Friesenkampf

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Der Friesenkampf bzw. Klassischer Fünfkampf ist ein athletischer Mehrkampf. Dieser besteht aus den Disziplinen Fechten, Schwimmen, den leichtathletischen Disziplinen Laufen und Kugelstoßen, sowie Luftgewehrschießen.

Der Friesenkampf ist zu unterscheiden vom Friesensport (auch bezeichnet als Friesischer Fünfkampf).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Friesenkampf steht in der Tradition der Mehrkämpfe des 19. Jahrhunderts, bei denen die Vielseitigkeit im Vordergrund stand. Aus dieser Tradition speist sich auch der Moderne Fünfkampf, der zum ersten Mal während der Olympischen Sommerspiele 1912 ausgetragen wurde. Der erste Friesenkampf wurde 1928 in Düsseldorf auf Initiative von Paul Schulze organisiert, dem damaligen Sportwart des Deutschen Fechter-Bundes (DFB) und Bundesfechtwart des Deutschen Turner-Bundes (DTB).[1] Er sollte mit seinen verschiedenartigen Disziplinen als Ergänzung und Ausgleich für die Fechter dienen. Der Friesenkampf ist in Erinnerung an Karl Friedrich Friesen benannt. Der Friesenkampf besteht aus[1]:

Im Jahr 2023 übernahm der Deutsche Fechter-Bund (DFB) die Organisation der Deutschen Meisterschaften im Friesenkampf.[2] Im DFB wird der Friesenkampf unter dem Namen Klassischer Fünfkampf geführt. Der Klassische Fünfkampf besteht aus[2]:

  • Fechten: Degen auf drei Treffer in 2 Minuten
  • Schwimmen: Brust oder Freistil (je nach Alter 50 oder 100 m)
  • Laufen: Sprint (je nach Alter 50, 75 oder 100 m) oder Mittelstrecke (1000 m)
  • Kugelstoßen (oder bis einschließlich Altersklasse U11: Schlagball)
  • Luftgewehrschießen (oder bis einschließlich Altersklasse U11: Lichtgewehr) auf 10 m

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Friesenkampf war bis 2023 innerhalb des Deutschen Turner-Bundes organisiert und fand daher im Rahmen der auf Landesebene stattfindenden Landesturnfeste und auf Bundesebene im Rahmen des Deutschen Turnfestes oder der Deutschen Mehrkampfmeisterschaften statt. Im Jahr 2023 übernahm der Deutsche Fechter-Bund (DFB) die Organisation der Deutschen Meisterschaften im Friesenkampf.[2]

Dieser Vielseitigkeitssport wird bisher nur in Deutschland und lediglich von wenigen Aktiven betrieben.[1] Um die Sportart ausüben zu können, bedarf es des Nachweises einer bestandenen Ausbildung zum Sportfechten, so dass der Friesenkampf fast ausschließlich von aktiven Fechtern oder ehemaligen Aktiven aus dem Modernen Fünfkampf ausgeübt wird.

Disziplinen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Nils B. Bohl: Friesen, Kämpfer und Friesenkämpfer. Deutscher Turner-Bund, Juni 2022, abgerufen am 22. November 2023.
  2. a b c Klassischer Fünfkampf im DFB. Deutscher Fechter-Bund, abgerufen am 13. November 2023.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]