Freienbach-Hurden-Rosshorn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Lage der Feuchtbodensiedlung

Als Freienbach-Hurden-Rosshorn wird die archäologische Fundstelle einer Feuchtbodensiedlung im Zürichsee auf dem Gebiet des Ortsteils Hurden der Gemeinde Freienbach im Kanton Schwyz bezeichnet. Die Fundstelle ist Bestandteil der Seeufersiedlungen des Alpenraumes (UNESCO-Weltkulturerbe).[1]

Lage und Befund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fundstelle beim Seedamm von Rapperswil im oberen Zürichsee liefert frühe Nachweise für Transportrouten zwischen den beiden Seeufern und Metallfunde, die im Fundzusammenhang als Opferfunde interpretiert werden können. Archäologisch erfasst sind die Verläufe von Stegkonstruktionen über mehrere Jahrhunderte, von denen die frühesten in die Horgener Kultur datieren. Des Weiteren finden sich frühbronzezeitliche Konstruktionsphasen sowie Funde aus der Hallstattzeit und der römischen Zeit. Bemerkenswert sind die Befunde, weil sie unter anderem dendrochronologische Daten über Epochen liefern, aus denen keine Pfahlbauten bekannt sind. In direkter Nachbarschaft finden sich die Siedlungsreste Freienbach-Hurden-Seefeld.[2]

UNESCO-Weltkulturerbe und Kulturgut von nationaler Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammen mit den Fundstellen Seegubel, Rapperswil-Jona-Technikum im Umfeld der prähistorischen und historischen Seequerungen zwischen Rapperswil und Hurden gehören die Siedlungsreste zu den 111 Fundplätzen mit dem grössten wissenschaftlichen Potential. Am 27. Juni 2011 wurden die Siedlungsreste als Bestandteil der Seeufersiedlungen des Alpenraumes in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.[1]

Im Schweizerischen Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung sind die Feuchtbodensiedlungen sowie der Bereich des sogenannten Seedamms mit den prähistorischen und mittelalterlichen Brücken als Klasse-A-Objekte aufgeführt.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beat Eberschweiler: Ur- und frühgeschichtliche Verkehrswege über den Zürichsee: Erste Ergebnisse aus den Taucharchäologischen Untersuchungen beim Seedamm. In: Mitteilungen des Historischen Vereins des Kantons Schwyz, Ausgabe 96, Schwyz 2004.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Der See erzählt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Internetseite UNESCO World Heritage Centre (27. Juni 2011), Pressemeldung Six new sites inscribed on UNESCO’s World Heritage List, abgerufen am 3. März 2013
  2. palafittes.org: Fundstellen Schweiz im UNESCO-Weltkulturerbe (Memento des Originals vom 31. Mai 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.palafittes.org: Rapperswil-Jona/Hombrechtikon–Feldbach (Seegubel, CH-SG-01), Rapperswil–Jona–Technikum (CH-SG-02), Freienbach–Hurden–Rosshorn (CH-SZ-01) im Umfeld der prähistorischen und historischen Seequerungen, abgerufen am 15. Februar 2013
  3. KGS-Inventar: Kanton Schwyz, A-Objekte (Memento des Originals vom 5. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bevoelkerungsschutz.admin.ch (PDF; 208 kB), abgerufen am 16. Februar 2013

Koordinaten: 47° 12′ 18″ N, 8° 47′ 42″ O; CH1903: 702762 / 229116