Friedrich Voltz

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Johann Friedrich Voltz (um 1850)
Johann Friedrich Voltz (1870). Grafik von Hermann Scherenberg.
Friedrich Voltz: Kuh auf einer Wiese

Johann Friedrich Voltz (* 31. Oktober 1817 in Nördlingen; † 25. Juni 1886 in München) war ein deutscher Tiermaler und Landschaftsmaler der Münchner Schule (Bildende Kunst).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Voltz erhielt die erste Unterweisung in der Kunst von seinem Vater, dem Maler, Kupferstecher und IllustratorJohann Michael Voltz (1784–1858), begann seine künstlerische Laufbahn als Radierer und ging 1834 nach München auf die Akademie, wo er jedoch weniger Förderung fand als durch feine Studien nach den Niederländern in der Pinakothek und nach der Natur. Beeinflusst wurde er durch Albrecht Adam sowie durch seine Freunde Carl Spitzweg und Eduard Schleich d.Ä. Zuweilen malte er die Kühe in Schleichs Landschaften. Er war anfangs noch als Radierer und Lithograf tätig und malte zugleich bis zum Ende der 30er Jahre Landschaften aus dem bayrischen Hochgebirge.

Nachdem er 1841 in Holland das Bild Der junge Stier von Paulus Potter gesehen hatte, widmete er sich vorrangig der Tiermalerei. Er wendete sich der bayrischen Ebene, besonders dem Starnberger See, zu und malte weidendes oder trinkendes Rindvieh, Pferde, Schafe und Ziegen. Nachdem er 1846 Belgien und Holland bereiste, schloss er sich den niederländischen Stimmungsmalern an, worin er durch den Einfluss von Christian Morgenstern und Eduard Schleich noch mehr bestärkt wurde. In seinen seit dem Beginn der 50er Jahre entstandenen zahlreichen Landschaften mit Tierstaffage, welche zumeist in einem lang gestreckten Breitformat gehalten sind, legte er fortan den Schwerpunkt auf die Beleuchtung und die Stimmung bei feuchter Luft, wobei er bald einen warmen Goldton, bald einen kühlen silberigen Ton bevorzugte. Voltz zeigte die Tiere liegend oder stehend ohne größere Bewegung, erzielte aber durch den starken Wechsel von Licht und Schatten malerische Dramatik.

Auch begründete Voltz in den 1840er Jahren das bis dahin den Pferden vorbehaltene Rassenporträt von Kühen. Es entstand vor dem Hintergrund des zunehmenden bewussten Einsatzes und der Züchtung bestimmter Rassen in der Landwirtschaft. Besonders oft stellte er das Ampermoos-Rind dar.

Voltz galt seiner Zeit als der bedeutendste deutsche Tiermaler und wurde in diesem Rang von Anton Braith abgelöst. Bilder von ihm finden sich u. a. in der Neuen Pinakothek zu München, im Museum zu Köln und in der Berliner Nationalgalerie.

Er war königlicher Professor. Der Tier- und Jagdszenenmaler Ludwig Gustav Voltz (1825–1911) war sein acht Jahre jüngerer Bruder. Sein ältester Sohn Dr. Albert Voltz wurde Arzt, der jüngere Sohn Richard Voltz (1859–1933) wurde ebenfalls Maler, von dem sich Tier- und Landschaftsporträts erhalten haben.

Grabstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grab von Johann Voltz auf dem Alten Südlichen Friedhof in München Standort

Die Grabstätte von Johann Voltz befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Mauer Rechts Platz 129 bei Gräberfeld 6) Standort.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Friedrich Voltz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888 bis 1890.
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