Fristo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
FRISTO Getränkemarkt GmbH

Rechtsform GmbH
Gründung 1969
Sitz Buchloe, Deutschland Deutschland
Mitarbeiterzahl 1530 (Stand 2021)[1]
Umsatz 229,2 Mio. Euro (inkl. Österreich)
Branche Einzelhandel
Website https://www.fristo.de
Stand: Juli 2021

Die Fristo Getränkemarkt GmbH (Eigenschreibweise: FRISTO) ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit über 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das Einzelhandelsunternehmen mit Hauptsitz in Buchloe (Ostallgäu) betreibt Getränke-Abholmärkte in acht deutschen Bundesländern und im österreichischen Bundesland Tirol.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1969 gegründete Unternehmen eröffnete 1970 seinen ersten Getränkemarkt in Nürnberg. 1991 wurde der Sitz des zunächst in Nürnberg ansässigen Unternehmens nach Buchloe verlegt.

Seitdem wurde das Vertriebsgebiet kontinuierlich ausgebaut und verdichtet. Dazu wurden weitere Filialen sowie Logistik- und Verwaltungsstandorte gebaut. So folgte 2015 auf rund 40.000 m² das fünfte Verwaltungs- und Logistikzentrum in Zimmern ob Rottweil.[2]

2019 wurde das Logistikzentrum in Buchloe erweitert und modernisiert sowie der Grundstein für die neue Unternehmenszentrale gelegt. Diese wurde im Frühjahr 2022 bezogen.

Im Dezember 2020 wurde die gemeinnützige FRISTO Stiftung gegründet, welche 49 % der Gesellschaftsanteile hält[3]. Die Stiftung wird von dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung und Mehrheitsgesellschafter von FRISTO Andreas Brügel sowie dem Stiftungsvorstand und Geschäftsführer von FRISTO Dennis Roth vertreten.

Unternehmenszentrale in Buchloe

Filialen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2021 gehören über 230 Getränkemärkte zum Unternehmen, das in den süd- und ostdeutschen Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg sowie in Österreich (Tirol) vertreten ist. Zahlreiche Märkte und alle Logistikzentren stehen im Eigentum der Gesellschaft.

Die Getränkemärkte mit Verkaufsflächen zwischen 250 m² und 650 m² befinden sich häufig in direkter Nachbarschaft zu Lebensmitteldiscountern und anderen Fachmärkten.[4]

Mitarbeiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den über 230 Getränkemärkten, den fünf Logistikzentren und den Verwaltungen arbeiten über 1500 Mitarbeiter[5] für das Unternehmen.

FRISTO bildet (2021) rund 50 Auszubildende und duale Studenten in sechs Ausbildungsberufen und drei Bachelor-Studiengängen aus.[6]

Verwaltung und Logistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logistikzentrum in Zimmern

Neben dem Stammsitz in Buchloe verfügt das Unternehmen über fünf Niederlassungen mit einer regionalen Verwaltung und eigenen Logistikzentren[7] in:

Die Getränkemärkte werden zum Großteil durch die eigene Logistik beliefert, die mit rund 210 Mitarbeitern den Warenfluss von den Herstellern in die Märkte sicherstellt. Das Unternehmen setzt dabei auf einen eigenen Fuhrpark, der 60 LKW (2021) umfasst. Damit werden jährlich rund 40 Mio. Getränkekisten bewegt.[8]

FRISTO-LKW in anthrazit
LKW in anthrazit

Sortiment und Service[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sortiment besteht aus über 6000 Artikeln, von denen sich bis zu 1400 Artikel in jedem Markt befinden. Neben alkoholfreien Getränken und vielen Bieren bieten die Getränkemärkte ein Sortiment an ausgewählten Weinen, Sekt und Spirituosen an.

Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sortiment besteht zu über 90 % aus Artikeln in Mehrweg-Gebinden. Lieferanten aus der Region sichern kurze Transportwege.[9]

Die zahlreichen Solardächer auf den Märkten und Verteilzentren produzieren sauberen Strom und kompensieren den CO2-Ausstoß der LKW-Flotte inzwischen komplett. Diese besteht ausnahmslos aus modernen, lärmarmen und verbrauchsoptimierten Anhänger- und Sattelzügen mit der Schadstoffnorm EURO 6.

In den Verteilzentren sorgen moderne Hochleistungszählzentren für eine sortenreine Sortierung und somit Wiederverwertbarkeit von PET-Flaschen und Blech- sowie Aluminiumdosen.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 nahm der Getränkemarkt wegen eines Streits sämtliche Biere des weltgrößten Braukonzerns "Anheuser-Busch InBev" aus dem Sortiment.[10][11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. FRISTO Getränkemarkt GmbH: Unsere Mitarbeiter. In: Firmenwebsite. 26. Juli 2021, abgerufen am 26. Juli 2021.
  2. Getränkehändler Fristo setzt auf Paletten-Durchlaufregalanlage mit Kommissioniertunneln von Bito. 24. April 2018, abgerufen am 29. April 2019.
  3. Die FRISTO Stiftung | FRISTO Stiftung. Abgerufen am 26. Juli 2021 (deutsch).
  4. Unsere Expansion. 16. Juli 2018, abgerufen am 29. April 2019.
  5. Über uns | FRISTO GETRÄNKEMARKT – Ihr Getränkehändler & Weinhandel. Abgerufen am 26. Juli 2021 (englisch).
  6. Ausbildung & Studium. 27. Februar 2019, abgerufen am 29. April 2019.
  7. Hauptsitz und Niederlassungen, auf fristo.de, abgerufen am 29. April 2019
  8. Über uns | FRISTO GETRÄNKEMARKT – Ihr Getränkehändler & Weinhandel. Abgerufen am 26. Juli 2021 (englisch).
  9. Mehrweg ist Klimaschutz. 19. April 2018, abgerufen am 29. April 2019.
  10. Bierpreiskrieg zwischen Fristo und weltgrößtem Braukonzern, auf sueddeutsche.de
  11. Getränkehändler Fristo rebelliert gegen Großbrauerei, auf augsburger-allgemeine.de