Frank Mücklich

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Frank Mücklich, Professor für Funktionswerkstoffe an der Universität des Saarlandes. Foto: Steve Welter

Frank Mücklich (* 17. August 1959 in Dresden) ist ein deutscher Materialforscher. Er ist Professor an der Universität des Saarlandes und leitet dort den Lehrstuhl für Funktionswerkstoffe.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Freiberg (1978) und dem Grundwehrdienst bei der Nationalen Volksarmee der DDR studierte Frank Mücklich von 1980 bis 1985 physikalische Metallkunde und Werkstoffwissenschaft an der TU Bergakademie Freiberg. 1988 wurde er mit einer Dissertationsschrift zur „Röntgendiffraktometrischen Analyse von Punktdefekten in hochperfekten Galliumarsenid-Einkristallen“ am Institut von Heinrich Oettel promoviert. Danach leitete er die Arbeitsgruppe „Metallografie“ des Metallkundeinstituts an der TU Bergakademie Freiberg.

1990 ging Mücklich als Stipendiat an das Max-Planck-Institut für Metallforschung in Stuttgart zu Günter Petzow und wurde dort Gruppenleiter für Metallische Funktionswerkstoffe. 1995 folgte er einem Ruf an die Universität des Saarlandes und baute den neu gegründeten Lehrstuhl für Funktionswerkstoffe auf. 2008 gründete er die Europäische Schule für Materialforschung und 2009 das Material Engineering Center Saarland als Forschungszentrum der Steinbeis-Stiftung.[1]

Frank Mücklich ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Forschungsgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mücklich arbeitet auf den Gebieten der Oberflächenstrukturierung und der Werkstoffcharakterisierung. An Oberflächen und dünnen Schichten erforscht er dabei neue Möglichkeiten der Werkstofffunktionalisierung vor allem durch gepulste Laserstrahlen sowie Dünnschichtphänomene und Elektroerosion. Er untersucht den dreidimensionalen Gefügeaufbau der Werkstoffe auf der Mikro-, Nano- und atomaren Skala und arbeitet skalenabhängig mit verschiedenen experimentellen und theoretischen Methoden. Den theoretischen Hintergrund dazu legte Mücklich gemeinsam mit dem Mathematiker Joachim Ohser in dem Buch Statistical Analysis of Microstructures in Materials Science dar.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Saarbrücker Zeitung: Von einem, der "unpassend war". Abgerufen am 15. April 2013.