Friedrich Vogt (Germanist)

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Friedrich Hermann Traugott Vogt (* 11. März 1851 in Greifswald; † 28. Oktober 1923 in Marburg) war ein deutscher Historiker, Philologe und Germanist.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn des Karl August Traugott Vogt besuchte in Greifswald das Gymnasium und begann an der Universität Greifswald ein Studium der Theologie, dies setzte er an der Universität Tübingen fort und wechselte an die Universität Leipzig, wo er bei Friedrich Zarncke deutsche Philologie studierte. Er war 1873 Assistent der Unibibliothek Göttingen geworden. 1874 wurde er Dozent an der Universität Greifswald, 1876 zugleich Custos der Greifswalder Bibliothek und außerordentlicher Professor.

Im April 1885 übernahm er eine ordentliche Professur der deutschen Philologie an der Universität Kiel. Als Nachfolger von Karl August Weinhold ging er 1889 als Professor an die Universität Breslau und 1902 als Nachfolger von Edward Schröder als Professor an die Universität Marburg. Vogt, der im Jahr 1908/09 auch das Rektorat der Marburger Hochschule geführt hatte, war einer der letzten großen Germanisten der älteren Schule.

Werkauswahl[Bearbeiten]

  • Leben und Dichten der deutschen Spielleute im Mittelalter,
  • Ueber die Margarethenlegenden,
  • Die schlesischen Weihnachtspiele, 1901
  • Des Minnesangs Frühling, 1888
  • Geschichte der deutschen Litteratur von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart, 1897
  • Salman und Morolf, 1880

Literatur[Bearbeiten]

  • Geschichte der Christian-Albrechts-Universität Kiel. 1665-1965. 1965, S. 212.
  • Andreas Schumann: Nation und Literaturgeschichte. Romantik-Rezeption im deutschen Kaiserreich zwischen Utopie und Apologie.Iudicium Verlag, München 1991, ISBN 3-89129-451-4, S. 298.