Frédy Girardet

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Erling Mandelmann: Frédy Girardet in der Küche seines Restaurants (1982)

Frédy Girardet (* 17. November 1936 in Lausanne) ist ein Schweizer Koch. Sein Restaurant Girardet, das er 1971 in seiner Heimatstadt Crissier eröffnet hat, wurde mit drei Michelin Sternen ausgezeichnet und galt auch unter der Führung seiner Nachfolger als eines der besten der Welt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Vater Benjamin Girardet hatte viele Jahre im Hôtel Central Bellevue in Lausanne gekocht und eröffnete dann ein Bistro in Crissier. Frédy Girardet wurde im Restaurant Le Grand Chêne ausgebildet, strebte jedoch zunächst eine Athleten-Karriere an. Dann hatte er ein Schlüsselerlebnis im Burgunder Restaurant von Pierre Troisgros, das ihn überzeugte, Koch zu werden. Als sein Vater mit 56 Jahren unerwartet starb, übernahm er dessen Bistro. 1971 eröffnete er ein Restaurant, das er nach sich selbst Girardet[1] nannte.

Dort begann Girardet mit klassischer französischer Küche, die er innovativ und zum Leichten hin verfeinerte und damit gemeinsam mit anderen Zeitgenossen den Stil der Nouvelle Cuisine entwickelte. Girardet wurde von Gault-Millau der Titel Koch des Jahrhunderts verliehen, den weltweit nur drei weitere Köche tragen (Paul Bocuse, Joël Robuchon und Eckart Witzigmann). Zu Girardets Schülern gehörten unter anderen Benoît Violier[2] und Léa Linster. 1996 verkaufte Girardet das Restaurant an Philippe Rochat, der schon seit 1989 sein Küchenchef war.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • La Cuisine spontanée – Les recettes originales de Girardet. R. Laffont, Paris 1982, ISBN 2221009134
  • Émotions gourmandes. Favre, Lausanne 2000, ISBN 2828905691

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Frédy Girardet – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zeitgenössisches Photo Girardets vor dem Eingang seines Restaurants. Mérite vaudois 2008 Philippe Rochat (mp4). Etat de Vaud.  4. Februar 2016. 1:54.
  2. Tobias Hüberli: Die dritte Generation. In: Salz&Pfeffer. 1/2013 (online (Auszug))