Friedrich Wilhelm von Gaudi

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Friedrich Wilhelm Ernst Freiherr von Gaudi (Gaudy) (* 23. August 1725 in Spandau bei Berlin; † 13. Dezember 1788 in Wesel) war ein preußischer Generalleutnant.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gaudi entstammte einem adligen, ursprünglich schottischen Geschlecht, das mehr als 100 Jahre den brandenburgischen Fürsten gute Dienste leistete. Er ist der Sohn von Andreas Erhard von Gaudi. Dieser war preußischer Oberst und war im Gefecht bei Habelschwerdt am 14. Februar 1745 gefallen. Seine Mutter war Maria Elisabeth von Grävenitz.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er studierte zunächst in Königsberg und trat dann 1744 in das Infanterieregiment Prinz Heinrich (Nr. 35) ein. Er war während des Krieges in Böhmen eingesetzt, kämpfte bei der Belagerung von Prag und machte den Rückzug nach Schlesien mit. Danach war er zur Werbung von Soldaten eingeteilt. 1750 wurde er Sekonde-Leutnant und 1755 Premier-Leutnant, 1756 Hauptmann und Flügeladjutant von König Friedrich dem Großen. Als solcher machte er den Siebenjährigen Krieg mit. Er nahm an den Schlachten bei Prag, Kolin, Roßbach und Leuthen teil. Im Verlauf des Krieges wurde er Zieten und Hülsen als Stabschef und Rat in höheren militärischen Angelegenheiten beigegeben. 1760 konnte er sich bei Liegnitz (Strehlen) auszeichnen und wurde dafür mit dem Orden Pour le Mérite ausgezeichnet und zum Major befördert. Am 1. März 1763 wurde er Kommandeur eines Füsilier-Regiments in Wesel. 1767 wurde er Oberstleutnant und 1770 Kommandeur des Regiments Hessen-Kassel. 1771 wurde er zum Oberst befördert. Am 19. Juni 1779 wurde er zum Generalmajor und Kommandeur des Infanterie-Regiments Nr. 44 ernannt.

1778 sollte er am bayrischen Erbfolgekrieg teilnehmen, stürzte aber bei Hildesheim mit dem Pferd und brach sich ein Bein. 1785 wurde er Inspekteur der Regimenter in Westfalen, am 20. Mai 1787 wurde er zum Generalleutnant ernannt und im Juni zum Gouverneur der Zitadelle Wesel. Am 13. September 1787 kommandierte er eine Einheit von Preußen, die in die Niederlande geschickt wurde, um dortige Unruhen zu bekämpfen. Gaudi konnte seine Aufgabe ohne viel Blutvergießen lösen.

Ein von Gaudi während des Krieges geführtes Tagebuch, das als Manuskript im Kriegsarchiv des Generalstabs aufbewahrt wurde, kann nicht als maßgebende Quelle gelten, auch wenn sie früher viel benutzt wurde. Gaudi erscheint darin mitunter einseitig, nachdem er in gewisse Gegensätze zum König getreten war.

Friedrich Wilhelm von Gaudi starb am 13. Dezember 1788 als Gouverneur der Zitadelle Wesel.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war seit 1763 mit Wilhelmine Sophia Charlotte von Hake (1735–1815, aus dem Hause Groß-Kreutz) verheiratet. Sie war die Witwe von Major Wilhelm Ernst von Buddenbrock. Das Paar hatte eine Tochter: Wilhelmine Sophie Elisabeth (* 12. Januar 1765; † 9. Mai 1840), die sich am 23. August 1781 mit Clemens-August von Wedel (* 9. September 1754; † 26. Dezember 1825)[1] nach Ostfriesland verheiratete.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Versuch einer Anweisung für Officiere von der Infanterie, wie Feldschanzen angelegt und erbauet … werden können. Röder, Wesel 1767. – Zuletzt 6. Aufl. Leipzig 1827

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Clemens-August von Wedel bei geneall.net