Gauliga Böhmen-Mähren

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gauliga Böhmen-Mähren
Logo der GauligaVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Logoformat
Verband Fachamt Fußball
Erstaustragung 1943
Letztmalige Austragung 1945
Hierarchie 1. Liga
Mannschaften 14 (1943/44)
Rekordmeister MSV Brünn (1)
Qualifikation für Deutsche Fußballmeisterschaft
Region Böhmen und MährenVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Kartenformat
↓ Bezirksklassen

Die Gauliga Böhmen und Mähren war eine der obersten Fußballligen in der Zeit des Nationalsozialismus. In der zwischen 1943 und 1944 existierenden Sportbereichsklasse wurde der regionale Meister Böhmen und Mährens bestimmt, der das Sportgau bei der Endrunde um die deutsche Fußballmeisterschaft vertrat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gauliga Böhmen-Mähren wurde am 1. April 1943 unter Führung von SS-Obersturmführer Max Kopischke eingerichtet. Die Vereine aus Böhmen und Mähren spielten davor größtenteils in der Gauliga Sudetenland, die Vereine in den Sportkreisen Brünn und Iglau spielten zuvor in der Gauliga Donau-Alpenland. In der Saison 1943/44 nahmen 14 Mannschaften aufgeteilt in zwei Gruppen an der Gauliga teil. Gaumeister wurde der MSV Brünn und qualifizierte sich dadurch für die deutsche Fußballmeisterschaft 1943/44, bei der Brünn nach einer 3:6-Heimniederlage gegen den First Vienna FC bereits in der 1. Runde ausschieden. Die Spielzeit 1944/45 sollte in drei Staffeln ausgespielt werden, kriegsbedingt fand kein Spielbetrieb mehr statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Böhmen und Mähren wieder Teil Tschechiens, die deutschen Sportvereine wurden aufgelöst.

Saison 1943/44[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 1943/44 nahmen 14 Mannschaften aufgeteilt in zwei Gruppen an der Gauliga teil. In der Gruppe Böhmen spielten sechs Teams, die Gruppe Mähren bestand aus acht Mannschaften. Tabellenstände sind nur teilweise überliefert.

Gruppe Böhmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Verein Spiele Tore Quote Punkte
1. LSV Prag-Gbell 7 28:40 7,00 12:2
2. NSTG Budweis 7 19:40 4,75 10:4
3. SG Prag 8 27:15 1,80 08:8
4. SG Studentenkompanie Prag N/A N/A N/A N/A
5. LSV Königgrätz N/A N/A N/A N/A
6. LSV Pardubitz N/A N/A N/A N/A
Legende
Qualifikation Endspiele

Gruppe Mähren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Verein Spiele Tore Quote Punkte
1. MSV Brünn 10 58:13 4,46 18:2
2. MSV Kremsier 9 27:23 1,17 11:7
3. MSV Olmütz 9 27:27 1,00 09:9
4. MSV Mährisch Weißkirchen N/A N/A N/A N/A
5. LSV Boelcke Prossnitz N/A N/A N/A N/A
6. NSTG Troppau N/A N/A N/A N/A
7. NSTG Jägerndorf N/A N/A N/A N/A
8. DSV Brünn N/A N/A N/A N/A
Legende
Qualifikation Endspiele

Finale Hinspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paarung LSV Prag-Gbell – MSV Brünn
Ergebnis 0:2 (0:1)
Datum 12. März 1944
Stadion Slavia-Platz, Prag
Zuschauer 20.000
Tore 0:1 Kerbach
0:2 Belonoc
LSV Prag-Gbell Kleinau; Ebhardt, Pohl; Gäza, Galler, Krettenauer; Wack, Patek, Mayer, Ullrich, Otten
MSV Brünn Nigrin; Klug, Schukowitz; Hron, Hahn, Matula; Dragon, Körner, Hummenberger, Kerbach, Belonoc


Finale Rückspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paarung MSV Brünn – LSV Prag-Gbell
Ergebnis 4:1 (2:0)
Datum 19. März 1944
Zuschauer 30.000
Tore 1:0 Körner
2:0 Körner
3:0 Kerbach
4:0 Belonoc
4:1 Ullrich
MSV Brünn Nigrin; Klug, Jurkowitz; Hron, Hahn, Matula; Körner, Hummenberger, Behounek, Kerbach, Belonoc
LSV Prag-Gbell Kleinau; Ebhardt, Nieder; Gäza, Galler, Braun; Wack, Mayer, Patek, Ullrich, Otten


Saison 1944/45[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Spielzeit 1944/45 wurden die Mannschaften in drei Gruppen eingeteilt. Bedingt durch Kriegswirren fand in der Saison 1944/45 kein Spielbetrieb mehr statt.

Gruppe Böhmen
  • LSV Prag-Gbell
  • SG Prag
  • SG Studentenkompanie Prag
  • LSV Königgrätz
  • NSTG Budweis
Gruppe Mähren-Nord-Ost
  • MSV Olmütz
  • MSV Mährisch Weißkirchen
  • NSTG Witkowitz
  • MSV Kremsier
Gruppe Mähren-Süd-West
  • MSV Brünn
  • SG Brünn
  • LSV Brünn
  • DSV Brünn
  • NSTG Wischau
  • NSTG Deutsch Brod

Weblinks und Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]