Gabriele Paleotti

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen wichtige Informationen. Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst.
Kardinal Gabriele Paleotti

Gabriele Paleotti (* 4. Oktober 1522 in Bologna; † 23. Juli 1597 in Rom) war ein italienischer Bischof und Kardinal der Römischen Kirche.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gabriele Paleotti wurde als zweites von fünf Kindern geboren und am 12. Oktober 1522 in der Kathedrale von Bologna getauft. 1546 erhielt er den Doktortitel im Zivil- und Kirchenrecht (Dr. iur. utr.).

Zunächst Teil der römischen Kurie und dort Auditor. Seit 1562 Konsultor beim Trienter Konzil, wo er als solcher 1563 eine ausgewogene Reformvorlage ausarbeitete. 1566 wurde er im Januar zum Bischof von Bologna ernannt und erhielt kurz darauf erst Priester- und Bischofsweihe durch Karl Borromäus. Später -nach Erhebung Bolognas zur Erzdiözese- wurde Kardinal Paleotti 1582 deren erster Erzbischof.

Paleotti erhielt am 12. März 1565 von Papst Pius IV. den Kardinalshut und wurde im Mai zum Kardinaldiakon von Santi Nereo ed Achilleo, im September 1565 von Santi Giovanni e Paolo erhoben. 1566 wurde er ebenda Kardinalpriester, 1572 von Santi Silvestro e Martino ai Monti, 1587 von San Lorenzo in Lucina. 1589 ernannte ihn der Papst zum Kardinalbischof von Albano und 1591 von Sabina.

Sein Discorso intorno alle immagini sacre e profane (1582) war richtungsweisend für die bildende Kunst der Gegenreformation.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Prospero Santacroce Kardinalbischof von Albano
1589–1591
Michele Bonelli
Tolomeo Gallio Kardinalbischof von Sabina
1591–1597
Ludovico I. Madruzzi