Francisco Javier Castaños

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Francisco Javier Castaños
Castaños (in weißer Uniform) nach der Schlacht von Bailén

Francisco Javier Castaños (* 22. April 1756 in Madrid; † 24. September 1852 ebenda) war Herzog von Baylen, Graf von Castaños y Aragones und spanischer General im Unabhängigkeitskrieg gegen die Franzosen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Francisco Javier Castaños stammte aus einer angesehenen Basken-Familie in der Biscaya und wurde 1756 als Sohn von Juan Felipe Castaños Urioste und der María Concepción Aragorri y Olavide in Madrid geboren. Er stieg während des Krieges mit der französischen Republik im April 1792 zum Oberst und im Oktober 1793 zum Brigadier auf. Er zeichnete sich 1794 in der Armee von Navarra aus und wurde 1796 zum Generalmajor befördert. Er wurde 1799 wegen Kontroversen im Baskenland durch Manuel de Godoy geächtet und in kurze Verbannung geschickt. Im März 1802 kehrte er nach Madrid zurück, wo er durch seinen Onkel, den Marquis von Irán in seiner weiteren Karriere gefördert wurde.

Im Oktober 1802 wurde er zum Generalleutnant befördert und diente als Befehlshaber im Campo de Gibraltar. Er unterstellte sich während der napoleonischen Invasion 1808 der Junta de Sevilla und erhielt das Kommando über das Feldlager vor Algeciras. Als Oberbefehlshaber der Armee von Andalusien zwang er den französischen General Dupont de l’Etang in der Schlacht bei Bailén zur Kapitulation (23. Juli 1808). Er drang darauf bis zum Ebro vor, wurde aber am 23. November von Lannes in der Schlacht von Tudela geschlagen und von den ränkesüchtigen Generalen José de Palafox y Melci und Montijo bei der Zentraljunta so verleumdet, dass er abgesetzt wurde und mehrere Jahre außer Dienst gestellt wurde. Erst 1811 wurde er unter Wellingtons Oberbefehl an die Spitze des spanischen IV. Armeekorps gestellt, nahm an der Schlacht bei La Albuera teil und trug im Juni 1813 auch zum Sieg in der Schlacht von Vitoria bei.

Doch berief ihn die Regentschaft nach Madrid in den Staatsrat unter Ferdinand VII. wurde er Generalkapitän von Katalonien und führte 1815 den Oberbefehl über die zum Einrücken in Frankreich bestimmte Armee. 1816 legte Castaños alle seine Stellen nieder. Nachdem er sich von dem Verdacht konstitutioneller Gesinnung gereinigt hatte, wurde er 1825 von neuem in den Staatsrat berufen, später zum Präsidenten des Rats von Kastilien und 1833 zum Granden von Spanien mit dem Titel „Herzog von Baylen“ erhoben. Nach Ferdinands VII. Tod mit dem Hof wegen der Thronfolge zerfallen, lebte er zurückgezogen, bis er nach Esparteros Sturz 1843 an Arguelles' Stelle zum Vormund der Königin erwählt wurde. 1845 zum Senator ernannt, übte er seines hohen Alters wegen keinen politischen Einfluss mehr aus und starb 24. September 1852 in Madrid.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Francisco Javier Castaños – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888 bis 1890.
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