Friedrich Jakob Schmitthenner

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Friedrich Jakob Schmitthenner (* 17. März 1796 in Oberdreis; † 19. Juni 1850 in Gießen) war ein deutscher Germanist und Staatswissenschaftler.

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Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Schmitthenner war der Sohn des Pfarrers David Jakob Schmitthenner und dessen Ehefrau Catarina. Schmitthenner, der evangelischer Konfession war, heiratete Christiane Friederike Amalie geborene Freiin von Canstein.

Schmitthenner studierte ab 1813 in Marburg und Gießen Philosophie, Geschichte und Theologie und schloss das Studium mit der Promotion ab. Er wurde 1815 Rektor in Dierdorf, 1827 Direktor des Seminars in Idstein und 1828 Professor der Geschichte an der Universität Gießen. 1830 wurde er Mitglied des Oberschulrates in Gießen und 1832 desgleichen in Darmstadt. 1835 wurde er Professor der Staats- und Kameralwissenschaften in Gießen. 1836 wurde er Rektor der Universität Gießen und geheimer Regierungsrat. Er ist 1840 in die Gießener Freimaurerloge Ludewig zur Treue aufgenommen worden.

Von 1841 bis 1847 gehörte er der Zweiten Kammer der Landstände an. Er wurde für den Wahlbezirk der Stadt Gießen gewählt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ueber den Charakter und die Aufgaben unserer Zeit in Beziehung auf Staat und Staatswissenschaft. Gießen: Heyer o.J.
  • Die Jahreszeiten : ein lyrisch-didaktisches Gedicht / von Friedrich Schmitthenner. Gießen: Heyer o.J.
  • Gedichte der Teutschen. Herborn, 1824.
  • Die Lehre von der Satzzeichnung oder Interpunction in der teutschen Sprache, nebst einer kurzen, vorbereitenden Darstellung der Satzlehre. Frankfurt a. M.: Hermann, 1824.
  • Ursprachlehre: Entwurf zu einem System der Grammatik. Frankfurt 1827. Faks. Neudr. d. Ausg. Frankfurt a. M. 1826, Stuttgart-Bad Cannstatt: Frommann, 1976. ISBN 3-7728-0260-5.
  • Teutsche Sprachlehre für Gelehrtenschulen. 2. Aufl. Herborn: Krieger 1826.
  • Teutonia. Ausführliche teutsche Sprachlehre, nach neuer wissenschaftlicher Begründung; 2 Bde in 1 Bd.. Frankfurt 1828. Nachdr. d. Ausg. Frankfurt a. M. 1828, Hildesheim [u.a.]: Olms, 1984. ISBN 3-487-07429-X.
  • Kurzes deutsches Wörterbuch. Darmstadt 1834; später von Karl Weigand umgearbeitet, 6. Aufl. 1881, 2 Bde.)
  • Grundriß der politischen und historischen Wissenschaften (Gießen 1830-32, 2 Bde., unvollendet).
  • Kurzes deutsches Wörterbuch für Etymologie, Synonymik und Orthographie. Darmstadt: Jonghaus 1837 (2., bedeutend verm. Aufl.).
  • Die Main-Weser-Eisenbahn: staatswirthschaftliches Gutachten über die Frage: ob dieselbe am zweckmäßigsten über Marburg oder über Fulda zu führen sei? / Im Namen und Auftr. der Eisenbahn-Comité's in Marburg und Gießen von Friedrich Schmitthenner. Gießen, Heyer 1838.
  • Grundlinien der Geschichte der Staatswissenschaften, der Ethnologie, des Naturrechtes und der Nationalökonomie. Gießen: Heyer 1839.
  • Über das Cultur- und Schulwesen. Teil: 1. Die Culturverfassung von Nassau, Hessen-Darmstadt und Rheinpreußen, gerechtfertigt gegen die Verläumdungen des Hofraths Thiersch in München. Gießen 1839.
  • Grundlinien des allgemeinen oder idealen Staatsrechtes. Nachdr. d. Ausg. Gießen 1845, 151. - 350. Tsd. Hamburg: Metzner, 1967.
  • Zwölf Bücher vom Staate oder Systematische Encyklopädie der Staatswissenschaften. Friedrich Schmitthenner's Zwölf Bücher vom Staate oder Systematische Encyklopädie der Staatswissenschaften (erschienen nur Bd. 1 (1839) und Bd. 3 (1843-45).
  • Über Pauperismus und Proletariat. Heyer, Frankfurt am Main 1848 UB Bielefeld

Im Verein mit Karl Zittel und anderen gab er die Familienbibel des Neuen Testaments heraus (Karlsruhe 1880-85, 2 Bde.).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]