Fresenius Kabi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fresenius Kabi AG
Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1999
Sitz Bad Homburg vor der Höhe, Hessen, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Mats Henriksson[1]
Mitarbeiter 33.195 (31. Dezember 2015)[2]
Umsatz 5,950 Mrd. EUR (2015)[2]
Branche Pharmazie und Medizintechnik
Website www.fresenius-kabi.com
Stand: 31. Dezember 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015

Die Fresenius Kabi AG mit Sitz in Bad Homburg vor der Höhe ist ein weltweit tätiges Gesundheitsunternehmen, das Medikamente und Medizintechnik zur Infusion, Transfusion und klinischen Ernährung anbietet. Die Produkte und Dienstleistungen von Fresenius Kabi werden in der Therapie und Versorgung von kritisch und chronisch kranken Patienten eingesetzt. Das Produktportfolio umfasst intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel, Infusionstherapien, klinische Ernährung und die dazugehörigen medizintechnischen Produkte zur Applikation. Im Bereich der Transfusionstechnologie bietet das Unternehmen Produkte zur Sammlung und Verarbeitung von Blutkomponenten und zur therapeutischen Behandlung von Patientenblut durch Aphereseverfahren an.

Fresenius Kabi beschäftigt weltweit mehr als 33.000 Mitarbeiter und verfügt über ein Netzwerk von rund 65 Vertriebsgesellschaften und mehr als 70 Produktionsstätten. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von mehr als 5,9 Mrd. €. Die Fresenius Kabi AG ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Fresenius SE & Co. KGaA.

Produktportfolio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das umfangreiche Produktportfolio für die intravenöse Therapie kritisch kranker Patienten bietet ein breites Angebot an generischen I.V.-Arzneimitteln. Zum Sortiment gehören Arzneimittel wie Antibiotika, Anästhetika, Analgetika sowie Arzneimittel für die Onkologie. Das Portfolio für die Infusionstherapie umfasst verschiedene Lösungen zur Korrektur von Störungen im Elektrolyt- oder Säure-Base-Haushalt, Volumenersatzlösungen und Trägerlösungen für kompatible Medikamente. In der klinischen Ernährung bietet Fresenius Kabi parenterale (intravenös zu verabreichende) und enterale (Trink- und Sondennahrungen, die über dem Magen-Darm-Trakt verabreicht werden) Ernährungsprodukte. Im Bereich der Medizinprodukte verfügt Fresenius Kabi über ein umfangreiches Sortiment an Applikationstechnik und Applikationssystemen für die Infusion generischer Arzneimittel, Infusionstherapien und klinischer Ernährung. Innerhalb der Transfusionstechnologie bietet das Unternehmen ein Produktsortiment an, das von Blutbanken und Blutspendediensten für die Herstellung von Blutprodukten eingesetzt wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fresenius Kabi entstand 1999, als sich der Fresenius-Bereich Pharma mit dem Infusionsgeschäft (Kabi) des schwedischen Herstellers Pharmacia & Upjohn zusammenschloss.

2005 kaufte Fresenius das portugiesische Pharmaunternehmen Labesfal (Laboratorio de Especialidades Farmaceuticas Almiro SA) aus Campo de Besteiros auf. Ein Jahr später folgte die Übernahme des deutschen Medizinprodukteherstellers Clinico GmbH (Infusions- und Ernährungspumpen) aus Bad Hersfeld und des argentinischen Pharmaunternehmens Laboratorios Filaxis S.A., Buenos Aires.

2007 erfolgten weitere Übernahmen, um auf dem weltweiten Markt für Infusionstherapie verstärkt vertreten zu sein: die japanische Kyorin Pharmaceuticals Co. Ltd., Tokio, die chilenische Laboratorio Sanderson SA und der italienische Antibiotikahersteller Ribbon S.r.L., Mailand. 2008 kam dann der indische Generikahersteller Dabur Pharma Ltd. noch zu Fresenius Kabi.

Im Sommer 2008 kaufte die Fresenius SE & Co. KGaA (ehem. Fresenius SE) das 1996 gegründete US-Pharmaunternehmen APP Pharmaceuticals aus Schaumburg, Illinois (USA), das intravenös zu verabreichende Generika in Illinois, New York herstellt. Der Kaufpreis belief sich für Fresenius inklusive Schuldenübernahme und Sonderzahlungen auf bis zu 5,6 Milliarden US-Dollar.[3][4]

Ende 2012 erwarb Fresenius Kabi den Transfusionstechnologieanbieter Fenwal Inc., Lake Zurich, Illinois (USA) und erreichte damit eine weltweit führende Position in der Transfusionstechnologie mit einem umfassenden Produktportfolio zur Sammlung und Verarbeitung von Blutkomponenten und zur therapeutischen Behandlung von Patientenblut durch Aphereseverfahren.

Im Januar 2016 hat Fresenius Kabi in den USA eine Produktionsstätte und ein Portfolio von sieben I.V.-Arzneimitteln in vorgefüllten Fertigspritzen erworben. Verkäufer ist Becton, Dickinson and Company („BD“), ein US-amerikanisches Medizintechnik-Unternehmen.

Logistikzentren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Niederlassung Berlin in Potsdam
  • Niederlassung Friedberg und HemoCare in Friedberg
  • Niederlassung Hannover in Langenhagen
  • Niederlassung München in Garching-Hochbrück
  • Niederlassung West in Hilden
  • Niederlassung Stuttgart in Friolzheim
  • Auftragsleitstelle Bad Homburg und Auftragserfassung Klinik in Bad Homburg vor der Höhe
  • Distribution und Hochregallager in Friedberg (Hessen)

Mitbewerber in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Bereich enterale Ernährung: Numico (zur Danone-Gruppe), Deutschland-Vertrieb durch Pfrimmer Nutricia GmbH, Erlangen
  • Im Bereich Infusionstherapie und parenterale Ernährung: B. Braun Melsungen, Baxter International und die PlasmaSelect AG mit der Tochter DeltaSelect GmbH, München und nur im Bereich Infusionslösungen die Serag-Wiessner KG, Naila.

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fresenius: Vorstand
  2. a b Geschäftsbericht 2014. Fresenius SE & Co. KGaA, 19. März 2015, abgerufen am 10. April 2015.
  3. WDH/Fresenius will kurzfristige Schulden mit Anleihe weiter senken 3. Juni 2009
  4. Company Profile from Hoover’s: APP Pharmaceuticals, LLC

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]