Galerie m Bochum

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Galerie m Bochum, Außensicht

Die Galerie m Bochum ist eine Galerie für zeitgenössische Kunst im Park von Haus Weitmar in Bochum.

Geschichte und Profil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Galerie m Bochum wurde im Jahr 1969 von Alexander von Berswordt-Wallrabe als Galerie für Neue Konkrete Kunst, Fotografie, Film und Video gegründet. Die erste Ausstellung 'm1 - junge europäische Kunst' wurde am 3. Mai 1969 eröffnet und zeigte Positionen internationaler Künstler. Jan Schoonhoven, Adolf Luther und François Morellet zählen zu den ersten Künstlern, die von der Galerie vertreten wurden.

In den 1970er Jahren dehnte sich das Programm der Galerie weiter aus; mittlerweile international renommierte Künstler wie Arnulf Rainer, Lee Ufan und Richard Serra wurden seither von der Galerie m vertreten. Künstler wie Frank Stella hatten hier ihre erste Einzelausstellung in Deutschland. Ausstellungen von Fotografen wie Florence Henri, André Kertész, Emmanuel Sougez und später auch Evelyn Hofer erweitern das Programm in medialer Form und akzentuieren die Fotografie als weiteren Schwerpunkt der Galerie.[1] 1971 erschien der erste Übersichtskatalog „Neue Konkrete Kunst“, der maßgeblich für die Namensgebung jener Strömung der europäischen Nachkriegskunst verantwortlich war. Seit 1976 arbeitet Alexander von Berswordt-Wallrabe mit Richard Serra zusammen, den er seither in Europa über die m Bochum Kunstvermittlung vertritt.

Ein besonderer Schwerpunkt der Galeriearbeit liegt auf der Kooperationen mit Museen. Ausstellungsreihen mit Werkzyklen wie totenstill von Dirk Reinartz oder Hiroshima von Arnulf Rainer nahmen in der Galerie m Bochum ihren Ausgang.

Susanne Breidenbach, die bereits seit 1985 für die Galerie m tätig war, übernahm 2003 die Leitung der Galerie. Die von ihr im Jahr 2000 gegründete Galerie m Fotografie ist heute Teil der Galerie m Bochum.

Die Galerie m Bochum seit vielen Jahren auf der Art Basel und der Paris Photo, der größten Messe für Fotografie in Europa,[2] vertreten.

Personen und Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994 zeigte Claudia Wissmann (* 1964) die Fotoinstallation Bildfenster Januar - eine Installation für sechs Fenster über zwei Etagen - in der Galerie m Bochum.[3]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Susanne Breidenbach (Hrsg.): Evelyn Hofer, Beiträge von Beat Wismer, Evelyn Hofer, Kim Sichel und Christoph Ribbat, Ausst. Aargauer Kunsthaus Aarau, Göttingen 2004
  • Susanne Breidenbach (Hrsg.): Lucinda Devlin, Water Rites, Text von Michael Mackenzie, Ausst. Museum Kurhaus Kleve, Göttingen 2003
  • Susanne Breidenbach (Hrsg.): Lucinda Devlin, The Omega Suites, Text von Barbara Rose, Göttingen 2000
  • Alexander von Berswordt-Wallrabe: Arnulf Rainer: Fingermalereien (1975–1984) : Christus-Frauen-Tote (1982–1984), Galerie m Bochum, 1984
  • Emmanuel Sougez: Photographien 1928–1953 Galerie m Bochum, Frankfurter Kunstverein, Frankfurt am Main, Städtisches Museum Leverkusen, Schloss Morsbroich, 1982
  • Alexander von Berswordt-Wallrabe: Neue konkrete Kunst: Konkrete Kunst, realer Raum, Band 1. Galerie m Bochum, 1971

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ausstellungen Galerie m 1969 - 1979. Abgerufen am 30. Juli 2018.
  2. Paris Photo. Webseite der Paris Photo
  3. Ute Dreckmann und Dirk Caemmerer, ZWEI – DREI – SECHS, Zu den Foto- und Videoinstallationen von Claudia Wissmann und Harald Busch, Herausgegeben durch den galerie januar e.V., Bochum: 1994, S. 3-4

Koordinaten: 51° 26′ 54″ N, 7° 11′ 26″ O