Petersberg (Hessen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Petersberg
Petersberg (Hessen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Petersberg hervorgehoben
Koordinaten: 50° 34′ N, 9° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Fulda
Höhe: 333 m ü. NHN
Fläche: 35,51 km²
Einwohner: 15.234 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 429 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36100
Vorwahl: 0661
Kfz-Kennzeichen: FD
Gemeindeschlüssel: 06 6 31 020
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
36100 Petersberg
Webpräsenz: www.petersberg.de
Bürgermeister: Karl-Josef Schwiddessen (CDU)
Lage der Gemeinde Petersberg im Landkreis Fulda
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Über dieses Bild

Petersberg ist eine Stadtrandgemeinde von Fulda im Landkreis Fulda in Osthessen, Deutschland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt direkt an der nordöstlichen Stadtgrenze von Fulda in den westlichen Ausläufern der Rhön. Durch das Gemeindegebiet fließt die Haune.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petersberg grenzt im Norden an die Stadt Hünfeld, im Osten an die Gemeinde Hofbieber, im Südosten an die Gemeinde Dipperz, im Süden an die Gemeinde Künzell sowie im Westen an die Stadt Fulda (alle im Landkreis Fulda).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht neben Petersberg aus den Ortsteilen Haunedorf, Marbach, Margretenhaun, Steinau und Steinhaus.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte des Ortes begann mit der Gründung eines Benediktinerklosters auf dem Ugesberg (Eulenberg), das am 28. September 836 vom Fuldaer Abt Rabanus Maurus geweiht wurde. An diesem Tag wurde die Heilige Lioba in die Basilika St. Peter umgebettet. Das Kloster entwickelte sich im 12. Jahrhundert zu einer Propstei, die im Jahre 1802 aufgehoben wurde.

Ab 1130 wurde der Ugesberg Petersberg genannt. Es entstand eine Ansiedlung am Fuße des Berges, die im Jahre 1153 als Bru-bus (Brauhaus) das erste Mal erwähnt wurde. Die Ortsbezeichnung Petersberg wurde durch kurfürstlich-hessische Verordnung ab 1837 gebräuchlich, als der Ort und der Propsteibezirk vereinigt wurden.

Heute gibt es wieder eine Cella St. Lioba, die von den „Benediktinerinnen von der Hl. Lioba“ gegründet wurde. Sie übernahmen auch die Betreuung der Grabeskirche St. Peter.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Haunedorf, Marbach, Margretenhaun, Steinau und Steinhaus im Zuge der Gemeindegebietsreform zur neuen Gemeinde Petersberg zusammengeschlossen.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[4] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[5][6]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
     
Von 37 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 54,0 20 60,5 22 63,1 23 65,3 24
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 17,8 6 23,1 9 24,0 9 24,7 9
CWE Christliche Wähler-Einheit e.V. 16,6 6 13,0 5 10,4 4 10,0 4
Die Linke Die Linke.offene Liste 7,1 3 3,4 1
FDP Freie Demokratische Partei 4,4 2 2,5 1
gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 54,9 52,5 46,4 52,5

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der hessischen Kommunalverfassung ist der Bürgermeister Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Petersberg neben dem Bürgermeister sechs ehrenamtliche Beigeordnete angehören. Als erster direkt gewählter Bürgermeister in Petersberg amtiert Karl-Josef Schwiddessen (CDU) seit 1994 in seiner vierten Amtsperiode, die bis 2018 dauert.[7]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Sehenswürdigkeit ist die Kirche St. Peter (Liobakirche) mit der Krypta, in der die Gebeine der Heiligen Lioba verschlossen liegen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der frühere Nonnengarten mit Blumenmauer, der im 14. Jahrhundert entstanden ist. Im Sommer 2013 wurde der Nonnengarten im Zuge der „72-Stunden-Aktion“ zu einem Park umfunktioniert und ist nun begehbar. Das Kloster zum Nonnengarten gibt es heute nicht mehr an derselben Stelle. Seit Juli 2006 ist auf dem Peterberg neben der Kirche St. Peter ein kleiner Schwesternkonvent angesiedelt, die Cella St. Lioba.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aktivmuseum – Ländliches Brauchtum

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bergkirche St. Peter, Grabeskirche der Heiligen Lioba, die im Jahre 836 geweiht wurde
  • Barocke Kapelle St. Bonifatius (auf dem Friedhof) aus den Jahren 1698/99 mit barockem Holzaltar und einigen Epitaphien aus dem 16. bis 18. Jahrhundert
  • Haunetalsperre
  • Petersberger Wartturm auf dem Rauschenberg, der später zum Aussichtsturm umgebaut wurde

Radwanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Ortsteile Almendorf und Melzdorf verläuft der Milseburgradweg. Er führt als Teil des hessischen Radfernweges R3 und des Bahnradwegs Hessen auf der ehemaligen Rhönbahntrasse Biebertalbahn/Rhönbahn auf einer Länge von 27 Kilometern von Petersberg-Götzenhof bis Hilders durch die hessische Rhön.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petersberg liegt in unmittelbarer Nähe der Bundesautobahn 7 Anschlussstelle Fulda-Mitte. Weiterhin führen durch die Gemeinde die Bundesstraße 27 und die Bundesstraße 458. Der nächstgelegene Bahnhof ist in Fulda.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Mott: Barocke Kapelle ohne „Hausherr“ / Die Friedhofskapelle St. Bonifatius am Petersberg soll renoviert und dann für Besucher geöffnet werden / Randale bei kirchlichen Einrichtungen. In: Fuldaer Zeitung. 25. März 1993, S. 12 (Serie: DENK-mal!).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeindegliederung auf der Geimdeseite (abgerufen im Nov. 2012)
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 393.
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Petersberg
  8. Städtepartnerschaften auf der Gemeindeseite (abgerufen im Nov. 2012)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Petersberg (Hessen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien