrei zugänglich[18]: Google[19], gmail, youtube, Playstation[20], Wii, skype, flickr

Kooperationsabkommen mit bereits bestehenden WLAN-Netzen, wie RomaWireless.

2009 ging Fon eine Kooperation mit den ehemaligen Mobilfunk-Anbieter E-Plus ein. Die Shops wurde mit Fon-Hotspots ausgestattet und „La-Fonera“-Router vergünstigt angeboten. In einen Aktionszeitraum konnten E-Plus-Kunden weltweit die Fon-Hotspots kostenlos nutzen[21][22].

Internetzugang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

La Fonera
La Fonera (FON2100 bzw. FON2200)

Der Internetzugang über Fon ist jedem möglich, der ein WLAN-fähiges Gerät besitzt und sich in der Reichweite eines Fon-Zugangspunkts befindet.

Die Geschwindigkeit des Internet-Zugangs ist sehr wechselhaft und unterschiedlich. Sie kann auch plötzlich ganz abbrechen. Da das Fon-WLAN meist von privaten Personen betrieben wird, geben diese meist nur ihre ungenutzte Internet-Bandbreite weiter. Was bedeutet: Benötigen der Wlan-Inhaber selber seine volle Internet-Leitung (z.b. ein großen Download) werden alle Wlan-Gäste (für diese Zeit) getrennt[23].

Zugangs-Möglichkeiten sind:

  • Kostenfrei für aktive Teilnehmer, die ihrerseits ihren eigenen Internetzugang über Fon bereitstellen (sogenannte „Foneros“).
  • über gekaufte Ticket (24Stunden Tickets, oder je nach Kooperations-Partner Tage/Woche/Monat-Ticket)
  • über einen der Kooperations-Partner (z.b. eine spezielle Hotspot-Flatrate im Rahmen eines Handy-Tarifs)

Der Internetzugang nicht global einheitlich geregelt. In Frankreich sind beispielsweise beim Kooperationspartner Neuf Cegetel nur HTTP-Verbindungen möglich, der E-Mail-Abruf mit herkömmlichen Programmen hingegen nicht (stand vor 2008).

In einigen Ländern gibt einen kurzen, zeitlich begrenzten Probezugang (nicht bei Telekom_FON)[24].

Für eine aktive Teilnahme, also für das auch als DSL-Sharing bezeichnete Teilen des eigenen Internetzuganges über Fon ist das Betreiben eines Fon-Zugangspunkts erforderlich. Im Gegenzug erhält man Zugriff zum gesamten Fon-Netzwerk. Die aktiven Teilnehmer wurden auch „Foneros“ genannt.

Fonera Router[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher bot Fon mehrere eigene Routermodelle an. Die La Fonera-Router konnten über die offizielle Website erworben werden.[25] Die Hardware wurde, wie bei anderen Providern ebenfalls üblich, mit zeitlich befristeten Angeboten preisvergünstigt vertrieben.

Im März 2013 wurde der Verkauf der Geräte in Deutschland eingestellt (wie auch inzwischen in weiteren Ländern[26]). Schließlich folgte 2018 die komplette Einstellung des Verkaufs.[27] Seitdem sind neue Nutzer an die lokalen Kooperationspartner gebunden.

Bestehende deutsche Nutzer der „La Fonera“-Router werden seit 2013 als Spanier geführt und haben weiterhin Zugang zum Fon-Netzwerk (mit Ausnahme der Modellen von 2006).

Situation in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland ist der Kooperations-Partner die Deutsche Telekom, unter dem Begriff „WLAN TO GO“.[28][29]

Für eine aktive Teilnahme wird ein Internet-Anschluss der Deutschen Telekom und ein unterstützter Speedport-Router benötigt[30].

Deutschen WLAN-TO-GO-Kunden stehen die folgenden Hotspots kostenfrei zur Verfügung[31]:

  • HotSpots der Telekom in Deutschland mit (SSID: Telekom, SSID: Telekom_ICE)
  • WLAN-TO-GO-HotSpots in Deutschland (SSID: Telekom_FON)
  • Fon HotSpots weltweit

Für die Freigabe des eigenen WLAN bekommt man Zugriff auf das ganze Fon-Netzwerk.

Das zusätzliche WLAN-Netz des Routers heißt „Telekom_FON“ und kann von anderen Teilnehmern des Fon-Netzwerks genutzt werden. Der eigene Internet-Verkehr wird bevorzugt, sodass keine Einschränkung der Geschwindigkeit bemerkbar sein soll. Des Weiteren wird eine getrennte IP-Adresse verwendet, um Haftungs-Ansprüche gegenüber dem Anschluss-Inhaber zu umgehen.

Neben der aktiven Nutzung ist auch eine passive Nutzung möglich, z. B. Ticket-Kauf oder Handy-Tarife mit passender „Hotspot-Flat“.

Nutzung fremder Router[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teile dieses Abschnitts scheinen seit 2008 nicht mehr aktuell zu sein
Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.

Alternativ können auch kompatible Router mit der ebenfalls dort verfügbaren Fon-Firmware, welche sich automatisch aktualisiert, ausgestattet werden. Kompatible Router sind unter anderem einige von Linksys hergestellte Varianten des WRT54G sowie einige Modelle von Buffalo Technology.

Nutzungsmodelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die klassischen „La Fonera“-Nutzer können theoretisch zwischen drei verschiedenen Nutzungsmodellen auswählen. Diese Auswahl ist allerdings von Land zu Land eingeschränkt. In Japan kann man beispielsweise kein Bill werden.[32]

Linus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Nutzertyp Linus, benannt in Anlehnung an Linus Torvalds, stellt seinen Internetzugang mit Hilfe eines Fon-Routers (bzw. einer Fon-Firmware für seinen vorhandenen Router) anderen Mitgliedern kostenfrei zur Verfügung. Im Gegenzug erhält er dafür kostenfreien Zugang bei Zugangspunkten aller anderen Fon-Mitglieder. Fon verkauft Tagestickets auch über LINUS-Zugangspunkte.

Bill[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Nutzertyp Bill teilt ebenfalls seinen Internetzugang, möchte jedoch zusätzlich Geld verdienen (Voraussetzung dafür ist, dass der jeweilige Provider eine kommerzielle Nutzung des Internetanschlusses gestattet). Er erhält von den über seinen Zugangspunkt gekauften Tageskarten, für die Fon das Entgelt festsetzt, einen Anteil von 50 % (abzüglich Steuern und Gebühren), der erst ausgezahlt wird, wenn er ein Limit von 20 Euro überschreitet. Fon behält also in jedem Fall 50 % ein. Im Falle, dass dieses Limit nicht erreicht wird, kommen dem Unternehmen 100 % zugute. Hat der Nutzer des Zugangs die Tageskarten über einen anderen Zugangspunkt gekauft, bekommt der Bill kein Entgelt für die Nutzung seines Zugangspunktes.[33] Bills dürfen ebenso wie Nutzer vom Typ Linus auch fremde Fon-Hotspots für kostenlosen Internetzugang benutzen.[34][35]

Bezüglich der Herkunft der Bezeichnung 'Bill' besteht Unklarheit. Fon-Chef Martin Varsavsky sagte zunächst, 'Bill' beziehe sich auf Bill Gates.[36] Fon-Mitarbeiter behaupten hingegen, „Bill“ beziehe sich auf das englische Hauptwort „bill“ („Rechnung“).[37] Für den Europa-Chef von Fon, Robert Lang, sind laut Interview mit dem Elektrischen Reporter beide Deutungen möglich.

Alien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aliens (englisch alien – fremd, in Anlehnung an die Bezeichnung für Ausländer im angloamerikanischen Sprachgebrauch) werden diejenigen Nutzer genannt, die keinen eigenen Fon-Zugangspunkt betreiben. Aliens müssen für den Internetzugang an Hotspots von Fon-Mitgliedern sogenannte „Tageskarten“ von Fon erwerben. Die Startseite erklärt den Aliens das Prozedere. Bezahlt werden kann zurzeit mit Kreditkarte, über PayPal und in 8 Ländern (darunter auch Deutschland) bereits mit Premium-SMS.

Passive Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Situation in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland lassen sich Tages-, Wochen- oder Monatstickets kaufen. Es sind die gleichen Tarife, wie bei regulären Telekom Hotspots.

Einige Handytarife beinhalten eine passende „Hotspot-Flat“ für den Telekom Hotspot „Telekom_FON“ (gehört nicht zum weltweiten Fon-Netzwerk[38]).

Vergleich mit ähnlichen Modellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freifunk stellt ein nicht-kommerzielles Bürgernetz dar, das kostenfrei und ohne Anmeldung benutzt werden kann. Während Fon ein Netz von kabelgebundenen Hotspots betreibt, greifen Freifunker zur Technik eines drahtlos vermaschten Netzes.

Rezeption und Probleme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rechtliche Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

Ein Problem stellt die rechtliche Lage bezüglich der Verwendung des Internetzugangs dar. Internetzugänge der großen Internetdienstanbieter in Deutschland durften bisher in der Regel nicht dauerhaft Dritten zur Verfügung gestellt werden. Heute gestatten jedoch einige deutsche Internetdienstanbieter die unentgeltliche bzw. nicht-gewerbliche Teilung des Internetzugangs (also im „Linus“-Modell von Fon). Die kommerzielle Nutzung (im „Bill“-Modell) ist bei vielen deutschen Anbietern zurzeit problematisch oder ausgeschlossen, auch wenn einige der größten deutschen Provider die Nutzung bisher dulden.

Die Dienstbereitstellung von Fon wurde gegenüber der Bundesnetzagentur gemäß geltendem Recht ordnungsgemäß angemeldet, registriert und veröffentlicht. Möglicherweise besteht außerdem noch eine Anzeigepflicht der Dienstbereitstellung gegenüber der Bundesnetzagentur gemäß § 6 Telekommunikationsgesetz, nach der jeder einzelne Standort angezeigt werden muss.[39]

Am 5. Juni 2009 hat das Oberlandesgericht Köln festgestellt, dass kommerzielles WLAN-Sharing gegen das Wettbewerbsrecht verstößt.[40][41][42] Fon legte gegen das Urteil Revision zum BGH ein. Der Fall wurde dort jedoch nicht verhandelt, da Fon und 1&1 sich am Tag vor der Verhandlung außergerichtlich geeinigt haben.[43]

Die rechtliche Verantwortlichkeit desjenigen, der anderen Benutzern seinen Internetzugang, auch über Vermittlung von Fon, zur Verfügung stellt, war in Deutschland lange nicht abschließend geklärt. Seit 2017 gilt das Problem der „Störerhaftung“ in vielen Teilen als gelöst.

Fon protokolliert neben den Login-Daten der Nutzer, auch die DNS-Aufrufe, so dass ein durch Dritte verursachter Schaden in vielen Fällen eindeutig zuzuordnen wäre. Die deutsche Telekom verwendet eine vom Anschluss getrennte IP-Adresse für den privaten Hotspot.

Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fon bietet dem Nutzer keine Möglichkeit, die WLAN-Datenübertragung des öffentlichen Signals zu verschlüsseln (weder WEP, WPA noch VPN-Tunnel). Alle übertragenen Daten (auch Benutzernamen, Passwörter und Mails) sind daher ohne (optionale) Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Empfangsgebiet für Dritte mit Hilfe entsprechender Software mitlesbar. Die klassischen Fon-Router („La Fonera“) senden zwei getrennten SSIDs, einer öffentlichen und einer verschlüsselten für den abgesicherten privaten Zugang.
  • Eine anonyme Nutzung ist vertraglich ausgeschlossen.
  • Die Aufstelladresse des Hotspots ist für jedermann abrufbar. Es steht eine Straßenkarte bereit, auf der der genaue geographische Ort, samt Umgebung angezeigt wird. Der Name ist dagegen nicht öffentlich verfügbar, wenn er nicht explizit angegeben wird.

Nutzbarkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

La Fonera ist ein vollwertiger WLAN-Router. Fon verpflichtet die Bezieher der Hardware vertraglich, diese ausschließlich mit der von Fon freigegebenen Firmware zu betreiben, um am Fon-Verbund teilnehmen zu können. Ein Überspielen der Firmware durch nicht autorisierte fremde Firmware wird durch den Einsatz elektronischer Signaturen erschwert. Die Firmware steht als Derivat von OpenWrt unter der GPL und ist im Einklang mit dieser Lizenz frei herunterladbar. Fon versucht die Verwendung veränderter Firmware auf dem Router zu unterbinden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: FON – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mark Kanne: FON: Weltweite WLAN-Community (Memento des Originals vom 18. Juli 2006 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.readers-edition.de bei Readers Edition, 15. Juni 2006
  2. Rhein Zeitung online: Ex-9Live-Chefin zu Salm steigt bei Internet-Startup Fon ein, 7. Februar 2006
  3. Thomas H. Wendel: Die Mobilfunkfirmen nehmen die Kunden aus. In: Berliner Zeitung. 4. November 2006, abgerufen am 8. Juni 2015.
  4. vgl. Fon-Blog: „Martin Varsavsky's Rat an andere Start-Up CEO's“, 26. Oktober 2008
  5. vgl. Fon-Blog: „Preisanderungen bei den Tagestickets“
  6. Recherchen zu FON-Nutzerzahlen (Memento des Originals vom 1. November 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/maps.francofon.fr
  7. Abdeckungskarte von Fon
  8. WLAN-Community FON landet großen Coup. Abgerufen am 7. Januar 2019.
  9. Om Malik: FON, Time Warner deal confirmed. 23. April 2007, abgerufen am 7. Januar 2019 (amerikanisches Englisch).
  10. Time Warner goes WiFi with Fon | FierceWireless. Abgerufen am 13. Januar 2019.
  11. COMSTAR und FON errichten gemeinsam globales WLAN – Netzwerk für Russland. Abgerufen am 7. Januar 2019 (deutsch).
  12. ZON ist neuer Partner der FON WLAN Gemeinschaft in Portugal. Abgerufen am 7. Januar 2019 (deutsch).
  13. Telekom rollt den WLAN-Teppich aus: 2,5 Millionen neue HotSpots in Deutschland bis 2016
  14. heise online: FON will Funknetz in deutschen Städten ausbauen. Abgerufen am 7. Januar 2019.
  15. FON City Deutschland. 9. März 2010, abgerufen am 13. Januar 2019.
  16. OSLO-City: 500 FON funkende billboards | FON Blog. 5. Dezember 2008, abgerufen am 13. Januar 2019.
  17. Big News: SONY geht mit FON den Weg gemeinsam. FON Blog. 16. März 2007. Archiviert vom Original am 3. Mai 2009. Abgerufen am 12. Januar 2014.
  18. SourceCode ((freier Zugriff auf einzelne Dienste am Hotspot, ohne Anmeldung, stand 2008)): whitelist.dnsmasq in trunk/fon/coova/files – fon-ng. Abgerufen am 13. Januar 2019.
  19. Gmail and other Google products have open access at all Fonspots · Martin Varsavsky | English. Abgerufen am 7. Januar 2019 (amerikanisches Englisch).
  20. SONY PSP® x FON Kooperation startet heute in Japan. 25. August 2008, abgerufen am 13. Januar 2019 (deutsch).
  21. Eplus - FON Wiki Beta. 27. November 2009, abgerufen am 13. Januar 2019.
  22. E-Plus-Shops werden zu Fon-Hotspots - Golem.de. Abgerufen am 13. Januar 2019 (deutsch).
  23. An FON Hotspots ist kein Login möglich | Telekom Hilfe. Abgerufen am 7. Januar 2019.
  24. All you need to know as a Fon Visitor. Abgerufen am 13. Januar 2019 (amerikanisches Englisch).
  25. heise online: Fon mit eigenem WLAN-Router, 19. September 2006
  26. "Fonera *Excluding United Kingdom, Croatia, The Netherlands, Russia, Germany and Greece" Welcome the newest Fonera: Now with Facebook functionality. In: Fon: The global WiFi network. 23. Oktober 2013, abgerufen am 3. Januar 2019 (amerikanisches Englisch).
  27. "manufacture and sale of Foneras has been discontinued" ; I have an old Fonera. Where can I find support documentation? Abgerufen am 1. Januar 2019 (amerikanisches Englisch).
  28. Telekom verspricht 2,5 Millionen neue WLAN-Hotspots
  29. Informationen der Telekom zu WLAN-TO-Go
  30. WLAN TO GO – größtes Hotspot Netz der Welt. telekom.de. Archiviert vom Original am 30. Dezember 2013. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/geschaeftskunden.telekom.de Abgerufen am 12. Januar 2014.
  31. Kostenlose Hotspots: Netzwerkübersicht | Telekom Hilfe. Abgerufen am 13. Januar 2019.
  32. WiFiNetnews von Glenn Fleishmann
  33. Fon Wireless, Ltd.: FON-AGB (Memento des Originals vom 28. September 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fon.com (PDF; 40 kB), siehe Punkt 8 Wirtschaftliche Bestimmungen für Bills, verlinkt am 14. Juni 2007
  34. Seit dem 12. Juni 2007; davor waren die Bills vom Roaming ausgeschlossen und mussten Tageskarten zum Preis von 2 Euro von Fon erwerben.
  35. Fon Wireless, Ltd.: Fiesta Fonera! Es gibt 3 wichtige Neuigkeiten über FON, Beitrag im deutschen Fon-Blog, 12. Juni 2007
  36. Martin Varsavsky: A Dream Come True (Memento vom 12. August 2006 im Internet Archive), Erläuterung des Unternehmensgründers auf der Konferenz „Les Blogs 2.0“, 6. Dezember 2005, Paris, englisch
  37. Fon Wireless, Ltd.: BILLs, Beitrag im deutschen Fon-Blog, 11. Juli 2006
  38. Deutsche Telekom AG: So funktioniert das größte WLAN Deutschlands. Abgerufen am 3. Januar 2019.
  39. Fabian Schmieder: Freier Funk für jedermann? Juristische Untiefen beim Betrieb von öffentlichen WLAN-Hotspots. c't 7/07, S. 208
  40. OLG Köln, Urteil vom 5. Juni 2009, Az. 6 U 223/08, Volltext.
  41. Heise online: OLG Köln: Kommerzielles WLAN-Sharing verstößt gegen Wettbewerbsrecht, 8. Juli 2009
  42. Mantz, Reto: Anmerkung zu OLG Köln, Urteil vom 5. Juni 2009 - 6 U 223/08: Unlauterkeit des Geschäftsmodells von FON, MMR 2009, 695
  43. Fon und 1und1 legen Rechtstreit um WLAN Sharing bei heise.de, 21. Juni 2011, zuletzt abgerufen 13. August 2016.
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