Friedrich von Büren

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Friedrich von Büren (lateinisch Friedericus de Buren) war ein Stammvater der Familie der Staufer im 11. Jahrhundert.

Erwähnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich von Büren wurde nur in einer Auflistung von Vorfahren von Kaiser Friedrich Barbarossa genannt, die 1153 durch Wibald von Stablo erstellt wurde.[1] Darin wurde als sein Vater ein Fridericus genannt. Weitere Informationen enthält diese kurze Aufzählung nicht.[2]

Buren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lage der Burg Buren ist unbekannt. In der Forschung wurden zwei Burgen in der Nähe der späteren Hauptburg Hohenstaufen dafür vorgeschlagen.

Wäscherburg

Die Forschung hat mehrfach das Schloss Wäscherburg, eine Burgstelle östlich des heutigen Wäschenbeuren als Sitz von Friedrich in Betracht gezogen. Dort befand sich im 11. Jahrhundert ein Wohnturm. Die heute dort erhaltene Burganlage wurde jedoch erst im 13. Jahrhundert erbaut.

Burgstall Burren

Auch der Burgstall Burren, der 600 Meter westlich der Wäscherburg liegt, könnte der Sitz von Friedrich gewesen sein. Dort befand sich im 11. Jahrhundert ebenfalls ein Wohnturm.[3][4] Dieser Standort ist allerdings weniger wahrscheinlich.[5]

Ehe und Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich war mit Hildegard von Egisheim verheiratet. Diese stammte wahrscheinlich aus dem einflussreichen Grafengeschlecht Egisheim-Dagsburg im Elsass. Ihr Onkel väterlicherseits war wohl der spätere Papst Leo IX. Hildegard brachte große Güter mit in die Ehe ein.

Die beiden hatten sechs Kinder.[6][7]

⚭ 1086/1087 Agnes von Waiblingen (* Ende 1072; † 24. September 1143), Tochter Kaisers Heinrich IV. aus dem Königsgeschlecht der Salier
  • Konrad († nach Herbst 1094, wohl vor Juli 1095)
  • Walther († nach 23. Juli 1095, vor 1103)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hansmartin Schwarzmaier: Friedrich "von Büren", "Ahnherr der Staufer" (um 1010/20 - † um 1050/60). In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 4, Artemis & Winkler, München/Zürich 1989, ISBN 3-7608-8904-2, Sp. 958.
  • Tobias Weller: Auf dem Weg zum „staufischen Haus“. Zu Abstammung, Verwandtschaft und Konnubium der frühen Staufer. In: Hubertus Seibert, Jürgen Dendorfer (Hrsg.): Grafen, Herzöge, Könige. Der Aufstieg der Staufer und das Reich (1079–1152). Thorbecke, Ostfildern 2005, S. 41–63 (online); neuerer Forschungsstand

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wibaldi epistulae. In: Philipp Jaffé (Hrsg.): Monumenta Corbeiensa. Berlin 1864, Nr. 408, S. 547. Onlineversion (PDF; 1.593 KB) bei mgh.de, dort Brief 385.
  2. vgl. zuletzt Tobias Weller: Auf dem Weg zum „staufischen Haus“. Zu Abstammung, Verwandtschaft und Konnubium der frühen Staufer. In: Hubertus Seibert, Jürgen Dendorfer (Hrsg.): Grafen, Herzöge, Könige. Der Aufstieg der Staufer und das Reich (1079–1152). Thorbecke, Ostfildern 2005, S. 41–63, hier S. 43f. (online).
  3. Hartwig Zürn: Ausgrabungen auf dem "Burren" bei Wäschenbeuren (Kr. Göppingen). In: Württembergischer Geschichts- und Altertumsverein (Hrsg.): Fundberichte aus Schwaben, Neue Folge 15, Stuttgart 1959, S. 110–115.
  4. Günter Schmitt: Burgenführer Schwäbische Alb. Band 1 Nordost-Alb. Biberach 1988, S. 89–94. Hier: S. 91.
  5. Hans-Martin Maurer: Der Hohenstaufen. Geschichte der Stammburg eines Kaiserhauses. Stuttgart/Aalen 1977, S. 18.
  6. Diese wurden in einer Urkunde von 1094 genannt: Tobias Weller: Auf dem Weg zum „staufischen Haus“. Zu Abstammung, Verwandtschaft und Konnubium der frühen Staufer. In: Hubertus Seibert, Jürgen Dendorfer (Hrsg.): Grafen, Herzöge, Könige. Der Aufstieg der Staufer und das Reich (1079–1152). Thorbecke, Ostfildern 2005, S. 41–63, hier S. 44. (PDF)
  7. Die Angaben von Hansmartin Decker bezüglich weiterer Einzelheiten finden sich nicht in den zeitgenössischen Quellen. Hansmartin Decker-Hauff: Das Staufische Haus. In: Württembergisches Landesmuseum (Hrsg.): Die Zeit der Staufer. Geschichte – Kunst – Kultur. Katalog der Ausstellung in Stuttgart, Altes Schloss und Kunstgebäude, 26. März – 5. Juni 1977. Band 3. Württembergisches Landesmuseum, Stuttgart 1977, S. 339–374, hier: S. 343–347