Gau Weser-Ems

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Gaue des Deutschen Reiches 1944

Der Gau Weser-Ems war eine Verwaltungseinheit der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP).

Geschichte und Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der (Partei)-Gau entstand im Zuge der Gau-Neugliederungen am 1. Oktober 1928. Durch die Umstrukturierung sollte der Gau deckungsgleich mit dem Gebiet des Reichstagswahlkreises 14 werden. Der Gau umfasste den Regierungsbezirk Aurich und Regierungsbezirk Osnabrück, vom Freistaat Oldenburg den Landesteil Oldenburg sowie die Freie Hansestadt Bremen. Auf der staatlichen Ebene stand dem Gauleiter ab 1933 gegenüber der Oberpräsident der preußischen Provinz Hannover, während der Gauleiter in Personalunion zugleich der Reichsstatthalter für Bremen und Oldenburg war. In Oldenburg wurde Georg Joel Ministerpräsident. Mit dem Gesetz über den Neuaufbau des Reichs vom 30. Januar 1934 wurde Bremen dem Reichsgau Weser-Ems unter dem Reichsstatthalter zugeschlagen und verlor damit seine politische Unabhängigkeit. Zum NSDAP-Kreisleiter in Bremen wurde im März 1933 der spätere Gauleiter Paul Wegener.

Der Sitz der Gauleitung war in der Stadt Oldenburg (Oldb), Ratsherr-Schulze-Straße im Adolf-Hitler-Haus.[1]

In der Gauleitung waren

Der spätere Reichshauptamtsleiter Heinrich Walkenhorst war Gauorganisationsleiter und Amtsleiter des Gaustabs der NSDAP in Oldenburg, damit der „Sekretär“ des Gauleiters. Gauinspektor waren Jacques Groeneveld und Erich Drescher (beide zugleich Reichstagsabgeordnete), Gauwirtschaftsberater der Fabrikant Hermann Fromm. Gauführerschulen bestanden in Pewsum (Manningaburg) und in Bremen-Lesum (Haus Krähnholm), wobei Röver eine Schule auf dem Bookholzberg im Stedingerland bauen wollte, wo 1934 ein Freilichttheater eröffnet wurde. In Bad Essen bestand für den südlichen Teil eine weitere Gauführerschule.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Rademacher: Die Kreisleiter der NSDAP im Gau Weser-Ems. Tectum-Verlag, Marburg 2005, ISBN 3-8288-8848-8 (zugleich Dissertation, Universität Osnabrück 2005).
  • Michael Rademacher: Wer war wer im Gau Weser-Ems. Die Amtsträger der NSDAP und ihrer Organisationen in Oldenburg, Bremen, Ostfriesland sowie der Region Osnabrück-Emsland. Überarbeitete Neuausgabe. BoD, Norderstedt 2005, ISBN 3-8334-2909-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadtgeschichte
  2. Der Landkreis Wittlage