Franz von Erdmann

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Franz von Erdmann (* 15. März 1793 als Friedrich Franz Ludwig Erdmann in Ludwigslust; † 2. Februarjul./ 14. Februar 1862greg. in Kasan) war ein deutscher Orientalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Franz Ludwig Erdmann war ein Sohn des Pastors Johann Ernst Friedrich Erdmann, damals Pfarr-Collaborator und Inspektor am Schullehrer-Seminar in Ludwigslust und später Präpositus in Schwaan; der Pastor und Parlamentarier Johann Christoph August Gottfried Erdmann war sein jüngerer Bruder. In Lübeck vorgebildet, wurde er während seiner Studienjahre an der Universität Rostock ab 1813[1] ein Schüler des Orientalisten Oluf Gerhard Tychsen. Er vollendete seine Studien an der Universität Göttingen und habilitierte sich 1818 als Privatdozent für orientalische Sprachen in Rostock.

Noch im selben Jahr erhielt er durch Vermittlung von Christian Martin Joachim Frähn einen Ruf als ordentlicher Professor der orientalischen Sprachen an die Kaiserlichen Kasaner Universität.

Im Jahre 1825 unternahm er eine gelehrte Reise an die Kama und in das Gouvernement Orenburg, um die dortigen tatarischen Altertümer zu untersuchen. 1845 legte er sein Lehramt nieder und lebte als Privatgelehrter auf dem Landsitz Feodorowka im Gouvernement Nischni Nowgorod.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erdmann erhielt 1826 den Rang eines kaiserlich russischen Collegienrats, wurde 1827 in den Adelsstand erhoben und 1833 kaiserlich russischer Staatsrat.

Veröffentlichungen(Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Schöne vom Schlosse Muhammed Nisameddin dem Gendscher. (nach Nezāmi) Kasan 1832 (Digitalisat)
  • Vollstaendige Uebersicht der aeltesten tuerkischen, tatarischen und mogholischen Voelkerstaemme, nach Raschid-ud-din's Vorgange bearbeitet. Kasan 1841 (Digitalisat)
  • Zur muhammedanischen Münzkunde. St. Petersburg 1856 (Digitalisat)
  • Temudschin der Unerschütterliche. Brockhaus, Leipzig 1862 (Digitalisat)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. Polowzow: Russkj biografitscheskj slowar Band 24, Isd. Imperatorskago Russkago istoritscheskago obschtschestwa, 1912, S. 273–274. (russisch)
  • Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg und Vorpommern. Das Personenlexikon. Hinstorff Verlag, Rostock 2011, ISBN 978-3-356-01301-6, S. 2554.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag im Rostocker Matrikelportal