Fritz Seidler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Fritz August Seidler (* 18. Juli 1907 in Werdau; † 3. Mai 1945 in Österreich) war ein deutscher SS-Hauptsturmführer und Schutzhaftlagerführer in den Konzentrationslagern Auschwitz und Mauthausen-Gusen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fritz Seidler, ausgebildeter Bautechniker, war ab 1. November 1935 Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnummer 3.693.999) und ab 12. März 1933 der SS (Mitgliedsnr. 135.387). Seidler war zunächst Kompanieführer der Wachmannschaften im KZ Sachsenhausen. Im November 1941 wurde er Nachfolger von Franz Xaver Maier als 2. Schutzhaftlagerführer im KZ Auschwitz und war dort gleichzeitig bis März 1942 Lagerführer für sowjetische Kriegsgefangene. Später wurde er in das KZ Mauthausen-Gusen versetzt[1] und war dort von Oktober 1942 bis Anfang Mai 1945 Nachfolger von Karl Chmielewski als 1. Schutzhaftlagerführer. Seidler, für seine Grausamkeit berüchtigt, ordnete sowohl die Vergasung von invaliden Häftlingen in Gusen I als auch ein Massaker an Häftlingen im April 1945 in Gusen II an. Gegen Kriegsende soll Seidler am 3. Mai 1945 zunächst seine Familie und dann sich selber erschossen haben.[2] Anderen Angaben zufolge starb er am 6. Mai 1945 bei Kampfhandlungen.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aleksander Lasik: Die Organisationsstruktur des KL Auschwitz, in: Aleksander Lasik, Franciszek Piper, Piotr Setkiewicz, Irena Strzelecka: Auschwitz 1940-1945. Studien zur Geschichte des Konzentrations und Vernichtungslagers Auschwitz., Band I: Aufbau und Struktur des Lagers, Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, Oświęcim 1999, S. 230f.
  2. Kurzbiografie von Seidler auf www.gusen-memorial.at
  3. Ernst Klee: Auschwitz. Täter, Gehilfen und Opfer und was aus ihnen wurde. Ein Personenlexikon, Frankfurt am Main 2013, S. 374