Steinau (Petersberg)

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Steinau
Gemeinde Petersberg
Wappen von Steinau
Koordinaten: 50° 35′ 27″ N, 9° 44′ 1″ O
Höhe: 287 m ü. NHN
Fläche: 5,41 km²[LAGIS]
Einwohner: 2136 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 395 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 36100
Vorwahl: 0661

Steinau ist ein Ortsteil der Gemeinde Petersberg im Landkreis Fulda in Hessen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt in Osthessen am Rand der Rhön. Im Ort treffen sich die Landesstraße 3429 und die Kreisstraße 1.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf im Jahre 1105. Zu dieser Zeit war es im Besitz des Klosters Fulda.

Die Ruine der „Wasserburg“ in Steinau

Als Markward II. von Bickenbach Fürstabt des Klosters Fulda von 1286 bis 1288 war, zerstörte er die „Burg derer von Steinau“ in Steinau nach dem Abtsmord an dem unter andern auch Giso von Steinau beteiligt war.

1381 wird eine Kapelle mit dem Patrozinium des Hl. Bartholomäus von den Rittern Heinrich und Johann von der Tann gestiftet. 1510 präsentierte der Abt von Fulda als Senior der Ganerben des Schlosses. 1594 gehörte die Schloßkapelle zur Pfarrei Margretenhaun. 1787 zählte es zur Fürstabtei Fulda, Centoberamt Fulda. Nach der Säkularisierung im Jahr 1803 gehörte Steinau 1851 zum Kurfürstentum Hessen, Landkreis Fulda.

Neugliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 31. Dezember 1971 gehört der Ort im Rahmen der Gebietsreform zur Gemeinde Petersberg.[2]

Der Weiler Götzenhof (urkundlich ab 1090 als Goizendorf) ist Teil der Gemarkung Steinau und war Bahnhof der Bahnlinie Götzenhof–Wüstensachsen[3][4] von 1889 bis zur Stilllegung im Jahr 1986.

Die Filialkirche St. Bartholomäus und Jakobus in Steinau

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort gibt es

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt Steinau (Kr Fulda) lag an der Bahnstrecke Bebra–Fulda. Er wurde inzwischen geschlossen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Mott: Verfallen und vergessen: Burg derer von Steinau / Auf keiner Denkmalliste zu finden: Reste einer mittelalterlichen Wasserburg vor den Toren Fulda / Nach Abtsmord „geschleift“, in : Fuldaer Zeitung, 12. August 1993, S. 10 (Serie: DENK-mal!).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsstatistik des Landkreises Fulda, abgerufen im September 2015.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 393.
  3. Inbetriebnahme am 1. Juni 1889, Stilllegung 1986
  4. Götzenhof, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 8. Dezember 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 19. April 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]