Anheuser-Busch InBev

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Anheuser-Busch InBev NV
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Rechtsform Naamloze vennootschap
(Aktiengesellschaft)
ISIN BE0003793107
Gründung 18. November 2008[1]
Sitz Brüssel, BelgienBelgien Belgien
Leitung Carlos Brito
(CEO)
Olivier Goudet
(Vorsitzender)
Mitarbeiter >155.000 (2014)[2]
Umsatz 47.063 Mio. USD (2014)[2]
Branche Brauerei
Website ab-inbev.com

Anheuser-Busch InBev (AB-InBev) ist – gemessen am Absatzvolumen – die größte Brauereigruppe der Welt. Sie hat ihren rechtlichen Sitz in Brüssel und operative Sitze in Löwen sowie New York City[3] und entstand 2008 durch die Übernahme von Anheuser-Busch durch die belgisch-brasilianische InBev-Gruppe. Das Unternehmen ist an der Brüsseler Euronext-Börse notiert und Teil des EURO STOXX 50 sowie des BEL20.[4] Es beschäftigt über 155.000 Mitarbeiter und ist mit über 200 Marken in über 140 Ländern vertreten. Die weltweite Bierproduktion betrug 2014 411,5 Millionen Hektoliter; das entspricht einem Weltmarktanteil von 20,2 Prozent.[5]

In Deutschland (inkl. Österreich und Schweiz) betrug die Produktionsmenge 2014 insgesamt 7,9 Millionen Hektoliter, was volumenmässig noch einem Marktanteil von 8,6 % entspricht.[6]

Wirtschaftliche Entwicklung[Bearbeiten]

Nach der Übernahme von Anheuser-Busch durch InBev wurden in den Vereinigten Staaten viele Arbeitsplätze abgebaut.[7]

Ende 2009 verkaufte Anheuser-Busch InBev sein Osteuropageschäft an die Private Equity-Gesellschaft CVC Capital Partners für ca. 3 Milliarden US-Dollar, behielt jedoch das Recht, die Marke Staropramen in mehreren Ländern zu brauen und zu vertreiben.[8]

Durch Zukäufe ist AB Inbev weiter gewachsen. So wurde der internationale Teil (ohne USA) der mexikanischen Grupo Modelo mit der weltweit bekannten Marke Corona im Juni 2013 übernommen.[2]

Im April 2014 übernahm AB Inbev für insgesamt 5,8 Milliarden Dollar den führenden südkoreanischen Anbieter Oriental Brewery, der dort auf einen Marktanteil von 60 Prozent kommt.[9]

Dass die Firma wirtschaftlich erfolgreich arbeitet, zeigt die Entwicklung der Dividende pro Aktie, welche von 0,35 USD für das Geschäftsjahr 2008 auf 3,00 USD für 2014 stetig angestiegen ist.[10]

Kartellbeteiligung[Bearbeiten]

Regionale Tochtergesellschaften von Anheuser-Busch InBev waren sowohl an einem Bierkartell hinsichtlich unerlaubter Preisabsprachen für Bier in den Niederlanden in den Jahren 1996–1999[11] wie auch an einem Bierkartell in Deutschland in den Jahren 2006 und 2008 beteiligt.[12] Anheuser-Busch InBev fungierte vor den Kartellämtern in beiden Fällen als Kronzeuge und ging daher straffrei aus.

Standorte[Bearbeiten]

Stand 2013

Deutschland[Bearbeiten]

Brasilien[Bearbeiten]

USA[Bearbeiten]

Europa[Bearbeiten]

Restliche Welt[Bearbeiten]

Sowie 36 Braustätten in China

Marken[Bearbeiten]

Die Webseite des Unternehmens unterscheidet zwischen globalen Marken, internationalen Marken und lokalen führenden Marken.[13]

Globale Marken[Bearbeiten]

Internationale Marken[Bearbeiten]

Lokale Marken (Auswahl)[Bearbeiten]

Belgische Marken[Bearbeiten]

Deutsche Marken[Bearbeiten]

Südamerikanische Marken[Bearbeiten]

Weitere Marken[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Bier – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Bier

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Annual Report 2009. In: sec.gov. Abgerufen am 14. Februar 2015.
  2. a b c AB InBev: Anheuser-Busch InBev 2014 Financial Report. Abgerufen am 20. Mai 2015 (PDF).
  3. Anheuser-Busch InBev. In: ab-inbev.com. Abgerufen am 14. Februar 2015.
  4. Noch mal draufgelegt: InBev schluckt Anheuser. In: n-tv.de. 19. November 2012, abgerufen am 14. Februar 2015.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatCarsten Dierig: "Die WM war ein absolutes Bier-Event". In: welt.de. 18. Juli 2014, abgerufen am 14. Februar 2015.
  6. Marktanteile 2014
  7. John W. Miller: Big Beer Gets Belgian Emotion Flowing. In: online.wsj.com. 23. Februar 2010, abgerufen am 14. Februar 2015 (englisch).
  8. Anheuser-Busch InBev veräußert Osteuropa-Aktivitäten an CVC. In: finanzen.net. 15. Oktober 2009, abgerufen am 14. Februar 2015.
  9. Börse am Sonntag: Anheuser-Busch InBev im siebten Bier-Himmel. In: handelsblatt.com. 18. März 2014, abgerufen am 14. Februar 2015.
  10. Our Key Figures. In: ab-inbev.com. Abgerufen am 20. Mai 2015 (englisch).
  11. Abgesprochene Preiserhöhung: Bierkartell muss Millionen-Bußgeld zahlen. In: Spiegel Online. 18. April 2007, abgerufen am 14. Februar 2015.
  12. Preisabsprachen: Kartellamt verhängt Millionenbußgeld gegen Brauereien. In: Spiegel Online. 13. Januar 2014, abgerufen am 14. Februar 2015.
  13. Markenliste Stand März 2014

50.88564.7078Koordinaten: 50° 53′ 8,2″ N, 4° 42′ 28,1″ O